Geheimnisvolle Heimat
Auf den Spuren der vergessenen zweiten Karlsruher Hafenbahn

In Karlsruhe: alte Eisenbahnbrücke aus dem Jahr 1921
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Karlsruhe/Mühlburg. Schon mal was von „Soda-Brücken“ gehört? Das hat nichts mit Limonade zu tun, vielmehr handelt es sich dabei um Bauwerke, die einfach nur „so dastehen“ und keinen ersichtlichen Nutzen (mehr) haben. So-da-Brücken – auch "Geisterbrücken“ genannt, gibt es auch in Karlsruhe. Eine davon wurde im vergangenen Jahr 100 Jahre alt – und ist ebenso lange schon einfach nur so da, ein "Lost Place", der niemals für seine eigentliche Bestimmung genutzt wurde. Es handelt sich dabei um die Anbindung einer zweiten – geplanten aber nie genutzten Hafenbahn – an das Karlsruher Schienensystem.

Die Karlsruher Hafenbahn

Die Hafenbahn ist das Schienennetz im Karlsruher Rheinhafen. Die Karlsruher Hafenbahn wurde um 1900 geschaffen und erschließt mit ihren heute über 40 Kilometer Gleisen den Rheinhafen Karlsruhe. Die Zufahrt erfolgt vom Bahnhof Karlsruhe-West an der Bahnstrecke Winden–Karlsruhe und über die Güterumgehungsbahn Karlsruhe.
Was aber selbst nicht viele Karlsruher wissen, es gibt eine zweite Hafenbahn, die in den 1920er Jahren gebaut aber niemals in Betrieb genommen wurde. In den Hochzeiten des Hafenbetriebs schien den Betreibern eine Bahnzufahrt zu wenig, jedoch sorgten Wirtschaftskrisen und der Zweite Weltkrieg dafür, dass die zweite Hafenbahn für immer ein Fragment blieb. Aber noch heute finden sich in Mühlburg – genauer gesagt im Landschaftsschutzgebiet „Lutherisch Wäldele“ Spuren dieser Bahn. Unter anderem eben eine so genannte „Soda-Brücke“ - eine alte Eisenbahnbrücke aus dem Jahr 1921. Es handelt sich dabei um eine einjochige, kleine Massivkonstruktion, die heute als Kulturdenkmal geschützt ist.

Sie steht in dem urwaldartigen Dickicht am Ostufer der Alb. Und so manchem, der schon einmal eine Radtour oder Wanderung entlang der Alb Richtung Rhein gemacht hat, ist sie vielleicht sogar schon einmal aufgefallen, die etwas verfallen wirkende Überführung zwischen der Daxlandener Straße und dem Sonnenbad – unten durch führt der Rad- und Fußweg, oben verlieren sich die Reste eines noch zu erahnenden Bahndammes links und rechts neben der Brücke im dichten Wäldchen.

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Autor:

Heike Schwitalla aus Germersheim

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