Überschreitung der Lenk- und Ruhezeiten, technische Mängel & fehlende Genehmigungen
Ernüchterndes Ergebnis bei Reisebuskontrollen in Karlsruhe

Karlsruhe. Die Beamten der Verkehrsüberwachung Güter- und Personenverkehr, die im Zeitraum vom vergangenen Samstag bis Mittwoch Reisebusse schwerpunktmäßig im grenzüberschreitenden Linienverkehr kontrollierten, konnten wieder einmal nur ob des ernüchternden Ergebnisses den Kopf schütteln. Dass diese Kontrollen, die im Rahmen des Erfahrungsaustausches vom Polizeipräsidium Karlsruhe und dem Polizeipräsidium Südhessen einmal jährlich durchgeführt werden, unerlässlich sind, hat sich erneut bestätigt.

Die Polizisten begutachteten am Karlsruher Zentralen Omnibusbahnhof, auf Autobahnen und Parkplätzen insgesamt 18 Busse von denen lediglich zwei den verkehrsrechtlichen Vorschriften entsprachen. So musste gar sieben Fahrern aufgrund der Überschreitung der Lenk- und Ruhezeiten, angesichts technischer Mängel oder fehlender Genehmigungen die Weiterfahrt untersagt werden. Ein serbischer Reisebus, der aus Belgrad kam, wies mehrere Rahmenbrüche und Durchrostungen auf, hatte eine defekte Lenkung und Mängel an der Bremse. Somit war die geplante Fahrt nach Dortmund bereits in Karlsruhe vorzeitig beendet. Die Fahrgäste mussten in einen anderen, verkehrstüchtigen, Bus umsteigen.

Der Fahrer eines deutschen Reisebusses auf dem Weg von Sizilien nach Köln war nicht mal im Besitz einer Fahrerlaubnis. An den fünf Kontrolltagen fertigten die eingesetzten Beamten 50 Anzeigen gegen Fahrer und Busunternehmer und erhoben Sicherheitsleistungen in Höhe von annähernd 20.000 Euro.

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