Sally Özcan setzt klare Grenzen: „Das Internet ist kein Freifahrtschein“
- Influencerin Sally Özcan war am heutigen Montag bei SWR3 zu Gast in der Morningshow
- Foto: SWR/SWR3/Sandra Walter
- hochgeladen von Cornelia Bauer
Waghäusel. Sie hat ihr Business im Internet gestartet: Influencerin Sally Özcan aus Waghäusel. Da sie auch selbst häufig auf anderen Social-Media-Kanälen unterwegs sei, sehe sie oft, dass dort junge Frauen öffentlich kritisiert werden, so Sally Özcan in der Radiosendung "SWR3 - Die Morningshow" am heutigen Montagmorgen.
"Entweder von anderen Frauen, die schon viel älter sind, oder von Männern, die meinen, die Frau aufs Optische zu reduzieren", erzählt sie weiter. In manche Fälle mische sie sich ein und zeige Grenzen auf: "Ich sehe mich da auch immer als Mensch mit der Pflicht, ein bisschen mitzuhelfen." Wichtig bei ihren eigenen Kommentaren sei ihr, dass sie sachlich und konstruktiv formuliert seien. "Ich will öffentlich niemanden bloß-, sondern nur mal richtigstellen", so der Youtube-Star.
Sally Özcan: "Das Internet ist kein Freifahrtschein"
Sich gegenseitig in der Öffentlichkeit zu necken, finde Sally grundsätzlich schwierig. "In den Sozialen Medien findet man das leider zu oft, dass zu viele fremde Menschen meinen, Menschen in der Öffentlichkeit kritisieren zu müssen. Und ich finde, das Internet ist keine Plattform und kein Freifahrtschein [dafür]. Da sollte man einfach mal überlegen, was man sagt und was man schreibt."
Sie finde es gut, dass mittlerweile viele Menschen mit großer Reichweite dagegen vorgingen und sagten: "Ich stehe zwar in der Öffentlichkeit, aber bis hier und nicht weiter." Wichtig sei es, manchen Menschen einen Spiegel vorzuhalten und zu fragen: "Was würdest Du denn davon halten, wenn ich jetzt Dein Leben öffentlich kommentiere, kritisiere? Dein Aussehen, Dein Verhalten?". Özcan ergänzt: "Ich glaube, die meisten Menschen merken das wahrscheinlich einfach gar nicht. Und deswegen finde ich es wichtig, dass man da immer mehr aufklärt und sagt: Hier sind die Grenzen, bis hier hin und nicht weiter".
Sie persönlich habe bislang im Netz eher weniger Erfahrung mit unangemessenem Verhalten gehabt, kenne aber unangebrachte Sprüche von Männern im realen Leben, die etwa sagten: "Frauen gehören nicht an den Grill." In solchen Situationen entgegne sie aber klar: "Frauen gehören erst recht an den Grill. Genauso wie Männer auch ans Waschbecken gehören und an die Waschmaschine", so die Influencerin.
Autor:Cornelia Bauer aus Speyer |
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