Getriebeschaden vorgetäuscht: Verkäufer fällt auf perfiden Auto-Betrug herein
- Symbolfoto Streifenwagen
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Waldsee. Am 30. Dezember wollte ein 39-Jähriger aus Waldsee seinen intakten Mercedes Kleinbus über ein Inserat verkaufen. Ein Interessent aus Frankfurt erschien und machte eine Probefahrt. Hierbei ließ der Verkäufer den Interessenten kurzeitig allein mit dem Fahrzeug. Bei der Probefahrt lief das Fahrzeug plötzlich nicht mehr richtig und der Interessent diagnostizierte, der Mercedes habe wohl gerade einen Getriebeschaden erlitten. Er wolle das Auto dennoch kaufen, jedoch zu einem deutlich geringeren Preis.
Der Verkäufer ließ sich darauf ein und verkaufte den Mercedes im zugelassenen Zustand mit Kennzeichen und Papieren und der Maßgabe, das Fahrzeug innerhalb von zwei Tagen umzumelden. Am 2. Januar geriet das Fahrzeug in Frankfurt in eine Verkehrskontrolle und erregte das Interesse der dortigen Beamten, weil es noch nicht umgemeldet worden war.
Dabei kam heraus, dass der Käufer vermutlich in einem unbeobachteten Moment im Rahmen der Probefahrt einen Adapter auf den On-Board-Diagnose-Stecker im Fußraum des Fahrzeugs gesteckt und so eine Fehlfunktion des Fahrzeugs vorgetäuscht hat, um den Kaufpreis zu senken. Der Verkäufer konnte im Nachgang "seinen" Mercedes schließlich im Internet zum Verkauf angeboten finden: zu einem rund dreimal höheren Preis und mit der Beschreibung "Motor und Getriebe laufen sehr gut". pol
Autor:Cornelia Bauer aus Speyer |
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