Neueste Attraktion der Urlaubsregion Hauenstein
„Dimbacher Buntsandstein Höhenweg“ mit Lehr- und Lernpfad aufgewertet

von links: Jochen Krehbühl (Stiftung Natur und Umwelt), Ulrike Höfken (Landesministerin für Umwelt), Thomas Funck (Ortsbürgermeister Dimbach), Dr. Susanne Ganster (Landrätin Kreis Südwestpfalz), Prof. Dr. Henninger (Universität Kaiserslautern), Werner Kölsch (Bürgermeister Verbandsgemeinde Hauenstein)
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  • von links: Jochen Krehbühl (Stiftung Natur und Umwelt), Ulrike Höfken (Landesministerin für Umwelt), Thomas Funck (Ortsbürgermeister Dimbach), Dr. Susanne Ganster (Landrätin Kreis Südwestpfalz), Prof. Dr. Henninger (Universität Kaiserslautern), Werner Kölsch (Bürgermeister Verbandsgemeinde Hauenstein)
  • Foto: W. G. Stähle
  • hochgeladen von Werner G. Stähle

Dimbach (Verbandsgemeinde Hauenstein, Südwestpfalz). Letzten Sonntag (19. Mai 2019) hatte die Gemeinde Dimbach (Verbandsgemeinde Hauenstein) das stolze Vergnügen den neuesten „geologisch-naturschutz-fachlichen Lehr- und Lernpfad“ einzuweihen und zu feiern. Zur Eröffnung traf man sich vormittags zur geführten Wanderung am Parkplatz an dem der „Dimbacher Buntsandstein Höhenweg“ beginnt und auch wieder endet. Nicht nur der Wanderweg gilt als Herausforderung, auch das regnerische Wetter an diesem Sonntagmorgen verlangte eine gewisse Kondition. Als dann am Nachmittag der Lehr- und Lernpfad vor dem Dimbacher Dorfgemeinschaftshaus gefeiert werden konnte, war das Wetter trocken und die Verpflegung gut.

Mit sichtlicher Freude eröffnete Dimbachs Ortsbürgermeister Thomas Funck die Runde der Festrednerinnen und -redner, begrüßte die Ehrengäste und alle die in seine „kleine aber durchaus sehenswerte Heimatgemeinde mit nicht einmal 200 Einwohnern“ gekommen waren.
   Auch für ihn sei die erste den Lehrpfad vorbereitende Begehung auf dem „Dimbacher Buntsandstein Höhenweg“ vor knapp einem Jahr zusammen mit Uwe Reck von der Technischen Universität Kaiserslautern ein bleibendes Erlebnis gewesen. Jedem wolle er ans Herz legen diese Strecke abzuwandern.
   Angefangen habe die „Erfolgsgeschichte“ dieses Rundweges vor fast 50 Jahren, erzählte Bürgermeister Funck. Damals hätten Mitglieder des Gemischten Chores Dimbach „in unzähligen ehrenamtlichen Arbeitsstunden ein weitläufiges Wanderwegenetz im Dimbacher Tal angelegt“. Mit „eines dieser Urgesteine ist anwesend“ stellte er den heute 82-jährigen Herbert Seibert vor. Seitdem würde das Wegenetz von Mitgliedern dieses Chores liebevoll gepflegt. Im Jahr 2013 sei daraus der „Dimbacher Buntsandstein Höhenweg“ hervorgegangen.
   Besonders freue er sich, dass auch die Jugend des Ortes Ihren Beitrag zum Fortbestand dieses Erfolges beisteuere. So seien 2018 von Jugendlichen zwei neue Rastplätze geschaffen worden und diese hätten 2019 mitgeholfen auf dem höchsten Punkt der Strecke eine „Mitmach-Pyramide“ zu errichten. Da man diese drei Punkte nur Fuß erreichen könne und dazu „einige Höhenmeter zu bewältigen“ seien, könne nur erahnt werden, welche Anstrengungen von diesen Zwölf- bis Sechzehnjährigen in Kauf genommen worden wären. Sie hätten das Werkzeug selbst hochgetragen und oben vor Ort das Baumaterial selbst hergestellt, betonte Thomas Funck anerkennend.
   Auch das „Team Landesforsten“ vom Forstamt Hinterweidenthal habe beim „Projekt Rastplätze“ tatkräftig unterstützt.
   Natürlich wolle er sich bei der Verbandsgemeinde bedanken, die diesen Lehrpfad unterstützt und umgesetzt habe. Vor allem danke er sämtlichen ehrenamtlichen Helfern, die immer wieder ihre Freizeit opferten, was in der heutigen Zeit nicht selbstverständlich sei, betonte Bürgermeister Funck und zeigte sich überzeugt: „Unser Dimbacher Buntsandstein Höhenweg ist nochmals ein großes Stück attraktiver geworden.“

Wohl die Gelegenheit nutzend gab Thomas Funck noch einen „kleinen Hinweis auf unser nächstes Vorhaben“. Bereits 2018 hätte der Landkreis, namentlich Landrätin Doktor Ganster, Dimbach beim Wettbewerb „Familienfreundliche Gemeinde“ ausgezeichnet, „da wir aus der Not eine Tugend gemacht haben.“ Jeder packe mit an und so würden Projekte realisiert, die anders nicht zu stemmen wären. Mit den Einnahmen der heutigen Festveranstaltung wolle man eine neue Küche im Gemeindehaus finanzieren, nachdem die derzeitige stark in die Jahre gekommen sei. (siehe Bild)

Dann wünsche Dimbachs Bürgermeister allen Gästen gesellige Stunden mit guten Gesprächen und übergab das Wort an Ministerin Ulrike Höfken.

Einleitend begrüßte dann Frau Ulrike Höfken, Staatsministerin für Umwelt, Energie, Ernährung und Forsten des Landes, die Gäste von Ihrer Seite und tröstete diejenigen, die am frühen Vormittag bei der Eröffnungswanderung nass geworden waren mit: „Der Regen ist gut für den Wald“. Der Dimbacher „Buntsandsteinweg“ sei gut angenommen worden, berichtete sie und nun habe die Stiftung Natur und Umwelt diesen mit dem neuen geologisch-naturschutzkundlichen Lehrpfad bereichert. Dieses Projekt sei entstanden durch eine Kooperation der Universität Kaiserslautern mit der Verbandsgemeinde Hauenstein.
   Der Lehrpfad, eingebettet in Landschaft und Natur des Pfälzerwaldes, greife auch den Naturschutz auf. Wie der neueste UN-Bericht zeige, müsse man etwas tun zum Erhalt der Schätze von Natur und Landschaft und dies werde hier aufgegriffen. Auch lasse sich dieser Lehrpfad hervorragend einbinden in andere Initiativen wie „Sternenpfade“.

Dann übernahm Frau Doktor Susanne Ganster, Landrätin des Kreises Südwestpfalz, und betonte, hier sei ein wichtiger Baustein für diese Ferienregion dazugekommen. Bürgerinnen und Bürger könnten so Natur und Landschaft besser erleben. Sie selbst neige dazu ohne Handy zu wandern, aber sie wisse, der Dimbacher Höhenweg sei 30.000 mal angeklickt worden, und einige hätten die Karte ausgedruckt. Das bedeute, dass viele unsere Natur zu schätzen wüssten.
   Landrätin Dr. Ganster dankte „allen die dazu beigetragen haben“. Motor seien Ortsbürgermeister Funck und Manfred Seibel (Beigeordneter VG Hauenstein) gewesen, wusste sie zu berichten. Frau Höfken und sie würden sich in letzter Zeit häufig bei solchen Gelegenheiten treffen und dies „zeigt die entsprechende Entwicklung in unserem Landkreis“.
   Sie werde den Dimbacher Buntsandstein Höhenweg wandern, kündigte sie abschließend an.

Als nächster Redner hob Professor Doktor Henninger (Universität Kaiserslautern) hervor, dass man durch den neunen Lehrpfad Zusatzinformationen bekäme, die sonst verloren gehen könnten. Weil Wanderer die Naturdenkmäler wahrnehmen wollten, habe man die Schilder bewusst klein gehalten. Dank dem Internet könne man zusätzliche Informationen mittels „QR-Code“ bieten und die Universität habe eigens für den Dimbacher Höhenweg eine Homepage entwickelt.
   Vor fünfzig Jahren habe der Dimbacher Chor angefangen, vor drei Jahren sei das Prädikat „Premiumwanderweg“ verliehen worden und jetzt sei man bei 84 Punkten (auf der Werteskala) angelangt. Das werde dem „Deutschen Wanderinstitut“ (verleiht Prädikate und Punkte) sicherlich gefallen, mutmaßte Professor Doktor Henninger. „Der Name der Tour ist Programm - Schmale Pfade, einzigartige Felsformationen - sie sollten das ‚Deutsche Wanderinstitut’ hierher einladen, weil hier die Natur besser respektiert wird als anderswo.“, empfahl er und lobte die Naturnähe dieses Rundweges.

„Wir haben uns auf den heutigen Tag sehr gefreut“, begann Werner Kölsch, Bürgermeister der Verbandsgemeinde Hauenstein, seinen Beitrag und hieß alle „willkommen in der Urlaubsregion Hauenstein und Pfälzerwald“. Mit dem Lehrpfad sei einer von sieben Premiumwanderwegen dieser Urlaubsregion aufgewertet worden.
   Die Idee, einen Lehrpfad einzurichten sei von seinem 3. Beigeordneten Manfred Seibel gekommen. Darauf wäre Kontakt mit Herrn Professor Henninger aufgenommen worden, der darauf mit seiner Lehreinheit und Beteiligung aus der Verbandsgemeinde den „Dimbacher Buntsandstein Höhenweg“ begangen habe. In der Folge seien vier Module entwickelt worden. Es habe dann gegolten das Projekt „politisch umzusetzen“. 2017 habe sich der Verbandsgemeinderat damit befasst, dann sei ein Förderantrag sei gestellt worden an die Stiftung Natur und Umwelt und schließlich habe man sich geeinigt, dass diese Stiftung die Trägerschaft übernehme.
   Hier sei eine Natursport-Region die Wandern, Biken und Klettern ermögliche und gleichzeitig eine Naturschutz-Region. Manche Felsen seien ausgespart worden. Man wolle den Besuchern vermitteln die Natur zu nützen und gleichzeitig zu schützen. Auch Wein und Wandern könne man verbinden. Mit „es liegt uns am Herzen, die gesamte Region Pfalz unseren Gästen näher zu bringen“, leitete Bürgermeister Kölsch über zum geselligen Teil.

Bei der Bewirtung fielen die schon von Dimbachs Bürgermeister eingangs gewürdigten Jugendlichen des Ortes angenehm auf, die mittels Flammkuchenöfen sowie am Getränkestand einen großen Teil der Arbeit abwickelten. Von mittleren Jahrgängen wurden über einem Holzfeuer leckere Wildschweinwürste zubereitet, aus eigener Jagd. Das Wildschwein habe er persönlich gekannt, bestätigte Grillmeister Julian Bluhm auf Nachfrage.

Im geselligen Gespräch mit dem TRIFELS KURIER freute sich Ortsbürgermeister Funck vom touristischen Aufschwung seiner kleinen Gemeinde berichten zu können: Zwei hervorragende Ferienwohnungen habe man mittlerweile anzubieten sowie seit 2016 wieder Gastronomie.

Dimbach liegt sehr reizvoll eingebettet im Talkessel zu Füßen des Buntsandstein Höhenweges nicht weit entfernt von der Ruine Lindelbrunn und macht einen gepflegten Eindruck. (siehe Fotos).
Der 9,8 km lange Rundwanderweg „Dimbacher Buntsandstein Höhenweg“ gilt angesichts seines „abwechslungsreichen“ Höhenprofils als konditionelle Herausforderung. Als Gegenleistung bekommen Wanderfreunde einzigartige Natur und Landschaft geboten, nebst einigen reizvollen Aussichtspunkten. Sowohl diese als auch die zwölf neuen Infotafeln ermöglichen taktisch gewieften Gruppenwanderern getarnte Schnaufpausen einzulegen.

Information: Näheres und aktuelles ist zu erfahren bei den fachkundigen und freundlichen Damen des „Tourist-Info-Zentrum Pfälzerwald“, 76846 Hauenstein, Schuhmeile 1, Telefon: 06392/923.338-0, E-Mail: Tourismus@Hauenstein.rlp.de sowie über das Internet unter www.Urlaubsregion-Hauenstein.de

Autor:

Werner G. Stähle aus Hauenstein

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