Swingerparty im Mannheimer Rathaus? Stadt hat erhebliche Zweifel
- Swingerparty im Rathaus? Die Stadt äußert sich verhalten. (Archivbild)
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Mannheim. Für Bürger in Mannheim ist vorerst offen, ob eine vom Stadtrat Julien Ferrat angekündigte politische Swingerparty im Rathaus überhaupt stattfinden darf. Die Stadt teilte mit, zu der angekündigten Veranstaltung lägen bislang keine konkreten Informationen vor.
Nach den bisher bekannten und spärlichen Angaben bestünden erhebliche Zweifel an der Zulässigkeit und Durchführbarkeit der Pläne. Das habe die Stadt Ferrat auch schriftlich mitgeteilt. Eine Entscheidung, auf welcher Grundlage und wann über eine mögliche Raumüberlassung entschieden würde, nannte die Verwaltung zunächst nicht.
Stadt und Stadtrat stehen in Kontakt
Laut Ferrat hat die Stadt bereits nähere Informationen bei ihm angefragt. Er sprach von einem „Abtasten auf beiden Seiten“. In einer Mail der Stadt an den Kommunalpolitiker, die der dpa vorliegt, heißt es demnach auch, dass bislang kein Antrag auf Raumüberlassung gestellt worden sei.
Ferrat sagte der dpa, es werde in jedem Fall eine politische Swingerparty geben – idealerweise im Rathaus, notfalls in privaten Räumlichkeiten. Die Veranstaltung solle unter dem Motto „Ein FKK-Swinger-Paradies für Mannheim“ stehen. Er argumentierte unter anderem, das Rathaus liege zentral und es gebe keine Hausordnung oder kommunale Satzung, die Swingerpartys dort ausdrücklich verbiete.
Aufruf im Amtsblatt zunächst gestoppt
Ein geplanter Aufruf für das Amtsblatt wurde nach Angaben Ferrats zunächst nicht veröffentlicht. Als Begründung sei ihm genannt worden, dass der Text für Leser möglicherweise irreführende Informationen enthalten könne. Der Stadtrat kündigte an, seinen Beitrag zu überarbeiten und erneut zur Veröffentlichung einzureichen.
Bereits im vergangenen Jahr hatte Ferrat mit einer Anzeige im Amtsblatt Aufmerksamkeit erregt. Darin warb er für eine „Politische Bildungsfahrt nach Cap d'Agde“ in Frankreich. Zu dem Ort gehört die FKK-Anlage Village Naturiste. Nach seinen Angaben reiste er im August mit einer Gruppe von knapp 30 Teilnehmern dorthin. dpa/red
Autor:Cornelia Bauer aus Speyer |
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