Zunächst auf Probe
Konfessionell-kooperativer Religionsunterricht

Das Pilotprojekt soll an einzelnen Schulen in Rheinland-Pfalz und dem Saarland Formen eines konfessionell-kooperativen Religionsunterrichtes erproben. Kirchenpräsidentin und Generalvikar möchten damit die gemeinsame Verantwortung für einen starken Religionsunterricht angehen.
  • Das Pilotprojekt soll an einzelnen Schulen in Rheinland-Pfalz und dem Saarland Formen eines konfessionell-kooperativen Religionsunterrichtes erproben. Kirchenpräsidentin und Generalvikar möchten damit die gemeinsame Verantwortung für einen starken Religionsunterricht angehen.
  • Foto: Comfreak/Pixabay
  • hochgeladen von Cornelia Bauer

Speyer. Kirchenpräsidentin Dorothee Wüst und Generalvikar Andreas Sturm haben eine Vereinbarung zur konfessionellen Kooperation im evangelischen und katholischen Religionsunterricht unterzeichnet. Gleich lautende Vereinbarungen werden von den leitenden Geistlichen der Evangelischen Kirche im Rheinland, der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau sowie den Bischöfen von Limburg, Mainz und Trier unterzeichnet.

Das Pilotprojekt soll an einzelnen Schulen in Rheinland-Pfalz und dem Saarland Formen eines konfessionell-kooperativen Religionsunterrichtes erproben. Kirchenpräsidentin und Generalvikar möchten damit die gemeinsame Verantwortung für einen starken Religionsunterricht angehen.

Der Religionsunterricht bleibe nach wie vor katholischer oder evangelischer Religionsunterricht, „auch wenn er phasenweise in konfessioneller Kooperation, etwa durch einen Wechsel der Lehrkraft oder eine Durchmischung der Lerngruppen stattfinde“, so Dorothee Wüst. Das mit den Ländern Rheinland-Pfalz und Saarland abgestimmte Modell ist Religionsunterricht gemäß Art. 7 Abs. 3 Grundgesetz. Es knüpft an bereits bestehende Kooperationsmöglichkeiten, wie etwa die Zusammenarbeit der Fachschaften, zeitweiliges Team-Teaching von bestimmten Themen oder Unterrichtsprojekte in gemischt-konfessionellen Lerngruppen an. „Wir wollen mit der religiösen Bildung erreichen, dass die Schülerinnen und Schüler sich zu Mündigkeit, ethischer Urteilskraft und Toleranz befähigt fühlen“, sagt Andreas Sturm. „Reflektierte ökumenische Offenheit und konfessionelle Eindeutigkeit“ seien die Grundsätze des konfessionell-kooperativen Religionsunterrichts.

„Das Projekt ist eine konsequente fachliche Weiterentwicklung. Die katholischen und evangelischen Schülerinnen und Schüler sind gemeinsam auch Christinnen und Christen und lernen als solche künftig noch intensiver miteinander“, unterstreicht Dr. Irina Kreusch, Leiterin der Hauptabteilung Schulen, Hochschulen und Bildung des Bischöflichen Ordinariats. Dies entspreche ihrer Lebenswelt und ihren religiösen Biographien in Familie und Schule. Gerade für Grundschülerinnen und Grundschüler seien Jesus und die biblischen Geschichten konfessionsverbindende Elemente.

Der Bildungsdezernent der Evangelischen Kirche der Pfalz, Oberkirchenrat Claus Müller, ergänzt: „Der konfessionell-kooperative Religionsunterricht ermöglicht es, im Gespräch mit anderen die eigene Identität zu entwickeln. Er hilft damit, religiöse Orientierung in einer von Vielfalt geprägten Gesellschaft zu gewinnen. So trägt er gleichzeitig zur Meinungsvielfalt unserer Gesellschaft bei.“

Mehrjährige Erprobungsphase

Das Pilotprojekt wird von den Kirchen und Diözesen in gemeinsamer Verantwortung aktiv begleitet und unterstützt und nach der mehrjährigen Erprobungsphase ausgewertet. Konzepte zur Umsetzung, zunächst im Primarbereich, anschließend in der Sekundarstufe I, wurden mit dem rheinland-pfälzischen und dem saarländischen Bildungsministerium abgestimmt und werden derzeit konkretisiert. Weitere Informationen sind über die Schul- bzw. Bildungsabteilungen der jeweiligen Landeskirchen und Bistümer zu erhalten.

An allen allgemeinbildenden, berufsbildenden und Förder-Schulen haben Schülerinnen und Schüler das Recht und die Möglichkeit zu konfessionellem Unterricht. Dies betrifft etwa 600 Schulen in diesem Gebiet, rund 2.000 katholische und evangelische Religionslehrkräfte haben den Auftrag ihrer Kirche dazu.

Autor:

Cornelia Bauer aus Speyer

following

Sie möchten diesem Profil folgen?

Verpassen Sie nicht die neuesten Inhalte von diesem Profil: Melden Sie sich an, um neuen Inhalten von Profilen und Orten in Ihrem persönlichen Feed zu folgen.

60 folgen diesem Profil

Kommentare

online discussion

Sie möchten kommentieren?

Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.

Wirtschaft & HandelAnzeige
Auch Quereinsteiger können sich um einen Zahntechniker-Job in dem Dentallabor bewerben, zum Beispiel Goldschmiede, Werkzeugmacher, Zahnarzthelferinnen oder zahnmedizinische Fachangestellte. Während Goldschmiede oder Werkzeugmacher schon über das nötige technische Know-how verfügen, bringen zahnmedizinische Fachangestellte und Zahnarzthelferinnen das zahnmedizinische Fachwissen mit. Das sind jeweils gute Voraussetzungen, um mit der Erfahrung in der Werkstatt oder der Zahnarztpraxis im dentalen Bereich bei "Claisse Dental-Technik" zu arbeiten.
3 Bilder

Zahntechniker-Job: Stellenangebote für Meister, Ausgebildete und Quereinsteiger

Zahntechniker-Job. Stellenangebot: Wer im Raum Speyer, Ludwigshafen, Böhl-Iggelheim, Neustadt auf der Suche nach einem Job als Zahntechniker und einer neuen Herausforderung ist, könnte in Schifferstadt fündig werden. Das Dentallabor "Claisse Dental-Technik" ist auf der Suche nach Zahntechnikern (m/w/d). Gesucht werden fertig ausgebildete Zahntechniker und Zahntechniker-Meister, aber auch Bewerbungen von Berufs-Quereinsteigern sind im Team des Dentallabors willkommen. Vier angehende...

RatgeberAnzeige
Matjes genießt man grundsätzlich kalt
3 Bilder

Die zarte Heringsspezialität hat Saison
Matjes - das Silber der Meere

Speyer. Matjes ist nicht nur im Norden beliebt - auch in Speyer genießt man die zarte Heringsspezialität gerne. Doch die Matjes-Saison ist kurz: Nur im Juni und Juli wird der Matjes gefangen - jetzt schmeckt er am besten. Das Wort Matjes leitet sich vom niederländischen Meisje für Mädchen ab und bezeichnet den Jungfernhering. Denn Matjes entsteht aus jungen, nicht geschlechtsreifen Heringen in einem speziellen Herstellungsverfahren: Nach dem Fang werden Kiemen und Innereien mit Ausnahme der...

SportAnzeige
Individuelles Personal and Professional Coaching entlang des Rheins zwischen Mannheim / Ludwigshafen und Karlsruhe: Coach Frank-Ringo Schrader begleitet seine Kunden auf dem Weg zu ihrem sportlichen Ziel.
4 Bilder

Personal Trainer Mannheim: Coach für persönliche Fitness und Physiotherapeut

Mannheim / Karlsruhe. Frank-Ringo Schrader bringt als Physiotherapeut & Personal Trainer Bewegung in das Leben seiner Kunden. "Ich mache Sie wieder fit - mental und körperlich." So beschreibt der Physiotherapeut und Personal Trainer sein Coaching, das er in der Region rechts und links des Rheins zwischen Ludwigshafen / Mannheim und Karlsruhe anbietet. Das pfälzische Harthausen / Dudenhofen / Speyer - nahe Ludwigshafen und Mannheim - ist die Basis des Physio-Sergeants. Von dort startet er zu...

add_content

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.