Tag des offenen Denkmals: Rekordbesuch in Karlsruhe
Die Angebote kamen in Karlsruhe bestens an

Karlsruhe. Strahlende Gesichter bei den Akteuren am Tag des offenen Denkmals. Am 9. September kamen so viele Menschen in Karlsruhe wie nie zuvor zu den Angeboten der Partner. Rund 12.000 Interessierte waren am Sonntag in Karlsruhe auf den Beinen und besuchten die verschiedenen geöffneten Denkmale. "Wir hatten so viele Besucher, wir mussten sie in Zeitgruppen einteilen, sonst wären wir überrannt worden", berichtete Patrick Müller von der Ölmühle in Daxlanden.

Führungen kamen bestens an
„Die Führung über den Waldenserweg Palmbach war die meistbesuchte im ganzen Jahr“, freute sich Roland Jourdan. Auch im historischen Straßenbahndepot, das seit 1899 besteht, war viel Trubel um die historischen Wagen. Rund 1.000 Besucher waren es alleine hier, die sich an den Infoständen und in den Fahrzeugen informierten sowie viele neugierige Fragen stellten. „Wir möchten hier unsere historischen Wagen weiterhin zeigen“, so Christian Boden, der sich ehrenamtlich engagiert und sonst bei den Verkehrsbetrieben Essen ist: „Wir hoffen durch die gefundene Öffentlichkeit die Hallen weiter
erhalten zu können.“

Auf der Suche nach einer Unterstellhalle ist man bei der Dampfnostalgie Karlsruhe. Mit ihrem Dampfzug waren sie um Karlsruhe herum unterwegs. "Es macht mir große Freude. Gerade hatte ich ein Wiedersehen mit einem Paar, das früher den Speisewagen bewirtschaftet hat“, sagte Hans-Peter Fantoli, Zugführer und fügt hinzu: „Rollende Denkmale sind oft sehr spektakulär."

Eine schöne Atmosphäre herrschte in der evangelisch-lutherischen Simeonkirche. „Auch außerhalb der Führungen waren permanent Menschen da“, so Pfarrer Christian Bereuther. Liebhaber der Orgelmusik kamen bei einem Orgelspaziergang in mehreren Gotteshäusern auf ihre Kosten. Zu sehen gab es aber auch denkmalgeschützte Wohnhäuser, Kirchtürme und Verwaltungsgebäude.

Auch das Badische Landesmuseum, die Staatliche Kunsthalle und das ZKM empfingen die denkmalbegeisterte Öffentlichkeit. „Beim Denkmaltag geht es um mehr als Statuen oder Bauten", so Katrin Schütz, Staatssekretärin im Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau in Baden-Württemberg: " Auch wenn wir beispielsweise Kirchen, Theaterbauten und Schlösser an diesem Tag besonders würdigen, wollen wir zeigen, dass Denkmale verbinden und Brücken schlagen können: Zwischen Baustilen, Regionen, Kulturen und Menschen. Wir in Europa haben ein gemeinsames kulturelles Erbe. Diese gemeinsamen kulturellen Wurzeln sollen wiederentdeckt und darüber Brücken zu den Menschen geschlagen werden.“ (psc)

Infos: www.karlsruhe-event.de

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