Sparkasse Rhein Neckar Nord bleibt stabil trotz schwieriger Rahmenbedingungen
- Der Vorstand der Sparkasse Rhein Neckar Nord (von links): Helmut Augustin, Stefan Kleiber und Thomas Kowalski.
- Foto: Sparkasse RNN
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Mannheim. Die Sparkasse Rhein Neckar Nord hat das vergangene Geschäftsjahr in einem weiterhin herausfordernden wirtschaftlichen Umfeld mit stabilen Kennzahlen abgeschlossen. Die Bilanzsumme lag unverändert bei 5,7 Milliarden Euro. Das Einlagevolumen stieg um 1,9 Prozent auf knapp 4,0 Milliarden Euro, während das Kreditvolumen um 5,1 Prozent auf ebenfalls 4,0 Milliarden Euro zurückging. Der Jahresüberschuss belief sich auf 4,5 Millionen Euro. Mit rund 700 Beschäftigten zählt die Sparkasse zu den großen Arbeitgebern der Region.
Zurückhaltung im Firmenkundengeschäft
Im Geschäft mit gewerblichen Kunden zeigte sich die weiterhin verhaltene Investitionsbereitschaft. Dennoch vergab die Sparkasse 301 Millionen Euro an neuen Krediten und erreichte damit nahezu das Vorjahresniveau. Zum Jahresbeginn 2026 bündelte das Institut seine Angebote für Gewerbekunden und Existenzgründer in einem neuen Geschäftskunden- und GründerCenter, um Unternehmensgründungen und Wachstum gezielter zu begleiten.
Private Investitionen legen zu
Deutlich positiv entwickelte sich das Privatkundengeschäft. Neue Darlehen summierten sich auf 167 Millionen Euro, davon 127 Millionen Euro für Baufinanzierungen. Ergänzend vermittelte die Sparkasse Bausparverträge im Volumen von 54 Millionen Euro. Auch der Immobilienbereich wuchs: 104 Immobilien mit einem Gesamtwert von 37 Millionen Euro wurden verkauft.
Sparen, Wertpapiere und neue Angebote
Im Spar- und Anlagegeschäft stieg die Zahl der Fondssparpläne um 14 Prozent, zudem wurden Lebensversicherungen über 55 Millionen Euro vermittelt. Ab Mai 2026 plant die Sparkasse ein neues Tagesgeldangebot für frisches Geld, im Sommer folgt mit „S‑Neo“ ein digitales Wertpapierangebot für selbstständige Anlegerinnen und Anleger.
Digitalisierung gewinnt weiter an Bedeutung
Rund 147.000 der 196.000 Konten werden inzwischen digital genutzt. Die Sparkassen‑App verzeichnete erneut Zuwächse und wurde mehrfach als beste Banking‑App ausgezeichnet. Auch kartengestütztes und mobiles Bezahlen legte deutlich zu.
Starke Präsenz vor Ort
Neben digitalen Angeboten hält die Sparkasse an ihrer regionalen Präsenz fest. Sie betreibt 30 Filialen und 21 Selbstbedienungsstandorte. In der Mannheimer Innenstadt wurden Filialen verlegt und modernisiert; auf einen Neubau am Standort D 1 wird verzichtet. Stattdessen soll das Bestandsgebäude weiterentwickelt werden.
Engagement für die Region
Über ihr Kerngeschäft hinaus engagierte sich die Sparkasse 2025 mit 510.000 Euro an Spenden und Sponsoring für Vereine und Initiativen. Auch für 2026 rechnet der Vorstand mit anspruchsvollen Rahmenbedingungen, sieht das Institut jedoch stabil und verlässlich aufgestellt. red
Autor:Charlotte Basaric-Steinhübl aus Ludwigshafen |
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