Mehr Sensibilisierung durch „Reallabor“ in Karlsruhe
Miteinander von Fußgängern, Radlern & Autos

Abstimmung gefragt
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Planen. In Sachen Mobilität gibt’s aktuell ein neues „Reallabor“ im Rahmen des Forschungsprojekts
„Go Karlsruhe“: in der Wald- und Erbprinzenstraße.
Per Knopfdruck können Verkehrsteilnehmer aktuell ihre Meinung kundtun (siehe Bild). Denn zum Beispiel sind im Bereich der Erbprinzenstraße Radler und Autos lediglich „erlaubt“ – es ist eine Fußgängerzone!

Diese Abstimmungstafel ist Vorbote für ein weiteres Experiment unter realen Bedingungen (das „Wochenblatt“ berichtete). Beim Projekt „Go Karlsruhe“ der Hochschule Karlsruhe entwickeln und erproben Fußgänger und Akteure aus Praxis und Wissenschaft gemeinsam neue Ideen zur Förderung des Fußverkehrs: Es geht unter anderem um ein besseres Verständnis von Fußgängern, um die Entwicklung besserer Planungsansätze zur Förderung des Fußgängerverkehrs – und durchaus auch um Maßnahmen, wie sich zum Beispiel Radverkehr in einer Stadt lenken lässt. Alles auch unter der Prämisse einer Verbesserung der gegenseitigen Rücksichtnahme.

In der nächsten Stufe des Projekts folgen dann unter anderem Fahrbahnmarkierungen, die besser auf die Cityroute für Radler hinweisen, deutlichere Beschilderungen der Fußgängerzone, Dialog-Displays, die Radler zur Rücksichtnahme in einer Fußgängerzone auffordern, und dynamische Anzeigetafeln, die Radler auf die ausgewiesene Route über Amalien- und Herrenstraße leiten sollen. Besonders, wenn viele Fußgänger unterwegs sind.

Hintergrund ist, dass in diesem Bereich um den Ludwigsplatz wohl zu viele Radler der Meinung sind, es handle sich hier um einen Radweg, dabei teilweise „ihr angebliches Recht“ durch Klingeln, gefährliches Umfahren der Fußgänger und durch Beschimpfungen kundtun! Doch es ist und bleibt eine Fußgängerzone, auf der Fußgänger eben Vorrang vor anderen Verkehrsteilnehmern haben!

Neue Ansätze sind da gefragt: Denn immerhin wird dieser Bereich in Wald- und Erbprinzenstraße stark von zu Fuß Gehenden zum Einkaufen, Essengehen oder zum Flanieren genutzt. Die häufige „Konfrontation“ mit Radlern schränkt jedoch Fußgänger ein, Aufenthaltsqualität wird so kaum gegeben. Problem dabei: Da diese Fußgängerzone auch wichtige Ziele für Radler und Autofahrer hat, können diese eben nicht ganz ausgeschlossen werden. (ht)

Infos: „Go Karlsruhe“ wird auch die künftige Wegeführung am Mendelssohnplatz unterstützen. Details zu den einzelnen Projekten unter www.imm.hs-karlsruhe.de/gokarlsruhe

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