Evakuierung in Monschau: Stadt warnt Siedlungen wegen Venn-Brand
- Ein großer Waldbrand im Hohen Venn könnte auch auf Nordrhein-Westfalen übergreifen.
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Monschau. Wegen des großen Waldbrandes im Hohen Venn sollen sich Bewohner mehrerer Monschauer Siedlungen auf eine mögliche Evakuierung vorbereiten.
Die Stadt an der deutsch-belgischen Grenze teilte am Samstag, 15. August, auf Facebook mit, betroffen seien Ruitzhof, Leyloch, Vennhof, Haus Sonnentau und Plattevenn. Nach Angaben der Stadt handelt es sich zunächst um eine vorbeugende Maßnahme.
Wenn möglich, sollen Anwohner bei Verwandten oder Freunden unterkommen. Gleichzeitig bereitet die Stadt Notunterkünfte vor.
Brand im Hohen Venn erfasst große Fläche
Der Waldbrand in Belgien an der Grenze zu Deutschland hat nach Angaben der Nachrichtenagentur Belga inzwischen etwa 1.600 Hektar erfasst. Zum Vergleich: Beim Brand im Hürtgenwald in Nordrhein-Westfalen sind laut Kreis Düren rund 300 Hektar Wald betroffen.
Auf belgischer Seite wurde am Samstag, 15. August, die Evakuierung der Orte Küchelscheid und Leykaul eingeleitet. Laut Belga mussten etwa 600 Menschen in zwei Orten ihre Häuser verlassen. Als Gründe wurden die schnelle Ausbreitung des Feuers, wechselnde Windrichtungen und starker Rauch genannt.
Belgien bat andere EU-Staaten um Unterstützung. Nach Angaben örtlicher Behörden sind auch deutsche Feuerwehrleute im Einsatz. EU-Krisenmanagerin Hadja Lahbib schrieb auf X, dass zusätzliche Hubschrauber und Flugzeuge aus Tschechien, Schweden und den Niederlanden mobilisiert wurden.
Rauch auch in Rheinland-Pfalz spürbar
Die Auswirkungen des Brandes reichen bis nach Rheinland-Pfalz. Das Polizeipräsidium Trier teilte mit, dass sich Rauchwolken seit dem Nachmittag in der Region ausbreiten, besonders in der Eifel und an der Mosel. An vielen Orten sei deutlicher Brandgeruch wahrnehmbar, teils liege Asche in der Luft.
Nach Angaben der Polizei sind derzeit keine Flächen- oder Waldbrände im Dienstgebiet des Polizeipräsidiums Trier bekannt. Eine unmittelbare Gefahr durch die Brände in Belgien und Nordrhein-Westfalen bestehe dort aktuell nicht.
Wegen des Rauchs wurde am Samstag, 15. August, auch eine Kirmes in Wittlich im Landkreis Bernkastel-Wittlich unterbrochen. Die Verantwortlichen beobachten die Entwicklung laut Polizei fortlaufend.
Behörden raten zum Schließen von Fenstern
Die Kreisverwaltung Bernkastel-Wittlich warnte vor starker Rauchentwicklung im gesamten Kreisgebiet. Genannt wurden Sichtbehinderungen und Geruchsbelästigungen durch Brandgase.
Die Polizei verbreitete dazu diese Hinweise:
- Fenster und Türen geschlossen halten
- Lüftungs- und Klimageräte ausschalten
Auch in Trier sei der Rauch angekommen, sagte ein Polizeisprecher. Dort rieche es nach Brand und die Luft sei diesig. dpa/red
Autor:Cornelia Bauer aus Speyer |
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