Banküberfall in Sinzig: Das ist bislang über den Täter bekannt

 Die Ermittlungen nach dem Großeinsatz in Sinzig laufen. (Archivbild)  | Foto: Thomas Frey/dpa
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Sinzig. Eine Woche nach dem Raubüberfall auf eine Bankfiliale laufen die Ermittlungen weiter. Neue Hinweise der Polizei betreffen vor allem die Sprache des Täters. Nach Auswertung erster Spuren habe der Mann Deutsch ohne erkennbaren Akzent gesprochen.

Ermittler der Polizei Koblenz prüfen derzeit Spuren vom Tatort sowie Videoaufnahmen. Daraus ergeben sich erste Details zur Person. Der mutmaßliche Täter soll etwa 1,80 Meter groß gewesen sein und eine netzähnliche weiße Kopfbedeckung getragen haben.

  • etwa 1,80 Meter groß
  • sprach Deutsch ohne erkennbaren Akzent
  • trug eine netzähnliche weiße Kopfbedeckung

Ob der Mann allein gehandelt hat, ist weiterhin unklar. Die Polizei schließt nicht aus, dass es Mittäter gab. Denkbar sei etwa ein Fluchtwagenfahrer.

Nur wenige Hinweise zum Täter

Die Ermittlungen gestalten sich schwierig. Laut Polizei sind die bisherigen Beschreibungen sehr ungenau. Das erschwert eine öffentliche Fahndung. Je weniger konkrete Merkmale bekannt sind, desto geringer ist die Chance auf neue Hinweise.

Bislang sind Hinweise im zweistelligen Bereich eingegangen. Diese werden von den Ermittlern priorisiert und schrittweise ausgewertet.

Alarm am Freitag, 8. Mai

Der Einsatz begann am Freitag, 8. Mai, gegen 9 Uhr. Ein automatisierter Alarm hatte die Polizei zu einer Bankfiliale in Sinzig gerufen. Zunächst gingen die Einsatzkräfte von einer Geiselnahme aus.

Nach bisherigen Erkenntnissen bedrohte der Täter einen Bankmitarbeiter und einen Mitarbeiter eines Geldtransportunternehmens mit einer Schusswaffe. Beide wurden in einen Tresorraum gebracht und dort eingeschlossen.

Ein Spezialeinsatzkommando drang später in das Gebäude ein und befreite die beiden Männer unverletzt. Verdächtige wurden in der Bank jedoch nicht gefunden.

Täter vermutlich früh geflüchtet

Nach aktuellem Stand geht die Polizei davon aus, dass der Täter bereits vor dem Eintreffen der Einsatzkräfte geflüchtet war. Er soll einen Behälter mit Bargeld erbeutet haben. Zur Höhe der Beute machen Polizei und Staatsanwaltschaft keine Angaben.

Die Innenstadt von Sinzig war während des Einsatzes weiträumig abgesperrt. Eine Flucht während der laufenden Polizeimaßnahmen gilt inzwischen als ausgeschlossen.

Die Staatsanwaltschaft Koblenz führt das Verfahren derzeit wegen schwerer räuberischer Erpressung und Freiheitsberaubung. Die rechtliche Bewertung gilt als vorläufig. Weitere Erkenntnisse aus Zeugenaussagen könnten die Einordnung noch verändern. dpa/red

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Autor:

Cornelia Bauer aus Speyer

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