Waldbrand bei Bad Kreuznach: 140 Einsatzkräfte aus Kaiserslautern im Großeinsatz

Bei dem schweren Waldbrand bei Bad Kreuznach, der wegen Munition aus dem Zweiten Weltkrieg besonders schwierig zu bekämpfen ist, leistet das Team aus Kaiserslautern großartige Arbeit | Foto: Feuerwehr Kaiserslautern
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Kaiserslautern/ Bad Kreuznach. Mitten in der Nacht wurden Feuerwehr und Katastrophenschutz aus dem Leitstellenbereich Kaiserslautern am Morgen des 28. Juni zu einem Waldbrand bei Bad Kreuznach alarmiert. Der Einsatz entwickelte sich schnell zu einer anspruchsvollen Großlage – mit extremer Hitze, schwieriger Wasserversorgung und munitionsbelastetem Gelände.

Kurz vor 2 Uhr morgens am 28. Juni forderte das Lagezentrum Bevölkerungsschutz beim Landesamt für Brand- und Katastrophenschutz die überörtliche Hilfe aus Kaiserslautern an. Bis 8 Uhr sollte die Bereitschaft im Bereitstellungsraum bei Rüdesheim an der Nahe eintreffen, um dort andere Kräfte abzulösen.

Die Bereitschaft aus Kaiserslautern umfasst Einsatzkräfte aus den Landkreisen Kaiserslautern, Kusel, dem Donnersbergkreis sowie der Stadt Kaiserslautern. Insgesamt standen rund 140 Einsatzkräfte und etwa 30 Fahrzeuge bereit. Die Einheiten können bis zu 24 Stunden völlig autark arbeiten – inklusive eigener Verpflegung, Treibstoffversorgung und medizinischer Betreuung.

Einsatz unter schwierigen Bedingungen

Bereits gegen 4.30 Uhr machte sich das Vorauskommando auf den Weg in den Einsatzraum. Weitere Kräfte sammelten sich in Kirchheimbolanden und fuhren anschließend geschlossen weiter Richtung Bad Kreuznach. Vor Ort übernahm die Bereitschaft den Einsatzabschnitt „Wasserversorgung“. Schnell zeigte sich jedoch, wie dynamisch sich die Lage entwickelt hatte. Einsatzabschnitte mussten neu organisiert, erschöpfte Kräfte abgelöst und zusätzliche Wasserleitungen aufgebaut werden.

Besonders problematisch war die Munitionsbelastung im betroffenen Gebiet. Dadurch konnten manche Bereiche nicht mehr betreten werden. Der Fokus verlagerte sich deshalb auf das Anlegen von Schneisen und Wundstreifen durch die Forstbehörden. Feuerwehr und Katastrophenschutz sicherten diese Bereiche mit Kreisregnern ab und bekämpften immer wieder aufflammende Spotfeuer.

Wasserversorgung drohte zusammenzubrechen

Zeitweise war die Wasserversorgung aus Bad Kreuznach nahezu erschöpft. Erst durch das Aufstauen eines Baches und die Umstellung auf alternative Wasserquellen konnte die Versorgung stabilisiert werden. Große Unterstützung kam zudem von regionalen Unternehmen und Landwirten. Mit Tankfahrzeugen halfen sie im Pendelverkehr dabei, Wasser an die Einsatzstelle zu bringen.

Trotz auffrischender Winde und hoher Temperaturen gelang es den Einsatzkräften schließlich, den Brand innerhalb der eingerichteten Auffanglinie zu halten. Ein Teil der Kräfte konnte am Abend aus dem Einsatz entlassen werden, andere Einheiten blieben länger vor Ort und lösten sich eigenständig ab.

Für die Bereitschaft Kaiserslautern war es der erste große geschlossene Einsatz seit ihrer Gründung nach der Flutkatastrophe im Ahrtal. Der Einsatz zeigte, wie wichtig die überregionale Zusammenarbeit im Brand- und Katastrophenschutz geworden ist. [red]

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Autor:

Ralf Vester aus Kaiserslautern

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