„Uffbasse!“ in Ludwigshafen
Menschenkette für Solidarität in der Pandemie

Die symbolische Menschenkette auf dem Berliner Platz
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Von Charlotte Basaric-Steinhübl

Ludwigshafen. Am Montag, 24. Januar 2022, gab es auf dem Berliner Platz in Ludwigshafen erstmals eine symbolische Menschenkette unter dem Motto „Uffbasse“, die ein Zeichen für Solidarität in der Pandemie, gegen Verschwörungserzählungen, Hass und Hetze setzen sollte. Aufgrund der steigenden Infektionszahlen wurde bewusst nicht zu einer großen Menschenkette mit vielen Teilnehmenden aufgerufen. Dafür kamen circa 60 Menschen, Vertreter*innen verschiedener Organisationen, Vereine und Parteien, die durch ihre Anwesenheit aufzeigen sollten, dass die Mehrheit der Stadtgesellschaft die Aussagen von „Uffbasse!“ unterstützt. Sie bildeten einen Halbkreis, verbunden mit Bannern, Fahnen und Schals.

Mitinitiator und DGB-Regionsgeschäftsführer Rüdiger Stein begrüßte die Teilnehmer*innen und erläuterte noch einmal die Idee hinter „Uffbasse!“. Das Aktionsbündnis verschiedener Organisationen, Vereine und Parteien war zuerst in Mannheim aktiv, organisierte dort drei Menschenketten um das Rathaus. Von dort verbreitete sich die Idee in die Rhein-Neckar-Region, sogar deutschlandweit wurde sie aufgegriffen. „Wir wollen zeigen, dass die Mehrheit der Bürger hinter den Abstands- und Hygieneregeln sowie der Impfkampagne steht, um die Gesellschaft bestmöglich vor dem Virus zu schützen“, so Rüdiger Stein bei seiner kurzen Ansprache.

OB Steinruck: Solidarität statt Hetze

Oberbürgermeisterin Jutta Steinruck unterstützte die Aktion und hielt die Hauptansprache unter dem Motto „Zusammenhalt statt Spaltung, Solidarität statt Hetze“. Sie erinnerte an die Anfangszeit der Pandemie, als die Solidarität im Mittelpunkt stand, als die Menschen aufeinander aufgepasst haben, an den Applaus für die Pflege. In den letzten zwei Jahren sei aber viel passiert und es sei sehr traurig, wie viel Egoismus mittlerweile zu Tage trete. Sie sehe auch mit Sorge, wie tief die Gräben innerhalb der Gesellschaft mittlerweile geworden seien. „Wir müssen versuchen, miteinander zu reden, auch über Gräben hinweg,“ so die OB.

In einer Demokratie könne jeder seine eigene Meinung öffentlich kundtun. Zu einer Demokratie gehöre es aber auch, Regeln einzuhalten und Rücksicht zu nehmen. Und dazu gehöre es auch, sich impfen zu lassen und sich an die Schutzmaßnahmen zu halten, um Ältere und Schwächere zu schützen. „Damit wir uns bald wieder an den Händen halten können,“ betonte Steinruck.
Nach ihrer Ansprache gab es noch 15 Schweigeminuten, danach löste sich die Menschenkette um kurz nach 18.30 Uhr wieder auf. bas

Autor:

Charlotte Basaric-Steinhübl aus Ludwigshafen

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