1411 Kilometer auf dem Fahrrad: Kaiserslauterin sammelt 5000 Euro für Kinderhospizdienst
- Sarah Hertle legte in drei Wochen 1411 Kilometer mit dem Fahrrad zurück und sammelte dabei 5000 Euro für den guten Zweck
- Foto: Hertle/gratis
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Kaiserslautern. 1411 Kilometer auf dem Fahrrad, 122 Stunden im Sattel und 5000 Euro für den guten Zweck: Sarah Hertle aus Kaiserslautern hat ihre außergewöhnliche Stadtradeln-Aktion erfolgreich abgeschlossen. Drei Wochen lang verzichtete die 40-Jährige komplett auf ihr Auto und sammelte dabei Spenden für den ambulanten Kinder- und Jugendhospizdienst Rückenwind.
Mit einer Spendenübergabe beim Ehrenamtstag des Hospizvereins am Mittwoch, 24. Juni, hat Hertle ihre Stadtradeln-Aktion abgeschlossen. Von Mittwoch, 20. Juni, bis Dienstag, 9. Juni, verzichtete sie fast komplett auf das Auto. Lediglich an zwei Tagen legte sie den Weg zu der Familie, die sie im Rahmen ihres Ehrenamtes bei dem ambulanten Kinderhospizdienst begleitet, mit einer Kombination aus Zug und Fahrrad zurück.
Sarah Hertle übertrifft ihr selbst gestecktes Ziel deutlich
Insgesamt kamen so 1411 Kilometer zusammen und damit mehr als 1200 Kilometer, die sie sich als Zielmarke gesetzt hatte. Um sie zu erreichen, hat sie inklusive Pausen 122,4 Stunden auf dem Fahrrad gesessen – und zwar zusätzlich zu ihrem Vollzeitjob.
Hitze, Regen und Gegenwind machten die Tour zur Herausforderung
Dabei hatten es die drei Wochen in sich. "Temperaturen von über 30 Grad, heftige Regenschauer, bei denen ich mich teilweise mehrmals täglich komplett umziehen musste und teils kräftiger Gegenwind, der jeden Kilometer doppelt so anstrengend machte", lässt sie die Herausforderungen passieren.
Dazu gehört auch, dass ihr Wecker an Wochenenden und Feiertagen oft schon um 6 Uhr morgens geklingelt hat, damit sie möglichst viele Kilometer vor der größten Hitze zurückzulegen kann. Oder, dass sie ihre einstündige Mittagspause genutzt hat, um kräftig in die Pedale zu treten.
Besondere Momente und Begegnungen am Wegesrand
Trotz alldem hat sie auch viele schöne Momente erlebt. "Besonders in Erinnerung bleiben werden mir der große Zuspruch zu meiner Spendenaktion und die Wertschätzung für mein Ehrenamt beim ambulanten Kinderhospizdienst Rückenwind", erzählt sie. "Immer wieder haben mich Menschen unterwegs angesprochen, mir viel Erfolg gewünscht oder ihre Anerkennung ausgesprochen – das hat mich an vielen Tagen zusätzlich motiviert."
Genossen habe sie die Ruhe in der Natur, die frische Luft und die vielen schönen Eindrücke entlang des Lautertalradwegs. Die Besuche am Kneippbecken in Katzweiler an heißen Tagen, die blühenden Felder, die farbenfrohe Pflanzenwelt und die vielen Tiere, denen sie begegnet ist.
In Erinnerung werden ihr auch die vielen zufälligen Begegnungen und die interessanten Gespräche am Wegesrand bleiben. "Besonders gefreut hat mich auch das Kennenlernen meines Stadtradeln-Kollegen David. Wir haben uns auf Anhieb gut verstanden und die gemeinsame Tour nach Homburg und zurück war ein weiterer schöner Höhepunkt dieser drei Wochen."
Keine Pannen, aber Schmerzen in den Gelenken
Glücklicherweise sei sie von technischen Pannen verschont geblieben, aber Muskelkater sowie Schmerzen in Knien und Handgelenken gehörten dazu. "Sie konnten mich aber nicht davon abhalten, jeden Tag weiterzufahren."
Ihr Dank gilt allen, die diese Aktion in vielfältiger Weise unterstützt haben, ob durch Spenden, aufmunternde Worte oder durch ein nettes Gespräch unterwegs. Anerkennung zollt sie auch den Mitgliedern ihres Rückenwind-Express-Teams, die mit ihren eigenen gefahrenen Kilometern zum gemeinsamen Teamergebnis beigetragen haben. "Ohne diese großartige Unterstützung wäre dieses Ergebnis nicht möglich gewesen", betont sie.
Aufmerksamkeit für die Kinderhospizarbeit schaffen
Neben dem Sammeln von Spenden wollte sie auch Aufmerksamkeit für die Arbeit des ambulanten Kinderhospizdienstes Rückenwind erreichen. "Vielleicht konnte ich den einen oder anderen sogar dafür begeistern, selbst ein Ehrenamt in der Kinderhospizarbeit zu übernehmen, denn jede helfende Hand macht einen Unterschied", hofft sie.
Wird sie sich wieder für den guten Zweck auf den Fahrradsattel setzen? "In welcher Form ich eine Wiederholung plane, weiß ich aktuell noch nicht, ich mir aber sicher, dass es nicht meine letzte Spendenaktion gewesen ist und noch weitere folgen werden." lmo
Mehr Infos zu Sarah Hertle:
Autor:Monika Klein aus Kaiserslautern |
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