In/um Kaiserslautern: NATÜRLICH-AKTIV für DemenzBetroffene in den ANFANGSPHASEN und für ihre Angehörigen in der HÄUSLICHEN Pflege
7. DENKWERKSTATT: EINE STUNDE

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Während die Corona-Krise uns noch immer zu Achtsamkeit und Abstand aufruft und zum Einhalten der Hygiene-Ettikette, hat der Frühling 2020 uns wieder mit bunten Farben überrascht und verlockt zu neuen Plänen (im Rahmen der Lockerungs-Optionen).

Die DENKWERKSTATT Online für die  chancenreichen und ressourcenstarken ANFANGSPHASEN der Demenz und für die Familien in der HÄUSLICHEN Pflege verabschiedet sich nun in die Sommerpause für aktiv-bewegt-engagierte Draußen-Zeiten mit abwechslungsreichem Training für Körper und Gehirn, und kommt dann im Winter 2020/21 wieder zurück.
Wir hoffen, die Anregungen der DENKWERKSTATT Online können auch Sie inspirieren!

Während der Diagnosestellung zu Demenz kann mit verschiedenen Verfahren präzise lokalisiert werden, welche Areale des Gehirns von Problemen betroffen sind  -  und man erkennt dabei gleichzeitig, welche Bereiche des Gehirns weiterhin voll funktionsfähig sind.

Diese Stärken können wir nutzen, sehr zum Vorteil der DemenzBetroffenen, besonders in ihren ANFANGSPHASEN - aber natürlich auch mit Auswirkungen auf lange Sicht!
Während der Diagnose-Stellung lokalisiert man, wo das Gehirn Schwächen hat -  DANACH fokussiert man sich am besten auf die vorhandenen STÄRKEN. Die kognitive Reserve und all die physischen Fähigkeiten. Und das systematisch.  Dabei können wir Familien erleben, dass das sowohl unseren Betroffenen viel Freude und Mut macht, als auch der ganzen Familie frischen Wind und Elan schenken kann.

Man sortiert sich einfach neu in Richtung der besten Möglichkeiten  (gerade so wie wir das heute alle tun müssen in Anpassung an die einschränkenden Corona-Vorgaben) in dem Wissen, dass voraussichtlich einige Jahre auf bestmöglichen Wegen zu gestalten sind.  Und man schaut sich um nach aufbauenden Weggefährten für die kommenden Jahre, und nach Optionen, Eigen-Engagement einbringen zu können.  Weil das stärkt.   Das geht!

Natürlich sind wir Familien mit DemenzBetroffenen bestrebt, die funktionsfähigen Teile des Gehirns zu erkennen, wertzuschätzen und zu erhalten, zu nutzen und zu trainieren. 
Dafür können wir HANDLUNGSRAHMEN schaffen, um die gerade in den ANFANGSPHASEN reichlich vorhandenen physischen und mentalen Kapazitäten zu aktivieren und vorteilhaft zu nutzen.

Dazu ist Kreativität in vollem Umfang gefragt!   Und dabei sind sowohl gemeinsam nutzbare Handlungsrahmen sinnvoll (wie z.B. Senioren-Sport oder offenes Singen  //  natürlich unter Einhalten der Hygiene- und Abstands-Regelungen), als auch individuelle Angebote je nach persönlichen Neigungen. Natürlich stets mit dem Ziel,  das Gehirn und seine funktionsfähigen, fabelhaften Fähigkeiten aktiv zu halten; und auch die körperliche Fitness zu fördern.
Eben, um die physische und kognitive Reserve zu nutzen und zu stärken.

Dabei läßt sich mit nur EINER STUNDE  in der Woche  schon sehr  viel erreichen ...
und das kann durchaus auch erweitert werden. WIE  und  WIESO?

Die PHYSISCHE und KOGNITIVE RESERVE NUTZEN !

1)  In diesem Sinne kann es sehr vorteilhaft sein, an erster Stelle für viel BEWEGUNG zu sorgen, weil das ein einfach-effektiver Weg ist. Kostenfrei, anregende, vielseitig, wirksam.  Dieser BASIC-Baustein empfiehlt sich grundlegend!
Das kann eine TV-Gymnastik sein oder ein Teilnehmen an einem kostenfreien Kurs im Freien bei  "DieBEWEGUNG.de", eine Rad-Tour, ein Lauftreff oder ein Ausflug ...  SIE setzen oder wählen den Handlungsrahmen ...  und SIE selbst ernten die Früchte!

2)  Wo wir für abwechslungsreiche BEGEGNUNGEN sorgen, erreichen wir die Gehirn-Aktivitäten auch in fördernder Weise: ob das Schwätzchen mit den Nachbarn, das Telefonat oder die Video-Konferenz mit den Kindern und Enkeln ... oder der Austausch auf einem Lauftreff ...  jede Begegnung fördert, aktiviert das Gehirn, erhält die Synapsen oder baut sogar neue dazu ...

3)  Vielleicht fordert es etwas Nachdenken und Kreativität und neue Wege:  aber der Handlungsrahmen "sinnvolle BESCHÄFTIGUNG"  ist der Mühe wert:  da kann sich sehr viel Sinn und Wert und Spaß ergeben. Hier kann viel Stärkung bezogen werden.
Und an dieser Stelle kann man auch darüber nachdenken, was Betroffene und ihr Familien an ENGAGEMENT einbringen wollen.
Ihre Gehirne danken es Ihnen !
Lassen Sie mich wissen, auf welche famosen Ideen Sie gemeinsam hier gekommen sind: 
E mail an  das-geht@gmx.de

VERGANGENHEIT - GEGENWART - ZUKUNFT

1)  RETROSPEKTIVE:  Rückschau
Biographie-Arbeit kann gerade in den ANFANGSPHASEN spannend sein: sich z.B. mit Bildern oder Zeitungs-Artikeln zu erinnern an die eigenen Wurzeln und all die spannenden Situationen und Erlebnisse, das eventuell auch mit passenden Youtube-Videos aus der Zeit zu untermauern  .. oder das spannende BUCH mit Fragen zum eigenen Leben (z.B.: Wo wurdest Du geboren? Wo gingst Du zur Grundschule? Wer waren Deine Freunde? ...), das sehr viel Raum zum Antworten und Reinschreiben läßt ...
Dies ist eine Anregung von Jochen von AAI/Berlin, der damit gerne und sehr intensiv arbeitet.!  Titel:   PAPA, ERZÄHL MAL! /
Auch in den Varianten MAMA, erzähl mal!  /  OMA, erzähl mal!  / OPA, erzähl mal!   (von Elma van VLIET). Sehr liebenswert!

Und sicher erleben wir alle, dass  "Album-Gucken"  immer wieder Freude macht! Weil Bilder uns in alte Situationen versetzen können: Feste und Feiern, Urlaub und besondere Erlebnisse  ... all das macht unsere Persönlichkeit aus, hat uns geprägt und macht uns stark!

2)  Gegenwart:  Präsenz zeigen!
Auch wenn die Rückschau ihren Stellenwert hat, uns Wurzeln gibt und Stärken geschenkt hat ... es ist die Gegenwart, die besonders zählt, die uns auffordert, aktiv zu sein, wach zu erleben, dabei zu sein .. Präsenz zu zeigen.

Das kann man besonders schön miterleben in dem kleinen Projekt (ausgestrahlt im TV)  "Wir sind klein und Ihr seid alt", wo sich für einige Wochen einige Senioren aus einem Heim regelmäßig getroffen haben mit einer kleinen Kindergarten-Gruppe  (Auffindbar bei  YouTube).
Für dieses Team wurden ausgeklügelte, abwechslungsreiche und spannende Erlebnisse zusammengestellt, damit sie viel Anlaß für Gespräche  und Austausch hatten. Respekt vor dieser Hintergrund-Arbeit!!  Die Kameraleute haben die Reaktionen bei Kindern und Senioren sehr einfühlsam sichtbar gemacht. 

Eingangsuntersuchungen von Ärzten und Psycholgen an den Senioren hielten die Ausgangsfähigkeiten fest (z.B. Beweglichkeits-Test, Hand-Druck-Messungen ...)  und checkten dieselben  Parameter nochmals am Ende:  erwartungsgemäß mit weitaus besseren Ergebnissen! Natürlich hatten Engagement, Mitmachen, viel Lachen, Freude an den Begegnungen mit den Kindern, die Anregungen aus den Ausflügen, Basteln und Eier-Laufen (also viel Bewegung!) ....  ihre Spuren nachhaltig hinterlassen: sowohl im Körper (mit verbesserter Beweglichkeit!) als auch in den Gehirnen mit wacherem Interesse, z.B. nun auch für die Mitbewohner.

An dieser Serie läßt sich allerhand lernen zum Thema "Handlungsrahmen gestalten!".
Und Kinder lehren uns Minute um Minute:  die GEGENWART zählt. JETZT können wir handeln und Spaß haben!

Und diese kleine Serie ist ein gutes Beispiel dafür, in welchen Richtungen wir Familien nach Handlungsrahmen oder Formaten suchen können für unsere ressourcenstarken Betroffenen in ihren chancenreichen ANFANGSPHASEN, die positiv und stärkend gestaltet werden können.
Am besten GEMEINSAM, weil das verstärkt wirkt!
Die Gegenwart abwechslungsreich zu gestalten vertreibt Sorgen und Grübelei - und bringt im TUN erfreuliche Ergebnisse. Sowohl in der Realität als auch für die Aktivitäten im Gehirn!

3) ZUKUNFT
Bei einem Gespräch mit einem 90-Jährigen erzählte der, wie sehr ihn und seine Altersgruppe die Filme der letzten Wochen zum 75. Jahrestag des Kriegsendes aufgewühlt hatten. Da wurden alte Erinnerungs-Wunden aufgerissen, und neue Fragen aufgeworfen: "Aber das hatte ich ja gar nicht gewußt!!!"  ...  
Auf meine Frage, was er sich denn für die Zukunft wünsche, meinte er lakonisch: "Ich habe keine Zukunft - ich schaue mir lieber an, wie die Vergangenheit war."
Das fand ich sehr traurig. Denn die Vergangenheit ist vorbei.  Ja, sie hat uns geprägt und kann stolz machen.
Aber die Gegenwart bedeutet unsere frei gestaltbare Realität JETZT .    Und Zukunft mit allen Hoffnungen und Wünschen ist ein starker Motor und häufig unsere Motivation zum Handeln in der Gegenwart.  Wir brauchen eine Balance zwischen den dreien!

Auch für Senioren sollten wir nach Zukunftsperspektiven suchen - und diese kultivieren! Sie sind es wert!
Und sie sind vorhanden, z. B. in Kindern und Enkeln, in kleinen Plänen und Wünschen ...  Das geht!
Und vielleicht braucht´s da ab und an mal ein Vorbild: z.B. die Geschichten von den BLUE ZONES und ihren Über-100-Jährigen, die so inspirierend sein können!  Wie auch immer man dazu stehen will ... sie sollten zu unseren Denk-Horizonten gehören!

Und hier macht es auch Sinn, über Eigen-Engagement  nachzudenken: weil wir uns damit für eine bessere Zukunft einsetzen können. Das ist ein natürlich-menschliches Bedürfnis:  you can make this world a better place!
Und da ist es durchaus möglich, sinnstiftende Handlunsgrahmen für die ANFANGSPHASEN zu finden!
Seien Sie kreativ und vernetzen Sie sich mit anderen Familien. Weil das wirkt!

Schon 1 Stunde in der Woche kann sehr viel bewirken. Weil die Erlebnisse "nachklingen" und unsere Gehirne aktivieren.
Und es ist natürlich denkbar und möglich, sich eine solche abwechslungsreiche Stunde öfter zu gönnen, in unterschiedliche Handlungsrahmen und mit wechselnden Familien - je nach Interessenlagen.
Wir können das kostenfrei nutzen - anbieten - umsetzen  - stetig neu erfinden - weitergeben - weiterentwickeln  ... und daran einfach teilnehmen ...
Seien Sie dabei, weil das wirkt!

Alle grundlegenden Dinge im Leben sind kostenfrei: die Luft, die wir atmen; die Erde, die uns trägt; die Sonne, die uns wärmt; der Regen, der Wachstum bringt; das Lächeln, das ein Herz erwärmt; eine freundlich helfende Hand; gute Ideen, die uns voranbringen; der Austausch mit Weggefährten  ...
mit kleinen systematischen Grundlagen
können wir Familien mit DemenzBetroffenen in den  ANFANGSPHASEN und in der HÄUSLICHEN Pflege einfach lernen und damit durch unser Tun viel Positives bewirken.
Bis bald!

WE ARE THE WORLD!  Dieser Refrain drückt etwas Ermutigendes aus:
"We are the World! We are the Children!  We are the ones to make a better day - so let´s start giving!..."

Wir haben es sicher in der Hand, die ANFANGSPHASEN bunt und vorteilhaft zu gestalten. Das geht!
Vermutlich für JAHRE! Deshalb ist systematisch organisierte  Unterstützung so relevant für die ANFANGSPHASEN!
Und da sind auch freundliche Nachbarn und Verwandte sowie gute Freunde große Geschenke auf dem Weg.

Nun sind wir gespannt auf die neuen Ergebnisse der NATIONALEN DEMENZ-STRATEGIE des Bundes / Berlin. Speziell auch zu den Anregungen für uns Familien in der HÄUSLICHEN Pflege (1 Million in der BRD!  PLUS jährlich 300.000 Neu-Diagnostizierte plus ihre verantwortlichen Familien ... !!) und in den chancenreichen und ressourcenstarken ANFANGSPHASEN, die wir fördernd gestalten wollen, wozu wir natürlich anregende Unterstützung erhoffen.

Sprechen Sie dazu ruhig bei Gelegenheit auch Ihre Bürgermeister und Verbandsbürgermeister an, Ihren Landrat oder OB, Ihre Senioren-Beiräte, Ihren zuständigen Landesbeauftragten oder Ihr MdL (Mitglied des Landtags)  und Ihr MdB (Mitglied des Bundestages) - denn immerhin sind wir 1 Million Familien in der BRD  in der HÄUSLICHEN Pflege, alleine schon bei Demenz!
( Und diese BASICS ließen sich durchaus auch mit weiteren DIagnosen sinnvoll nutzen (z. B. Krebs-Nachsorge ...)).

Fragen Sie einfach nach, was in Ihrer Gemeinde lokal direkt vor Ort oder in Ihrem Kreis für die ANFANGSPHASEN nutzbar sein könnte, und bitten Sie um eine kleine Liste: von geeignetem Senioren-Sport (der oft partiell über die Krankenkassen abgerechnet werden kann), offenem Singen, Lauftreffs, kleinen Ausflügen, Vernetzungs-Optionen für Familien mit Betroffenen, Wandern mit dem PfälzerWaldverein oder dem Deutschen WanderVerband, Kreativ-Stunden (z.B. Malen), Foto-Kurse ... gemeinsames Kochen..., wo Sie als DUO in den ANFANGSPHASEN teilnehmen können und willkommen sind. Das ist eine wesentliche Voraussetzung!
Die Politik kann und sollte hier vernetzende Unterstützung  organisieren  für die HÄUSLICHE Pflege  und die resssourcenstarken ANFANGSPHASEN  (was durchaus  machbar ist!).
Was aber tun zur bewußten Förderung während der chancenreichen ANFANGSPHASEN?

Seien Sie dabei auch einfach selbst wach für gute Optionen, vernetzen Sie sich mit lokalen Weggefährten
und bleiben Sie selbst kreativ für abwechslungsreiche Angebote!

Und Sie können unsere PETITION zeichnen:  PETITION

Die DENKWERKSTATT Online verabschiedet sich in die Sommerpause 2020 - wir machen im Winter 2020/21 weiter.
Es war eine interessante, neue Erfahrung für mich - und ich habe mich über Ihre Rückmeldungen gefreut! 
DANKE für´s Zuhören! Und viel Mut und gute Ideen zum Umsetzen! Das geht!

Wer an unseren Mini-Lauftreffs teilnehmen möchte:
einfach Email an:   das-geht@gmx.de

Herzlichen DANK für Ihre anregenden Emails!
Für Rückfragen stehe ich gerne per email zur Verfügung. 
Bleiben Sie aktiv - bewegt und engagiert!
Bis bald!
Elisabeth Weber / Angehörige / RLP.
Demenz-KANN-WARTEN
Email:  das-geht@gmx.de
Fotos:  Elisabeth Weber
PETITION

Und für weitere Inspirationen -
speziell für DemenzBetroffene in ihren ressourcenstarken ANFANGSPHASEN (durchaus auch bis Grad 3 !)
und für ihre Angehörigen in der HÄUSLICHEN Pflege, meist im DUO:

7. DENKWERKSTATT Online: "EINE STUNDE"   (hier)
6. DENKWERKSTATT: PRAGMATISCH (Fr 15. Mai 2020)  ..  6. DENKWERKSTATT
5. DENKWERKSTATT: EMPOWERMENT (Fr 8. Mai 2020) ..   5. DENKWERKSTATT
4. DENKWERKSTATT: WARUM? (Do 30. April 2020 .....   4. DENKWERKSTATT
3. DENKWERKSTATT: TRAINING (Fr 24. April 2020) .....  3. DENKWERKSTATT
2. DENKWERKSTATT: INPUT (Fr 17. April 2020) ............  2. DENKWERKSTATT
1. DENKWERKSTATT: DUOs  (Sa 11. April 2020) ...........  1. DENKWERKSTATT

LESETIPPS

KOOL STRIDE Sen:  hat jemand Erfahrungen mit diesem sportlichen 3-Rad-Buggy auch für Senioren  (KS-S  bis max. 70kg!) , leicht und einfach zusammenlegbar ... in der Nutzung als "Wander-Begleiter"  für den Notfall ...   oder einfach, um den Aktionsradius zu erweitern???  
Email:  das-geht@gmx.de    DANKE!

Autor:

ELISABETH WEBER aus Enkenbach-Alsenborn

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