Egon Fink in den Ruhestand verabschiedet
Im Zeichen des Pfälzer Tabaks

Pfalzkiste mit Nützlichem aus den Einrichtungen des Bezirksverbands Pfalz zum Abschied: Egon Fink (rechts) und der Bezirkstagsvorsitzende Theo Wieder
  • Pfalzkiste mit Nützlichem aus den Einrichtungen des Bezirksverbands Pfalz zum Abschied: Egon Fink (rechts) und der Bezirkstagsvorsitzende Theo Wieder
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Pfalz. Der Tabakbausachverständige für die Pfalz, Egon Fink, wurde vom Bezirkstagsvorsitzenden Theo Wieder in den Ruhestand verabschiedet. Er habe eine Sonderstellung im Portfolio des Bezirksverbands Pfalz eingenommen, so Wieder. Die pfälzischen Tabakerzeuger seien auf seine Arbeit angewiesen. Er dankte Fink für sein langjähriges Engagement, er habe sich verdient gemacht. Beim Tabakbausachverständigen handele es sich um eine Landesaufgabe, die vom Bezirksverband Pfalz erfüllt werde; nun wolle das Land, dass der Regionalverband diese aufgebe. Eine Lösung diesbezüglich sei aber noch nicht gefunden worden.

„Der Tabak prägt seit Jahrhunderten die Pfalz“, sagte Guido Hörner, Vorsitzender des Landesverbands rheinland-pfälzischer Tabakpflanzer. Der Verband sei Vorreiter beim Biotabakanbau. Egon Fink habe entscheidend dazu beigetragen, dass der rheinland-pfälzische Tabak bei seinen Kunden einen guten Ruf genieße. Da der Tabakbausachverständige für die Tabakpflanzer wichtig sei, müsste die Frage, wie es nun weitergehe, unbedingt geklärt werden. Landrat Dietmar Seefeldt betonte, dass im Landkreis Südliche Weinstraße nicht nur Wein produziert werde, sondern auch die Sonderkultur des Tabaks ihre Heimat habe.

Seit 2004 steht Egon Fink den Tabakpflanzern der Region zu Fragen der Qualitätsförderung, der Finanzierung, des Anbaus, der Trocknung, der Aufbereitung und Vermarktung des Produkts mit Rat und Tat zur Seite. Ein weiterer Schwerpunkt liegt bei der Einführung neuer Produktionstechniken, der Interessenvertretung und diversen Gutachtertätigkeiten und Schadensbeurteilungen. Fink berichtete von „gravierenden Änderungen“ in den zurückliegenden Jahren, darunter habe es diverse Reformen der Marktordnung gegeben, Quotenzukauf und -verkauf sowie die Abschaffung der Marktordnung. Auch auf der fachlichen Ebene habe sich viel getan, so zum Beispiel Änderungen im Anbau, neue Sorten, ein Projekt in der Vollerntetechnik und eine Orientierung hin zur Nachhaltigkeit und zum Bio-Anbau.

Egon Fink wurde 1956 in Landau geboren und wuchs in Herxheimweyher und Leimersheim auf. Nach dem Abitur in Landau studierte er ab 1978 Allgemeine Agrarwissenschaften an der Universität Hohenheim mit den Schwerpunkten Pflanzenbau, Pflanzenernährung und Pflanzenschutz. Das Studium schloss er 1986 als Diplom-Agraringenieur ab und begann daraufhin eine zweijährige Ausbildung zum Organisationsprogrammierer. Ab 1988 war er als Junior-Projektleiter in einer landwirtschaftlichen Marketingagentur tätig, von 1991 bis 1993 wurde er als Referendar im höheren Pflanzenschutzdienst in Mainz zum Assessor der Landwirtschaft ausgebildet. Nach seiner zehnjährigen Tätigkeit als Fachberater in der Erzeugergemeinschaft Südwesttabak wechselte er vor 16 Jahren zum Bezirksverband Pfalz. Darüber hinaus ist er ehrenamtlicher Geschäftsführer des Landesverbands Rheinland-Pfälzischer Tabakpflanzer.
Der Tabakbausachverständige berät die knapp drei Dutzend Tabakpflanzer der Pfalz, die eine Anbaufläche von rund 450 Hektar bewirtschaften. An Tabaksorten wird fast ausschließlich nur noch die Sortengruppe Virgin kultiviert, der Rest ist Badischer Geudertheimer. Etwa ein Viertel des deutschen Tabaks stammt aus der klimatisch verwöhnten Rheinebene zwischen Ludwigshafen und dem Elsass. Ob als Zigarette, Zigarre, Zigarillo oder Pfeifentabak – der Pfälzer Tabak erfreut sich wegen ihrer hohen Qualität und ihres niedrigen Nikotingehalts großer Beliebtheit. ps

Autor:

Jessica Bader aus Ludwigshafen

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