João Miranda ist diesjähriger Preisträger des "Young Star Ballet Award"
Begabung, Klasse, Durchhaltevermögen, Fleiß und Qualität

(v.l.) Stellvertretender Ballettdirektor Prof. Vladimir Klos, João Miranda, Dr.  Christian Raulin, Dr. Sabine Raulin und Generalintendant Peter Spuhler
  • (v.l.) Stellvertretender Ballettdirektor Prof. Vladimir Klos, João Miranda, Dr. Christian Raulin, Dr. Sabine Raulin und Generalintendant Peter Spuhler

  • Foto: Arno Kohlem
  • hochgeladen von Jo Wagner

Karlsruhe. Vergangene Woche wurde im Anschluss an die gefeierte Vorstellung von "Ein Sommernachtstraum" auf der Bühne des Großen Hauses bereits zum vierten Mal der "Young Star Ballet Award" verliehen. Das theater- und ballettbegeisterte Arztehepaar Christian und Sabine Raulin hat 2015 in einer privaten Zuschauerinitiative diesen Preis als beispielhafte Unterstützung des Staatsballetts ins Leben gerufen. Das Ehepaar stiftet seither auch das Preisgeld in Höhe von 5.000 Euro.  

Jährlich wird ein junges Mitglied des Staatsballetts gewürdigt, dem, so die Stifter, „aufgrund seines Talentes, aber auch seiner Persönlichkeit und seines vorbildlichen Einsatzes eine große Zukunft zugetraut wird und das in der Vergangenheit bereits durch Begabung, Klasse, Durchhaltevermögen, Fleiß und Qualität auf sich aufmerksam gemacht hat.“ In einer feierlichen Preisverleihung wurde der junge brasilianische Tänzer João Miranda von Generalintendant Peter Spuhler, dem Stellvertretenden Ballettdirektor Vladimir Klos und den beiden Stiftern geehrt.

Der Brasilianer João Miranda begann seine Tanzausbildung beim "Studio South Opera" und anschließend beim "Ballet Nacional do Brasil" sowie an der "Escola do Teatro Bolshoi no Brasil". 2012 gewann er ein Stipendium für die "Miami City Ballet School". Ab 2014 setzte er als Stipendiat der "Tanzstiftung Birgit Keil" sein Studium an der "Akademie des Tanzes Mannheim" fort und schloss es 2016 mit dem "Master of Arts" ab. In der Spielzeit 2015/16 war er studienbegleitend Mitglied des Ballettstudios des Staatsballetts in Karlsruhe und tanzte bereits in Terence Kohlers "Das kleine Schwarze", in Youri Vámos’ "Dornröschen – Die letzte Zarentochter" und "Der Nussknacker – Eine Weihnachtsgeschichte" sowie in John Crankos "Der Widerspenstigen Zähmung".

Gastauftritte führten ihn unter anderem an das Landestheater Salzburg, wo er in Peter Breuers Schwanensee zu sehen war. Zur Spielzeit 2016/17 wurde er Mitglied des Staatsballetts in Karlsruhe und war seither unter anderem als Harlequin und im Russischen Tanz in Youri Vámos‘ "Der Nussknacker – Eine Weihnachtsgeschichte"  zu erleben. Zum Beginn der Spielzeit 2018/19 wurde er von Ballettdirektorin Birgit Keil zum Solisten ernannt.

Dank seiner außergewöhnlichen Wandlungsfähigkeit, seiner schnellen Auffassungsgabe und seiner überragenden Technik erarbeitete er sich innerhalb kürzester Zeit ein vielseitiges Repertoire. So konnte ihm bereits in seiner ersten Spielzeit als Gruppenmitglied des Staatsballetts mit dem Freund des Prinzen in Jiří Bubeníčeks Kreation Rusalka eine Hauptrolle anvertraut werden, mit der er große Aufmerksamkeit erregte.

Darüber hinaus stellte er seine dramatischen Darstellungsqualitäten als Benvolio in Sir Kenneth MacMillans Meisterwerk Romeo und Julia und als Wassermann Vodník in Rusalka sowie sein mitreißendes komödiantisches Talent als Robin in Youri Vámos‘ rasanter Shakespeare-Adaption "Ein Sommernachtstraum" eindrucksvoll unter Beweis. Das Publikum im ausverkauften Großen Haus würdigte Miranda ebenso wie die Preisstifter mit Bravo-Rufen und enthusiastischem Applaus. (ps)

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