Corona im Landkreis Germersheim * Update 19. Februar * Statement des Landrats
Inzidenz steigt auf 108,5 - Schulöffnung steht auf der Kippe

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Landkreis Germersheim.  Wie die Kreisverwaltung am Freitag, 19. Februar, bekannt gibt, gibt es aktuell im Landkreis Germersheim 265 bestätigte positive Corona-Fälle. Die Gesamtzahl der Infektionen beläuft sich demnach auf 3.360 (plus 29) seit Beginn der Pandemie. Bereits wieder genesen oder virenfrei getestet sind 2.997 (plus 4) Menschen, an oder mit Covid-19 verstorben 98 (plus/minus 0). Hospitalisiert sind derzeit 176 (plus 1) Erkrankte.
Bekannte Fälle, bei denen aufgrund der Ergebnisse einer Teilsequenzierung des Genoms oder eines Screening-Verfahrens der Verdacht auf eine Infektion mit einer SARS-CoV-2-Variante (Mutation) besteht: 36 (minus 2). Die vom Land Rheinland-Pfalz errechnete 7-Tage-Inzidenz (neue Coronafälle, pro sieben Tage, pro 100.000 Einwohner) steigt am Freitag weiter auf 108,5.

Neu betroffene Einrichtungen:
Kath. Kita St. Laurentius in Büchelberg: Eine Person wurde positiv getestet. Eine Gruppe ist in Quarantäne.
Verteilung der aktuell bekannten Corona-Infektionen
VG Hagenbach: 8 (minus 1)
Wörth: 41 (plus 10)
VG Kandel: 31 (plus 1)
VG Jockgrim: 34 (plus/minus 0)
VG Rülzheim: 26 (plus 2)
VG Bellheim: 30 (plus 2)
Germersheim und Sondernheim: 65 (plus 9)
VG Lingenfeld: 30 (plus 2)
Die tagesaktuellen Corona-Fallzahlen für den Landkreis Germersheim

Corona-Statistik im Landkreis Germersheim am 19.2.2021
  • Corona-Statistik im Landkreis Germersheim am 19.2.2021
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Stellungnahme des Landrats zu den steigenden Infektionszahlen

„Derzeit befindet sich der Landkreis Germersheim epidemiologisch in einem kritischen Zustand. Die strukturellen Gegebenheiten machen uns leider anfällig für diese Entwicklungen. Aus diesem Grund haben wir das Land darum gebeten, die Präsenzpflicht an unseren Schulen im Kreis zu überdenken und darüber hinaus weitere Maßnahmen, wie Impfangebote für Lehrkräfte sowie Erzieherinnen und Erzieher, in Betracht zu ziehen.“ Landrat Dr. Fritz Brechtel zeigt sich besorgt darüber, dass die Corona-Neuinfektionen in den letzten Tagen sprunghaft angestiegen sind. Derzeit liegt die 7-Tages-Inzidenz bei 106 pro 100.000 Einwohner und damit auf dem doppelten Niveau wie der Landesdurchschnitt. Brechtel hatte sich mit diesem Anliegen bereits am Donnerstagabend an das dafür zuständige Ministerium gewandt. Er appelliert, noch im Laufe des Tages darüber zu entscheiden, welche Maßnahmen getroffen werden sollen.

Werden die Schulen doch nicht geöffnet?

Für ihn stellt sich die Frage, ob es in dieser Lage tatsächlich sinnvoll ist am Montag die Grundschulen im Kreis wieder zu öffnen – oder zumindest die Präsenzpflicht auszusetzen: „Wir haben mündige Eltern, die in dieser Situation selbst entscheiden sollten, wie dringend es ist, die eigenen Kinder wieder in die Schule zu schicken. Oder ob sie es individuell vorziehen diese noch für ein paar Tage im Online-Unterricht zu belassen, bis mehr Klarheit über die derzeitige Entwicklung der Fallzahlen besteht. Selbstverständlich habe ich auch Verständnis für alle Eltern, die sich um möglicherweise negative Auswirkungen sorgen, die mit der langen Auszeit der Schulen einhergehen. Wie auch immer - die Entscheidung sollte den Eltern überlassen bleiben.“ Außerdem sollte nach Ansicht des Landrates geprüft werden, ob nicht den Lehrkräften sowie den Erzieherinnen und Erziehern im Landkreis rasch ein Impfangebot unterbreitet werden sollte, um sie besser zu schützen.

Aus Sicht des Germersheimer Gesundheitsamtes spielen mehrere Faktoren für den sprunghaften Anstieg eine Rolle. Hierzu Landrat Brechtel: „Wir haben als einer der ersten Landkreise leider Corona-Mutationen des britischen, südafrikanischen und brasilianischen Typs identifiziert. Der Anteil dieser besonders ansteckenden Varianten liegt bei den Neuinfektionen bei etwa 25 Prozent. Allein in den letzten Tagen gab es in zwei Grundschulen sowie einer Realschule vier Ausbrüche und in sechs Kitas insgesamt zwölf Ausbrüche - obwohl die Einrichtungen nur im Notbetrieb gelaufen sind.“
Zu beachten ist dabei, dass in einer Kita vier von sechs Inzidenzen von einer Mutationsvariante betroffen sind. Daraus ist zu schließen, dass die Mutationsvariante eine deutlich höhere Infektionsgefahr aufweist. Bei den Ermittlungen fiel besonders ins Auge, dass die Inkubationszeit deutlich über der Dauer von fünf Tagen lag. Die Gefahr besteht nun darin, dass Kindergarten- oder Schulkinder kaum Symptome zeigen und bei einer Infektion viele Personen lange Zeit unbemerkt anstecken können. Landrat Brechtel ergänzt: „Unser Gesundheitsamt arbeitet sehr intensiv und ermittelt vorbildlich. Die derzeitigen Ermittlungsvorgaben des RKI tragen den langen Inkubationszeiten der Mutationen allerdings nicht ausreichend Rechnung, so dass sich die Ermittlungsarbeit bei uns auf ausgedehntere Zeiten bezieht und damit die Belastung des Gesundheitsamtes deutlich erhöht wird.“
Als weitere Gründe für den sprunghaften Anstieg nennt das Gesundheitsamt in Germersheim eine erhöhte Reisetätigkeit von Menschen, die aus Risikogebieten in den Landkreis kommen. Außerdem wurden in Sammelunterkünften von Arbeitern, die innerhalb des Landkreises liegen, jedoch bei Instandsetzungsarbeiten eines Unternehmens in Baden-Württemberg eingesetzt sind, in diesen Tagen 14 Fälle gezählt wurden.
„Wir haben die Sorge, dass der Anstieg weiter dynamisch voranschreitet. Deshalb habe ich mich bereits am Donnerstag an die Landesregierung gewandt, und um dringende Entscheidung gebeten, welche Maßnahmen zu treffen sind“, so Landrat Brechtel abschließend.
Update zur Öffnung der Schulen am Montag:

Präsenzpflicht an Grund- und Förderschulen bleibt aufgehoben
Ab sofort Terminregistrierung für Ärzte, Zahnärzte und Praxispersonal

Update 18. Februar: Am Donnerstag, 18. Februar, meldet die Kreisverwaltung 240 bestätigte positive Corona-Fälle im Landkreis Germersheim. Damit beläuft sich die Zahl der Infektionen seit Beginn der Pandemie auf  3.331 (plus 26). Bereits wieder gesundet oder virenfrei getestet sind am Donnerstag 2.993 (plus 13) Menschen, an oder mit dem Coronavirus verstorben sind 98 (plus/minus 0) Personen. Hospitalisiert sind derzeit 175 Erkrankte.
Bekannte Fälle, bei denen aufgrund der Ergebnisse einer Teilsequenzierung des Genoms oder eines Screening-Verfahrens der Verdacht auf eine Infektion mit einer SARS-CoV-2-Variante (Mutation) besteht: 38 (plus/minus 0). Die vom Land Rheinland-Pfalz errechnete 7-Tage-Inzidenz (neue Coronafälle, pro sieben Tage, pro 100.000 Einwohner) steigt am Donnerstag weiter auf 106,2.

Verteilung der aktuell bekannten Corona-Infektionen
VG Hagenbach: 9 (plus 2)
Wörth: 31 (plus 3)
VG Kandel: 30 (plus 5)
VG Jockgrim: 34 (minus 4)
VG Rülzheim: 24 (plus 1)
VG Bellheim: 28 (plus 3)
Germersheim und Sondernheim: 56 (plus 2)
VG Lingenfeld: 28 (plus 1)
Die tagesaktuellen Corona-Fallzahlen für den Landkreis Germersheim

Corona-Statistik im Landkreis Germersheim am 18. Februar 2021
  • Corona-Statistik im Landkreis Germersheim am 18. Februar 2021
  • Foto: Kreisverwaltung Germersheim
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„Menschen brauchen Signal“
Corona-Pandemie wirkt sich auf die Polizei-Statistik aus

Update 17. Februar: Aktuell gibt es im Landkreis Germersheim 227 bestätigte positive Corona-Fälle, das vermeldet die Kreisverwaltung am Mittwoch, 17. Februar. Die Gesamtzahl aller bekannten Infektionen seit Beginn der Pandemie beläuft sich auf 3.305 (plus 36). Bereits wieder gesundet oder virenfrei getestet sind am Mittwoch 2.980 (plus 10) Menschen, an oder mit dem Coronavirus verstorben sind 98 (plus/minus 0). 

Folgende Einrichtungen sind betroffen: In der katholischen Kita St. Josef in Zeiskam wurden zwei weitere Personen positiv getestet. Vorsorglich bleibt die Einrichtung bis mindestens 22. Februar geschlossen. Jeweils eine Person wurde im Friedenskindergarten in Wörth und in der Kita Löwenzahn in Westheim positiv getestet. Im katholischen Kindergarten St. Georg in Hördt sind zwei Gruppen in Quarantäne, weil auch hier zwei Personen positiv getestet wurden.

Bekannte Fälle, bei denen aufgrund der Ergebnisse einer Teilsequenzierung des Genoms oder eines Screening-Verfahrens der Verdacht auf eine Infektion mit einer SARS-CoV-2-Variante (Mutation) besteht: 38 (plus 2). Die vom Land Rheinland-Pfalz errechnete 7-Tage-Inzidenz (neue Coronafälle, pro sieben Tage, pro 100.000 Einwohner) steigt am Mittwoch weiter auf 93,8.

Verteilung der aktuell bekannten Corona-Infektionen
VG Hagenbach: 7 (plus 2)
Wörth: 28 (plus 3)
VG Kandel: 25 (plus 4)
VG Jockgrim: 38 (plus 1)
VG Rülzheim: 23 (plus 8)
VG Bellheim: 25 (plus 3)
Germersheim und Sondernheim: 54 (plus 5)
VG Lingenfeld: 27 (plus/minus 0)

Die Fallzahlen im Landkreis Germersheim vom Mittwoch, 17. Februar 2021
  • Die Fallzahlen im Landkreis Germersheim vom Mittwoch, 17. Februar 2021
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Update 16. Februar: Aktuell gibt es im Landkreis Germersheim 201 bestätigte positive Corona-Fälle, das vermeldet die Kreisverwaltung am Dienstag, 16. Februar. Die Gesamtzahl aller bekannten Infektionen seit Beginn der Pandemie beläuft sich auf 3.269 (plus 27). Bereits wieder gesundet oder virenfrei getestet sind am Dienstag 2.970 (plus 25) Menschen, an oder mit dem Coronavirus verstorben sind 98 (plus 2). Nach Angaben der Kreisverwaltung handelt es sich bei den Verstorbenen um zwei Patienten aus Germersheim. Hospitalisiert sind derzeit 172 (plus 5) Patienten.
Bekannte Fälle, bei denen aufgrund der Ergebnisse einer Teilsequenzierung des Genoms oder eines Screening-Verfahrens der Verdacht auf eine Infektion mit einer SARS-CoV-2-Variante (Mutation) besteht: 36 (plus 1)
Die vom Land Rheinland-Pfalz errechnete 7-Tage-Inzidenz (neue Coronafälle, pro sieben Tage, pro 100.000 Einwohner) steigt am Dienstag weiter auf 79,8.

Verteilung der aktuell bekannten Corona-Infektionen
VG Hagenbach: 5 (plus 1)
Wörth: 25 (plus/minus 0)
VG Kandel: 21 (plus 2)
VG Jockgrim: 37 (minus 5)
VG Rülzheim: 15 (minus 2)
VG Bellheim: 22 (plus/minus 0)
Germersheim und Sondernheim: 49 (plus 1)
VG Lingenfeld: 27 (plus 3)
Die tagesaktuellen Corona-Fallzahlen für den Landkreis Germersheim

Corona-Statistik Landkreis Germersheim 16.2.2021
  • Corona-Statistik Landkreis Germersheim 16.2.2021
  • Foto: Kreisverwaltung Germersheim
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Hördter Auwaldlauf fällt aus
Für Januar und Februar

Update 15. Februar: Nach Angaben der Kreisverwaltung gibt es am Montag, 15. Februar, im Landkreis Germersheim 201 bestätigte positive Corona-Fälle. Damit beläuft sich die Gesamtzahl der Infektionen seit Beginn der Pandemie auf 3.242 (plus 28 seit Freitag). Bereits wieder genesen oder virenfrei getestet sind am Montag 2.945 (plus 9) Personen, an oder mit dem Coronavirus verstorben sind 96 (plus 1). Nach Angaben der Kreisverwaltung ist übers Wochenende eine weiterer Patient aus Lingenfeld an/mit Covid-19 gestorben. Hospitalisiert sind derzeit 167 Patienten.

Bekannte Fälle, bei denen aufgrund der Ergebnisse einer Teilsequenzierung des Genoms oder eines Screening-Verfahrens der Verdacht auf eine Infektion mit einer SARS-CoV-2-Variante (Mutation) besteht: 35

Die vom Land Rheinland-Pfalz errechnete 7-Tage-Inzidenz (neue Coronafälle, pro sieben Tage, pro 100.000 Einwohner) lag am 15. Februar bei 73,6.

Infos zu betroffenen Einrichtungen:
Grundschule Schwegenheim: Es gibt einen positiven Fall. Die Kontaktpersonen sind in Quarantäne.
Verteilung der aktuell bekannten Corona-Infektionen
VG Hagenbach: 4 (plus/minus 0)
Wörth: 25 (plus 2)
VG Kandel: 19 (plus 2)
VG Jockgrim: 42 (plus 1)
VG Rülzheim: 17 (plus/minus 0)
VG Bellheim: 22 (plus 3)
Germersheim und Sondernheim: 48 (plus 8)
VG Lingenfeld: 24 (plus 2)

Corona-Zahlen für den Landkreis Germersheim am 15. Februar 2021
  • Corona-Zahlen für den Landkreis Germersheim am 15. Februar 2021
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Autor:

Heike Schwitalla aus Germersheim

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