Bistumsfest im Trierer Dom gestartet: Heilig-Rock-Tage beginnen
- Tausende Menschen werden zu dem Trierer Bistumsfest Heilig-Rock-Tage bis 26. April erwartet. (Archivbild)
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Trier. In Trier haben die zehntägigen Heilig-Rock-Tage begonnen. Tausende Besucher werden zum großen Bistumsfest rund um den Dom erwartet.
Bischof Stephan Ackermann eröffnete die 26. Ausgabe der Veranstaltung mit einem Gottesdienst im Trierer Dom. Nach Angaben des Bistums nahmen rund 750 Menschen daran teil. Viele weitere verfolgten die Feier über einen Livestream.
Das Bistumsfest erinnert an einen regionalen Katholikentag. Im Mittelpunkt stehen Gottesdienste, Begegnungen, Konzerte und Ausstellungen. Die Veranstalter wollen Menschen unterschiedlicher Altersgruppen ansprechen. Auch Gäste ohne religiöse Bindung sind willkommen.
Programm für viele Zielgruppen
Unter dem Leitwort „Unbegreiflich. Ich hoffe“ gibt es während der Heilig-Rock-Tage zahlreiche Angebote.
- Tägliche Gottesdienste im und am Dom
- Konzerte und kulturelle Veranstaltungen
- Treffen und Gesprächsangebote
- Spezielle Gottesdienste für einzelne Gruppen
Geplant ist unter anderem ein sogenannter Blaulichtgottesdienst für Beschäftigte von Polizei, Feuerwehr und Rettungsdiensten. Auch ein Queer-Gottesdienst gehört zum Programm.
Auf dem Platz vor dem Dom können Besucher zudem ihre persönlichen Gebetsanliegen aufschreiben. Die Zettel werden an einem Fürbittort mit kleinen Bändchen befestigt.
Reliquie bleibt im Schrein verborgen
Namensgeber des Festes ist der sogenannte Heilige Rock. Dabei handelt es sich nach kirchlicher Überlieferung um ein Gewand von Jesus Christus. Ob die Reliquie tatsächlich echt ist, lässt sich historisch nicht belegen.
Während der Heilig-Rock-Tage ist die Kapelle im Ostchor des Domes geöffnet. Die Reliquie selbst ist jedoch nicht zu sehen. Sie liegt verschlossen in einem Holzschrein unter einem klimatisierten Glaszelt.
Zuletzt wurde das Gewand im Jahr 2012 öffentlich gezeigt. Damals kamen rund 550000 Pilger nach Trier.
Der Ursprung der Reliquie ist von Legenden geprägt. Der Überlieferung nach soll Helena, die Mutter des römischen Kaisers Konstantin, das Gewand im vierten Jahrhundert der Kirche in Trier geschenkt haben. Zum Bistum Trier gehören heute rund 1,1 Millionen Katholiken in Rheinland Pfalz und im Saarland. dpa/red
Autor:Jens Vollmer aus Wochenblatt Kaiserslautern |