Deutsche Seglerin stirbt bei Bootsunglück: Fahrer zu zwölf Monaten verurteilt
- Im Prozess um den Tod einer deutschen Seglerin auf dem Bodensee hat der Angeklagte Fehler eingeräumt. (Symbolbild)
- Foto: Philipp von Ditfurth/dpa
- hochgeladen von Cornelia Bauer
Bregenz. Nach dem tödlichen Bootsunglück auf dem Bodensee ist ein 26 Jahre alter Motorbootfahrer vor dem Landesgericht Feldkirch zu zwölf Monaten Haft verurteilt worden, acht Monate davon wurden zur Bewährung ausgesetzt.
Das Gericht sprach den Österreicher unter anderem der grob fahrlässigen Tötung schuldig. Vom ursprünglich erhobenen Mordvorwurf rückten die Geschworenen ab. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.
Unfall auf dem Bodensee bei guter Sicht
Nach Angaben der Nachrichtenagentur APA hatte der Mann im Prozess eingeräumt, am Steuer unaufmerksam gewesen zu sein. Laut seiner Verteidigerin sei er durch Gespräche mit drei Begleitern abgelenkt gewesen und habe zudem mit seinem Mobiltelefon hantiert. Der Angeklagte habe demnach selbst gesagt, beim Unfall nicht nach vorne geschaut zu haben.
Der Unfall geschah im Oktober auf dem Bodensee nahe Bregenz bei bester Sicht und ruhiger See. Dabei stieß das Motorboot mit dem Segelboot eines deutschen Ehepaars zusammen.
Opfer kam aus dem Landkreis Günzburg
Die 57 Jahre alte Seglerin wurde unter anderem vom Propeller des Motorboots getroffen, fiel ins Wasser und starb. Ihr Ehemann wurde schwer verletzt. Die Frau stammte aus dem bayerischen Landkreis Günzburg.
In einem ersten Prozess im April war der Mann zunächst wegen grob fahrlässiger Tötung angeklagt. Nachdem er damals laut APA erklärt hatte, das Boot mit voller Konzentration gesteuert zu haben, wurde die Anklage auf bedingten Mord geändert. Dabei wird dem Angeklagten nicht die Absicht zur Tötung vorgeworfen, wohl aber das Inkaufnehmen eines tödlichen Ausgangs. dpa/red
Autor:Cornelia Bauer aus Speyer |
|
| Cornelia Bauer auf Facebook | |