Zwischen Berufsvorstellungen der Bewerber und Berufsalltag klafft eine Lücke
IHK-Kampagne Durchstarter klärt auf

Foto: Luisella Planeta Leoni/Pixabay
  • Foto: Luisella Planeta Leoni/Pixabay
  • hochgeladen von Jessica Bader

Ludwigshafen. Ausbleibende Bewerbungen, vorzeitig aufgelöste Ausbildungsverträge, Bewerber mit unrealistischen Berufsvorstellungen – die Herausforderungen für die Ausbildungsunternehmen im Land sind vielfältig. Die Stimmung und Lage der deutschen Ausbildungsbetriebe fängt der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) jährlich mit einer Ausbildungsumfrage ein. Die Ergebnisse der rheinland-pfälzischen Betriebe hat die Arbeitsgemeinschaft der Industrie- und Handelskammern (IHKs) des Landes am Dienstag in den Stadtwerken Mainz vorgestellt.

Auf die Frage, wie sich die Rahmenbedingungen für die Ausbildung verbessern ließen, nannten die Unternehmen mehrere Faktoren: eine engere und bessere Zusammenarbeit mit der Berufsschule etwa, aber auch kürzere Entfernungen zwischen Betrieb und Schule. An erster Stelle aber steht ein anderer Punkt: „Die Hälfte der Befragten gibt an, dass zwischen den Berufsvorstellungen der Bewerber und der Realität in der Ausbildung eine Lücke klafft. Da sind wir alle gefordert, noch besser zu vermitteln, was die angehenden Fachkräfte in ihrer Ausbildung erwartet. Denn eine bewusstere Berufswahl vermeidet diese Kollision von Wunsch und Wirklichkeit nach Ausbildungsbeginn“, erläutert Michael Böffel, Sprecher Ausbildung der IHK-Arbeitsgemeinschaft.

Hier setzt die Kampagne „Durchstarter“ der rheinland-pfälzischen IHKs und der IHK Mittleres Ruhrgebiet an. Auf der Internetseite www.durchstarter.de sowie auf Facebook, Instagram und Youtube berichten 38 Auszubildende aus rheinland-pfälzischen und Bochumer Ausbildungsbetrieben über ihre Ausbildung. „Ich möchte anderen Jugendlichen das geben, wonach ich in meiner eigenen Orientierungsphase gesucht habe: individuelle Einblicke in einen Beruf“, erklärt Alina Dietze, Auszubildende zur Chemielaborantin bei Zschimmer und Schwarz und Durchstarter-Bloggerin ihre Motivation. Durchstarter-Referentin Sarah Pfeil ergänzt: „Gleichzeitig können Ausbildungsbetriebe die Kampagne für ihr eigenes Ausbildungsmarketing nutzen, es lohnt sich also für beide Seiten.“ Die Ausbildungskampagne existiert seit drei Jahren und wurde in diesem Jahr neu strukturiert und optisch verjüngt.

Wie die Umfrage ebenfalls zeigt, betreiben die rheinland-pfälzischen Ausbildungsbetriebe viel Aufwand, um neue Azubis für sich zu gewinnen: Mehr als ein Drittel der befragten Unternehmen bietet eigene Nachhilfe an, um auch lernschwächeren Jugendlichen eine Chance zu geben. Bemühungen, die von Weitsicht zeugen, denn: Ist der Fachkräftemangel aktuell erst für 58 Prozent ein Problem, so sehen sich schon in drei Jahren drei Viertel der rheinland-pfälzischen Betriebe stark vom Fachkräftemangel betroffen. Besonders Fachkräfte mit einer abgeschlossenen Berufsausbildung und einer höheren Berufsbildung werden dann fehlen, wie der Fachkräftereport der IHK-Arbeitsgemeinschaft Rheinland-Pfalz aus dem Juni belegt.

Daniel Gahr, Vorstandsvorsitzender der Mainzer Stadtwerke AG, führt aus: „Der Fachkräftemangel ist auch für uns spürbar, wobei die Bewerbungen auf offene Stellen ausreichend sind und diese besetzt werden können. In diesem Zusammenhang nimmt die eigene Ausbildung nach wie vor einen hohen Stellenwert ein und ist ein wichtiger Bestandteil der strategischen Personalplanung.“
Ein positives Urteil fällen die Betriebe im Hinblick auf die Digitalisierung: Mehr als zwei Drittel der Befragten sehen die betrieblichen Anforderungen an die Digitalisierung im Rahmen der Ausbildung erfüllt.

In den Berufsschulen besteht nach Ansicht der Unternehmen aber Nachbesserungsbedarf: Drei Viertel wünschen sich eine stärkere Qualifizierung der Lehrkräfte, 58 Prozent fordern eine bessere Personalausstattung und 48 Prozent eine verbesserte IT-Infrastruktur, um die geforderten Kompetenzen adäquat vermitteln zu können. Unter den „Kompetenzen der Zukunft“ haben nach Ansicht der Befragten IT-Kompetenzen den höchsten Stellenwert (77 Prozent). ps

Weitere Informationen:

Eine Gesamtauswertung der DIHK-Ausbildungsumfrage ist auf www.ihk-rlp.de/ausbildungsumfrage abrufbar. Weitere Informationen zur Ausbildungskampagne: www.durchstarter.de

Wirtschaft & HandelAnzeige

Digitale PR Karlsruhe: Mit Mediawerk Südwest in die Zeitung

Karlsruhe: Digitale PR über Gaststätten und Geschäfte wird in der Google-Suche schnell gefunden und erscheint im Umfeld der Zeitung. Ansprechpartner für erfolgreiche digitale Media-Lösungen in Karlsruhe ist Digital Sales Manager Bruno Williams. Er berät seine Kunden rund um Online-PR, Social Media Ads und Display Ads im Content-Umfeld der Wochenzeitung WOCHENBLATT mit ihrem Online-Portal wochenblatt-reporter.de und der Tageszeitung DIE RHEINPFALZ mit ihrem Online-Portal rheinpfalz.de.  Events...

Wirtschaft & HandelAnzeige

Digital Sales Manager Ludwigshafen: Bei Mediawerk Südwest

Digital Sales Manager Ludwigshafen. Das Team der MWS Mediawerk Südwest GmbH heißt regelmäßig neue Kollegen willkommen. Es lohnt sich, sich zu bewerben - nach der Schule um eine Ausbildung oder als Berufserfahrener um eine Anstellung. Die Vertriebsmitarbeiter entwickeln im Austausch mit ihren Kunden maßgeschneiderte Strategien, um mit den innovativen Medialösungen den Service,  die Produkte oder die Technologie der Unternehmen erfolgreich in den Blickpunkt relevanter Personengruppen zu rücken....

Wirtschaft & HandelAnzeige

Quereinsteiger Jobs Ludwigshafen: Bei Mediawerk Südwest

Quereinsteiger Jobs Ludwigshafen: Die Mediawerk Südwest GmbH hat Stellenangebote in Vollzeit und Teilzeit. Bewerbungen von Quereinsteigerinnen und Quereinsteigern sind willkommen. Die MWS Mediawerk Südwest GmbH hat regelmäßig Stellen von Digital Sales Managern (m/w/d) zu besetzen, die für Geschäfte, Gaststätten und Betriebe Media-Lösungen in der RHEINPFALZ mit rheinpfalz.de und im WOCHENBLATT mit wochenblatt-reporter.de entwickeln. Hier geht es zu den Stellenanzeigen. Digital Sales Manager...

Wirtschaft & HandelAnzeige
Duales Studium Ludwigshafen: Die MWS Mediawerk Südwest GmbH vergibt jährlich einen Platz im Studiengang BWL – Marketing Management an der Dualen Hochschule Baden-Württemberg in Mannheim. | Foto: momius/stock.adobe.com
Video 2 Bilder

Duales Studium Ludwigshafen: Mit dem MWS ins Marketing einsteigen

Ludwigshafen am Rhein. Ein Duales Studium in BWL – Marketing Management klingt reizvoll? Die MWS Mediawerk Südwest GmbH vergibt jährlich einen Platz in diesem Studiengang. Im sich stetig wandelnden Umfeld von Medien, Marketing und Vertrieb steigt der Bedarf an Fachkräften, die analytisch denken, kreativ handeln und digital vernetzt arbeiten. Genau darauf bereitet das duale Studienangebot BWL – Marketing Management an der Dualen Hochschule Baden-Württemberg (DHBW) in Mannheim vor – in...

Autor:

Jessica Bader aus Mannheim

Sie möchten diesem Profil folgen?

Verpassen Sie nicht die neuesten Inhalte von diesem Profil: Melden Sie sich an, um neuen Inhalten von Profilen und Orten in Ihrem persönlichen Feed zu folgen.

29 folgen diesem Profil

Sie möchten kommentieren?

Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.

Online-Prospekte aus Ludwigshafen und Umgebung



Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Karte einbetten

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Code einbetten

Funktionalität des eingebetteten Codes ohne Gewähr. Bitte Einbettungen für Video, Social, Link und Maps mit dem vom System vorgesehenen Einbettungsfuntkionen vornehmen.
Abbrechen

Beitrag oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen

Schnappschuss einbetten

Abbrechen

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.