Auch Vertreter der Karlsruher Kunst- und Kulturszene demonstrieren
„Causa Spuhler“ zieht weitere Kreise

Ein deutlicher Hinweis am Badischen Staatstheater Karlsruhe  | Foto: jowapress.de
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Karlsruhe „Wir wollen wieder GERNE zur Arbeit kommen“: Der Protest ist deutlich – und war vernehmbar! Die „Causa Spuhler“ zieht weitere Kreise: Heute fanden sich erneut über 150 Personen am Badischen Staatstheaters Karlsruhe ein, zeigten so ihre Solidarität für die Beschäftigten des Theaters in diesen Zeiten.

"Wir erklären uns solidarisch mit den Kolleginnen und Kollegen des Staatstheaters, mit den Opfern einer Machtpolitik, die ihr Schweigen brechen und an die Öffentlichkeit gehen mussten, um nicht weiter zu leiden", heißt es in einem Schreiben, das zu dieser Solidaritätsdemonstration aufruft. Dem Ruf folgten auch zahlreiche Personen aus der Karlsruher Kunst- und Kulturszene und der Politik, auch Vertreter vom ZKM, dem Tollhaus, dem Landesmuseum, der „Gesellschaft der Freunde des Staatstheaters“ und Bundestagsabgeordnete.

Ob Verhalten, hohe Personalfluktuation, toxische Arbeitsverhältnisse, Verwaltungsrat oder das Ignorieren der Hinweise aus dem Personalrat: Die "Karlsruher Theaterkrise" weitet sich weiter aus, ist längst ein veritabler Flächenbrand geworden! Denn auch im Visier des Protestes stand erneut die Rolle des Verwaltungsrates, der sich, wie es deutlich zu vernehmen war, „trotz massiver Kritik“ für den Intendanten positioniert habe – und nicht für die Mitarbeiter. Ein Umstand, der neben den Zuständen am Theater erneut kritisiert wurde. „Für mich taten sich Abgründe auf“, so der Bundestagsabgeordnete Axel Fischer, der die Rollen der Handelnden im Verwaltungsrat „in diesem Drama“ kritisierte.

Deutliche Worte fand auch Peter Weibel, der Chef des ZKM in seiner Ansprache – und bezog sich auf den Verwaltungsrat und seinem einstimmigen Festhalten am Intendanten: „Sie wollen ihr eigenes Versagen vertuschen, doch mit der Verlängerung des Vertrags von Spuhler verlängern sie ihr eigenes Versagen!“ Stadt und Land würden bei der Sache auf der falschen Seite der Geschichte stehen, so Weibel – und plädierte deutlich für einen Neuanfang!

Erstaunlich: Während Vertreter aus der Karlsruher Kulturszene vor dem Staatstheater protestieren, stellen sich, so der „SWR“, der Direktor des Badischen Landesmuseums Eckart Köhne und der Direktor des Generallandesarchivs Wolfgang Zimmermann gegen die Aktion.

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Passt irgendwie ins Bild: "Baustelle Staatstheater". Denn aktuell sind nicht nur die deutlich gestiegenen Baukosten im Visier, sondern auch das Verhalten des Intendanten. | Foto: www.jowapress.de
Autor:

Jo Wagner

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