Drohnenflüge in Rheinland-Pfalz: Behörden beraten Firmen
- Für die kritische Infrastruktur gilt grundsätzlich eine erhöhte Gefährdung. (Archivbild)
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Rheinland-Pfalz. Unternehmen der kritischen Infrastruktur erhalten im Land verstärkt Beratung zum Schutz vor physischen und digitalen Angriffen. Nach Angaben von Innenminister Achim Schwickert (CDU) stehen Energieversorgung, militärische Einrichtungen sowie Rüstungsunternehmen und ihre Dienstleister im Fokus politisch motivierter Aktivisten und staatlich gelenkter Bedrohungen.
Zu kritischer Infrastruktur zählen Bereiche wie Energie, Informationstechnik sowie Transport und Verkehr. Störungen oder Ausfälle können Versorgungsengpässe und Folgen für die öffentliche Sicherheit verursachen.
13 politisch motivierte Straftaten erfasst
Seit 2024 wurden bis Ende September 2026 insgesamt 13 Straftaten gegen Infrastruktur, Militär, Justiz sowie Handel und Wirtschaft im Meldedienst für politisch motivierte Kriminalität registriert. Die meisten Fälle richteten sich gegen Militäranlagen.
Erfasst wurden unter anderem:
- Blockadeaktionen, unbefugtes Betreten und Sachbeschädigungen
- Drohnenüberflüge und Ausspähversuche mit Foto- oder Videoaufnahmen
- Diebstahl von Militäreigentum
- Blendversuche von Kampfflugzeugpiloten mit Laserpointern
In einem Fall wurde ein Tatverdächtiger ermittelt. Die Sicherheitsbehörden informieren und sensibilisieren Unternehmen der Rüstungs- und Verteidigungsindustrie zu politisch motivierter Kriminalität und hybriden Bedrohungen. Sie beraten zu organisatorischen, personellen und technischen Schutzmaßnahmen gegen reale sowie digitale Angriffe.
Angriffe auf Thales-Standort in Koblenz
Hintergrund der Anfrage der AfD-Fraktion sind Angriffe auf den Koblenzer Standort des französischen Rüstungs- und Technologiekonzerns Thales. Im September wurden die Außenwände des Firmensitzes laut Innenministerium großflächig mit roter Farbe beschmiert. Im Januar hatten Unbekannte den Zaun des Geländes überwunden und drei Fahrzeuge angezündet. Die Polizei ordnete diese Tat dem linksextremistischen Spektrum zu. [dpa/red]
Autor:dpa content aus Ludwigshafen |