FCK wählt neuen Aufsichtsrat
Weimer, Keßler, Koblischeck, Merk und Fuchs bilden das Gremium

Die virtuelle Jahreshauptversammlung des 1. FC Kaiserslautern
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  • Foto: MS-Sportphoto/Michael Schmitt
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FCK. Am Freitag, 26. Februar, fand die Jahreshauptversammlung des 1. FC Kaiserslautern e.V. erstmals auf virtuellem Wege statt. Als wichtigster Tagesordnungspunkt stand die Neuwahl des Aufsichtsrats auf dem Programm. Die vier wieder angetretenen bisherigen Mandatsträger Martin Weimer, Rainer Keßler, Dr. Markus Merk und Fritz Fuchs wurden dabei von den FCK-Mitgliedern im Amt bestätigt, zudem wurde Bernhard Koblischeck neu in den Aufsichtsrat gewählt.

Am Freitagabend fand auf dem Betzenberg die nachzuholende Jahreshauptversammlung 2020 statt. Aufgrund der geltenden Corona-Beschränkungen wurde die JHV erstmals ausschließlich als virtuelle Mitgliederversammlung durchgeführt, die als Livestream an alle teilnehmenden Mitglieder übertragen wurde. Der Aufsichtsratsvorsitzende Rainer Keßler eröffnete die Jahreshauptversammlung pünktlich um 18.00 Uhr, zu diesem Zeitpunkt waren 1.506 stimmberechtigte Mitglieder in der Versammlung zugeschaltet. Nach den begrüßenden Worten von Rainer Keßler erklärte Vereinsmanager Jonas Bohrmann die Besonderheiten der virtuellen Versammlung und erklärte ausführlich die organisatorische Umsetzung von Wortbeiträgen und Abstimmungen.

Es folgte die Abstimmung zum ersten Antrag. Dieser behandelte einen geforderten Ausschluss eines Mitarbeiters der BILD-Zeitung von der Mitgliederversammlung. Anlass dafür war die Berichterstattung der vergangenen Monate. Dem Antrag wurde mit 1.579 Ja-Stimmen (81,2% der abgegeben Stimmen) stattgegeben.

Anschließend wurde traditionell den verstorbenen Mitgliedern des vergangenen Jahres gedacht. Das Ehrenratsmitglied Ottmar Frenger verlas deren Namen, bevor mit einem Moment der Stille innegehalten wurde.

Danach ging es mit dem Bericht des Vorstandes des 1. FC Kaiserslautern e.V. weiter. Als erstes skizzierte der Vorstandsvorsitzende Wolfgang Erfurt noch einmal den Weg des Vorstands seit Amtsantritt und hob dabei neben vorstandsinternen Abläufen die Herausforderungen und Besonderheiten aufgrund der Corona-Pandemie in der täglichen Arbeit hervor. Im Anschluss daran stellte der stellvertretende Vorstandsvorsitzende Tobias Frey die Erläuterungen zum Geschäftsjahr 2019/20 vor, die in Auszügen auch im Begleitheft zur JHV veröffentlicht wurden. Den letzten Teil des Vorstandsberichts trug Vorstandsmitglied Gero Scira vor, der die wichtigsten Aktivitäten vorstellte, die im Zuständigkeitsbereich des 1. FC Kaiserslautern e.V. im zurückliegenden Jahr auch trotz der Corona-Pandemie durchgeführt werden konnten. Unter anderem berichtete er von Aktionen, die rund um den 100. Geburtstag von Fritz Walter durch das FCK-Museum durchgeführt oder solchen, die im Rahmen sozialer Projekte initiiert wurden. Außerdem gab er bekannt, dass der 1. FC Kaiserslautern ein E-Sport-Abteilung gründen wird.

Der Bericht der Rechnungsprüfer wurde letztmalig vom langjährigen Rechnungsprüfer Günter Klingkowski vorgetragen, der für die Zukunft wie seine aktuellen Kollegen aus Altersgründen nicht mehr für das Amt kandidierte. Er ging dabei auf die wesentlichen wirtschaftlichen Vorgänge im 1. FC Kaiserslautern e.V. im zurückliegenden Geschäftsjahr ein, insbesondere in Verbindung mit der Insolvenz der KGaA.

Auch der Geschäftsführer der Management-GmbH, Soeren Oliver Voigt, ging in seinem Bericht ausführlich auf das erfolgreich abgeschlossene Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung ein. Als letzter Bericht stand der des Aufsichtsrats auf der Tagesordnung und in diesem blickte der Aufsichtsratsvorsitzende Rainer Keßler abschließend auf das vergangene Jahr zurück, reflektierte selbstkritisch verschiedene Vorgänge und beleuchtete ebenfalls nochmals die finanzielle Situation des FCK und den Investorenprozess im zurückliegenden Jahr. Zudem konnte er bekannt geben, dass durch die Mithilfe der bestehenden Partner die nötige Liquidität bereits gesichert werden konnte, um alle Verpflichtungen des e.V. im Jahr 2021 bedienen zu können.

Im nächsten Punkt der Jahreshauptversammlung kam es zur Aussprache zu den Berichten. 18 verschiedene der zu diesem Zeitpunkt 2.330 anwesenden Mitglieder meldeten sich mit Beiträgen zu Wort und richteten ihre Fragen an Vorstand, Aufsichtsrat und Geschäftsführung. Zwei Stunden lang standen diese ausführlich und sachlich Rede und Antwort.

Es folgten die Entlastungen des Vorstandes für das Geschäftsjahr 2019/20. Aufgrund einiger personeller Wechsel in diesem Zeitraum standen insgesamt acht Einzelabstimmungen an. Wilfried de Buhr (1.318 Ja-Stimmen bei 763 Nein-Stimmen), Prof. Dr. Steven Dooley (1.951/125), Dagmar Eckel (1.857/247), Wolfgang Erfurt (1.978/122), Tobias Frey (2.041/61), Jürgen Kind (1.678/392), Markus Römer (1.863/180) und Gero Scira (2.003/68) wurde dabei die Entlastung der Mitglieder erteilt.

Anschließend erfolgte die Abstimmung über die Entlastungen des Aufsichtsrats für den gleichen Zeitraum. Auch hier gab es aufgrund von Neuwahlen im Geschäftsjahr 2019/20 insgesamt elf zu entlastende Mandatsträger. Fritz Fuchs (1.810 Ja-Stimmen/333 Nein-Stimmen), Rainer Keßler (2.027/144), Jürgen Kind (1.532/571), Dr. Markus Merk (1.998/168), Bruno Otter (1.672/331), Martin Wagner (1.751/376), Martin Weimer (2.035/106), Prof. Dr. Jörg. E. Wilhelm (1.225/869) und Paul Wüst (1.597/457) wurde die Entlastung erteilt, Patrick Banf (533/1.566) und Jochen Grotepaß (865/1.189) konnten dagegen keine Mehrheit für eine Entlastung auf sich vereinen.

Als nächster großer Punkt wartete ab ca. 23.00 Uhr die Wahl des neuen Aufsichtsrats auf die Mitglieder. Zunächst stellten sich die neun Bewerber in maximal fünfminutigen Redebeiträgen vor, ehe die FCK-Mitglieder die Chance hatten, Nachfragen an die Kandidaten zu stellen. Kurz nach Mitternacht wurde dann gewählt. Der kommende Aufsichtsrat wird demnach von folgenden fünf Mitgliedern gebildet:

Martin Weimer (1.871 Stimmen)
Rainer Keßler (1.845 Stimmen)
Bernhard Koblischeck (1.717 Stimmen)
Dr. Markus Merk (1.715 Stimmen)
Fritz Fuchs (1.066 Stimmen)

Als Nachrücker wurden folgende drei Bewerber gewählt:
Johannes B. Remy (762 Stimmen)
Valentin Helou (358 Stimmen)
Carsten Krick (209 Stimmen)

Anschließend wurde der Ehrenrat gewählt. Hier standen acht Bewerber für das Amt zur Verfügung, von denen fünf in das Gremium gewählt wurden:
Dr. Michael Koll (1.336 Stimmen)
Ottmar Frenger (1.238 Stimmen)
Sepp Stabel (1.011 Stimmen)
Günter Klingkowski (925 Stimmen)
Jürgen Kind (906 Stimmen)

Als Ersatzmitglieder stehen bereit:
Wolfgang Rotberg (611 Stimmen)
Hardy Höfli (590 Stimmen)
Peter Glöckner (533 Stimmen)

Als finale Wahl des Abends wurden die drei Rechnungsprüfer des 1. FC Kaiserslautern neu gewählt, da die drei bisherigen Amtsinhaber Günter Klingkowski, Fritz Kuby und Hartmut Emrich nicht mehr kandidierten. Gewählt wurden Stefan Jakobi (996 Stimmen), Joachim Buchmann (848 Stimmen) und Kurt Rieder (790 Stimmen). Als Ersatzmitglied wurde Thomas Maier (741 Stimmen) gewählt.

Um 0:41 Uhr wurde die Mitgliederversammlung vom Versammlungsleiter Rainer Keßler offiziell beendet und mit dem Betze-Lied beschlossen.

Update 00.16 Uhr: Der neue Aufsichtsrat des 1. FC Kaiserslautern steht fest. Martin Weimer, Rainer Keßler, Bernhard Koblischek, Markus Merk und Fritz Fuchs sind von den Mitgliedern in den Ausichtsrat des FCK gewählt worden. Drei davon werden in den Beirat der KGaA einziehen. Erster Nachrücker ist Johannes B. Remy.

Update 22.55 Uhr: Die ehemaligen Aufsichtsratsmitglieder Patrick Banf und Jochen Grotepaß des FCK-Aufsichtsrates der Saison 2019/20 wurden mit deutlicher Mehrheit nicht entlastet. Die restlichen Mitglieder des einstigen Aufsichtsrats wurden mit deutlichen Mehrheiten entlastet.

Update 22.40 Uhr: Sämtliche Mitglieder des FCK-Vorstandes der Saison 2019/20 wurden von entlastet.

Update 18.40 Uhr: Der Antrag auf Ausschluss des Bild-Redakteurs Ulrich Schauberger von der Mitgliederversammlung wurde mit überwältigender Mehrheit von mehr als 81 Prozent angenommen.

FCK. Am heutigen Freitag, 26. Februar, findet ab 18 Uhr die Mitgliederversammlung des 1. FC Kaiserslautern coronabedingt erstmals in digitaler Form statt. Aufsichtsrat und Vorstand des FCK e.V., hatten zwar lange Zeit versucht, die Jahreshauptversammlung 2020 in gewohnter Form als Präsenzveranstaltung durchzuführen, aber eine Versammlung mit mehreren hundert Mitgliedern ist in Zeiten des harten Lockdowns schlicht nicht durchführbar. Eine weitere Verschiebung bis in den Sommer wollten die Gremien aufgrund der  Wahlen zum Aufsichtsrat vermeiden. Deshalb entschied man sich beim FCK letztlich für die digitalen Variante.

Mit hohem technischem Aufwand soll dafür gesorgt werden, dass die virtuelle Veranstaltung möglichst nahe an der Präsenzform bleibt. Eine Kamera filmt das Podium, drei weitere stationäre Kameras fangen die Ereignisse der JHV ein. So werden auf Wortmeldungen, Nachfragen und entsprechende Abstimmungen bei Entlastungen und Wahlen möglich sein.

Wichtigster Tagesordnungspunkt ist zweifellos die wie immer mit Spannung erwartete Wahl zum Aufsichtsrat. Neun Kandidaten bewerben sich um die fünf Plätze im Rat. Neben den bisherigen Aufsichtsräten Markus Merk, Rainer Keßler, Martin Weimer und Fritz Fuchs haben sich auch Valentin Helou, Bernhard Koblischeck, Carsten Krick, Johannes B. Remy und Udo Zender für ein Mandat in diesem wichtigen Gremium beworben. rav

Autor:

Ralf Vester aus Kaiserslautern

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