Nach Hitzewelle über 40 Grad: Becken in mehreren Freibädern im Kreis Kaiserslautern gesperrt
- Betroffen von den vorsorglichen Beckensperrungen sind mehrere Freibäder im Kreis Kaiserslautern (Symbolfoto)
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Freibäder Kreis Kaiserslautern. Die extreme Hitzewelle mit Temperaturen von teils über 40 Grad hat erstmals Auswirkungen auf mehrere Freibäder im Kreisgebiet. Bei Routinekontrollen wurden in einzelnen Becken von Bädern in Trippstadt, Mehlingen, Alsenborn und Rodenbach erhöhte Werte eines Bakteriums nachgewiesen. Das Gesundheitsamt ordnete daraufhin vorsorglich Sperrungen der betroffenen Becken an.
Hitzewelle sorgt für ungewöhnlich hohe Wassertemperaturen
Temperaturen von teilweise über 40 Grad sind bei der Hitzewelle Ende Juni erstmals innerhalb des Landkreises Kaiserslautern erreicht worden, teilt die Kreisverwaltung mit. Diese Hitze über mehrere Tage hinweg habe erstmalig zu so hohen Wassertemperaturen in Schwimmbecken geführt, dass für bestimmte krankmachende Keime optimale Bedingungen geherrscht haben.
- Die extreme Hitzewelle hat erstmals zu einer erhöhten Keimbelastung geführt
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In Kombination mit zahlreichen Badegästen habe dies sowohl in Natur- wie auch konventionellen Freibädern zu der Belastung mit dem sogenannten "Krankenhauskeim" (Pseudomonas aeruginosa) geführt. Die gesetzliche Vorgabe ist laut Kreisverwaltung, dass dieser Keim in Schwimmbädern nicht vorkommen darf.
Gesundheitsamt ordnet Vorsichtsmaßnahme an
Das Gesundheitsamt habe bei Routinekontrollen diese Verkeimung festgestellt und zusammen mit den Betreibern der Schwimmbäder reagiert. Betroffen von einzelnen Beckensperrungen sind die Bäder in Trippstadt, Mehlingen, Alsenborn und Rodenbach.
Das festgestellte Bakterium namens Pseudomonas aeruginosa findet sich überall in der Umwelt und kann so auch in Schwimm- und Badegewässer eingetragen werden. Für Menschen mit intaktem Immunsystem sei es weniger ansteckend als für Menschen, bei denen krankheitsbedingt das Immunsystem geschwächt oder unterdrückt ist, weist die Pressestelle hin.
Was das Bakterium Pseudomonas aeruginosa verursachen kann
Diverse Krankheiten wie beispielsweise Augen- über Ohrenentzündungen, Hautinfektionen und Lungenentzündungen können ausgelöst werden. Bisher seien keine Vorfälle gemeldet worden, dass der Besuch der betroffenen Schwimmbäder zu gesundheitlichen Problemen bei Badegästen geführt hat. Diese sollen bei Anzeichen einer Infektion ihren Hausarzt aufsuchen, rät die Kreisverwaltung.
Die Freigabe der betroffenen Becken sei abhängig von den Ergebnissen der weiteren Kontrolluntersuchungen durch das Gesundheitsamt, führt die Verwaltung weiter aus. Das Gesundheitsamt werde die Ergebnisse den Betreibern dann schnellstmöglich mitteilen.
Gesundheitsamt will künftig häufiger kontrollieren
Bei der Sperrung der Schwimmbecken handele es sich um eine Vorsichtsmaßnahme, die im Infektionsschutzgesetz verankert und vom zuständigen Gesundheitsamt anzuordnen ist, so die Verwaltung. Weder in der Häufigkeit noch in der Höhe der Keimbelastung waren bisher Fälle im Zuständigkeitsbereich des Gesundheitsamtes Kaiserslautern aufgetreten. Durch die neuen Gegebenheiten wird das Gesundheitsamt künftig häufiger kontrollieren, kündigt die Verwaltung an. red/lmo
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Autor:Monika Klein aus Kaiserslautern |
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