„Dialog im Quadrat“ der Mannheimer Runde
Den Blick aufs ganze Land gerichtet

Vereinsvorsitzender, Gastgeberin, Referent und Oberbürgermeister beim "Dialog im Quadrat" der Mannheimer Runde (von links): Stefan Kleiber, Mariela Angelova, Dr. Andreas Scheuer und Christian Specht. | Foto: Foto: Rathgeber
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  • Vereinsvorsitzender, Gastgeberin, Referent und Oberbürgermeister beim "Dialog im Quadrat" der Mannheimer Runde (von links): Stefan Kleiber, Mariela Angelova, Dr. Andreas Scheuer und Christian Specht.
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Eigentlich sind die Themen beim traditionellen Gesprächsformat „Dialog im Quadrat“ ja eher kommunaler oder regionaler Natur. Diesmal aber richtete sich der Blick bei der Mannheimer Runde auf das ganze Land. „Deutschland muss sich neu erfinden“, lautete jetzt in der Alten Schildkrötfabrik der Titel des Vortrages, für den die größte Mittelstandvereinigung der Kurpfalz mit Dr. Andreas Scheuerle den Leiter des Industrieländerresearch der DekaBank Deutsche Girozentrale gewinnen konnte. So bekamen die mittlerweile über 170 Mitglieder Informationen aus erster Hand und aus berufenem Munde, wie es aktuell um die Bundesrepublik in diesen in vielerlei Hinsicht bewegten Zeiten steht. Als sinnvolle Ergänzung dazu berichtete Mannheims Oberbürgermeister Christian Specht dann danach bei der Podiumsdiskussion über die Auswirkungen der Bundespolitik auf die Kommune.

Eingangs begrüßt hatte die Runde wie immer Vereinsvorsitzender Stefan Kleiber, der nicht nur einen kleinen Rückblick auf das vergangene Jahr gab, sondern auch Termine für das aktuelle bekannt gab und neue Mitglieder herzlich begrüßte. Dem „Dialog im Quadrat“ vorgeschaltet war eine turnusgemäße Mitgliederversammlung, bei der nicht nur über den ordentlichen Zustand der Vereinskasse und die in den Jahren 2023 und 2024 durchgeführten Projekte berichtet, sondern auch der Vorstand einstimmig entlastet wurde.

Da die Gesprächsrunde diesmal in einem restaurierten Industriegebäude mit über 130 Jahren Geschichte, das nach dem Erwerb vor einigen Jahren umfassend und denkmalgerecht saniert wurde, stattfand, wurde das Angebot für eine Führung von fast allen Teilnehmern genutzt. Der weitläufige Garten bietet Raum für Veranstaltungen aller Art und ist bereits als lebendiger Treffpunkt für Austausch und Diskussion etabliert. Der Dank galt insbesondere den Gastgebern Maria Angelova und Simeon Makedonski, die für den kurzfristig verhinderten Geschäftsführer Petar D. Penchev eingesprungen waren.

Viel Nachdenklichkeit erzeugte danach der Situationsbericht der deutschen Wirtschaft aus Sicht des Volkswirtschaftlers Dr. Andreas Scheuerle. Gleich sechsmal verdeutlichte er mit dem Buchstaben „D“, dass dieser nicht nur für das Autokennzeichen von Deutschland steht, sondern auch für bedeutende Herausforderungen, die unsere Nation in naher Zukunft meistern muss: Demographie, Digitalisierung, Dekarbonisierung, Deglobalisierung, Deindustrialisierung und Defense. Alle diese Themenfelder sorgten dafür, dass wichtige Indikatoren für die einheimische Wirtschaft nach unten zeigten. „Das Potenzialwachstum sinkt und sinkt“, so Scheuerles Analyse. Erste Auswirkungen zeigten sich beim Vergleich des deutschen Bruttoinlandsproduktes mit dem der USA und weltweit. „DEU – Abgehängt“, so das Fazit des DEKA-Experten.

Nun komme es darauf an, wie die Politik darauf reagiere. „Neue Regierung, neues Glück?“ sei nun die Fragen aller Fragen. Nun gelte es, der Wirtschaftspolitik höchste Priorität einzuräumen, die Beseitigung von Standortnachteilen zu forcieren und mutige Reformen anzustoßen. Dafür sei mit der Freigabe des Sondervermögens von 500 Milliarden Euro ja bereits eine wichtige Voraussetzung geschaffen worden.

Aber wieviel kommt von diesem Geld auch tatsächlich in den Kommunen an? Diese Frage stelle Mannheimer-Runde-Vorsitzender dem Mannheimer Oberbürgermeister Christian Specht, der darauf verwies, dass diese Mittel erst einmal an die Länder gingen und von dort weiter verteilt würden. Das Beispiel von Brückensanierungen verdeutliche, dass selbst diese riesige Summe angesichts des Sanierungsstaus einen Tropfen auf dem heißen Stein darstelle. Zum Thema Entbürokratisierung wies der Mannheimer Verwaltungschef darauf hin, dass diese für Bürger und Unternehmen auch die Übernahme von Verantwortung bedeuteten. Nicht zuletzt wies Specht auch auf den Anstieg von Sozialleistungen hin. Diese seien im Haushalt deutlich gestiegen, während gleichzeitig für die Investitionen in Wirtschaft und Infrastruktur weniger Geld zur Verfügung stehe.

Es schloss sich eine rege Diskussion an, die dann im kleinen Kreis beim traditionellen „Get togther“ fortgeführt wurden. Gleichzeitig richtete sich der Blick der Organisatoren auch schon auf den 18. Mai freuen, wenn unter dem Motto „Volltreffer mit Herz“ eine neue Charity startet, bei der die teilnehmenden Teams auf dem Vorplatz des PALAZZO-Varietés für den guten Zweck bei einem Elfmeter-Turnier gegeneinander antreten werden.

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Autor:

Erich Rathgeber aus Mannheim

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