Sirenen in Mannheim: Warum sie am Donnerstag um 11 Uhr heulen
- Beim Warntag testet Mannheim Sirenen, Warn-Apps und Cell Broadcast mit einer Probewarnung.
- Foto: Stadt Mannheim
- hochgeladen von Charlotte Basaric-Steinhübl
Mannheim. Am Donnerstag, 10. September, heulen in Mannheim um 11 Uhr die Sirenen. Die Stadt testet damit beim bundesweiten Warntag ihre Warnkanäle, damit im Ernstfall die Abläufe sitzen.
Zeitgleich senden die Warn-Apps Katwarn und Nina eine Testwarnung. Auch über Cell Broadcast kommen Probewarnungen auf Mobiltelefone. Gegen 11.45 Uhr folgt die Entwarnung über die gleichen Kanäle, über die zuvor die Warnung verschickt wurde.
Was die Sirene im Ernstfall bedeutet
Sicherheitsbürgermeister Dr. Volker Proffen erklärt: „Im Ernstfall kommuniziert eine Sirenenwarnung immer die Botschaft: Bitte suchen Sie ein nahegelegenes Gebäude mit geschlossenen Räumen auf, schließen Sie die Fenster und Türen und schalten Sie die Lüftung aus. Der an- und abschwellende Heulton vermittelt diese Botschaft klar und ohne sprachliche Barriere. Weitere Informationen und Verhaltenshinweise erhalten die Bürgerinnen und Bürger dann über die Warn-Apps, die städtische Internetseite www.mannheim.de und über die lokalen Radio- und Fernsehsender“.
Der bundesweite Warntag findet jedes Jahr im September statt. Bund, Länder und Kommunen wollen damit zum einen die Bevölkerung für Warnsignale sensibilisieren. Zum anderen können Städte und Gemeinden prüfen, ob ihre regionalen Warnkanäle funktionieren.
Die Probewarnungen über Cell Broadcast und die Warn-Apps löst der Bund zentral aus. In Mannheim ergänzt die Stadt diese Warnmittel zusätzlich durch Sirenen. Seit Anfang 2023 warnt Cell Broadcast direkt auf Handys, ohne App oder Registrierung. Die Probewarnungen sind deutlich als Test gekennzeichnet.
Markus Eitzer, Abteilungsleiter Bevölkerungsschutz und Krisenmanagement des Amtes für Feuerwehr und Katastrophenschutz, betont: “Sollte es während der Übungswarnung tatsächlich zu einem Ernstfall kommen, wird eine weitere, neue Warnung ausgestrahlt. Es besteht aber zu keinem Zeitpunkt der Übung eine Gefahr oder Handlungsbedarf. Wir überprüfen hier nur interne Abläufe, damit ein zentraler Bestandteil der Mannheimer Sicherheitsarchitektur voll funktionsfähig ist und bleibt“.
Wichtig ist laut Stadtverwaltung: Im Ernstfall immer den offiziellen Verhaltenshinweisen folgen und die Notrufnummern von Feuerwehr und Polizei nicht blockieren.
Weitere Informationen und Sirenensignale zum Anhören gibt es unter www.mannheim.de/feuerwehr.
Autor:Charlotte Basaric-Steinhübl aus Ludwigshafen |