Zehn Stunden Arbeit täglich und trotzdem kaum Gewinn: Weingüter in der Krise

Viele Winzer arbeiten viel - Weinberg am Kappelberg in Württemberg. (Symbolbild) | Foto: Christoph Schmidt/dpa
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Rheinland-Pfalz. Viele Winzer arbeiten sechs bis sieben Tage pro Woche und verdienen dennoch oft weniger als ihre eigenen Beschäftigten. Grund sind sinkender Weinkonsum und gleichzeitig steigende Kosten im Weinbau.

Nach Einschätzung von Branchenvertretern lässt sich der Preisdruck derzeit kaum ausgleichen. Peter Seyffardt, Präsident des Rheingauer Weinbauverbandes, beschreibt einen gesättigten Markt mit hohem Angebot. „Preissteigerungen lassen sich nur schwerlich oder gar nicht durchsetzen.“ Für viele Betriebe bedeute das einen hohen Kostendruck.

Hoher persönlicher Einsatz in vielen Betrieben

Nach Angaben des Verbandes gleichen zahlreiche Winzer die wirtschaftliche Lage durch persönlichen Einsatz aus. Häufig werde sechs bis sieben Tage in der Woche gearbeitet. Arbeitstage von zehn bis zwölf Stunden seien in vielen Familienbetrieben keine Seltenheit.

Dabei komme es vor, dass sich Winzer selbst einen geringeren Stundenlohn auszahlen als ihren Mitarbeitern. Die wirtschaftliche Situation sei jedoch sehr unterschiedlich.

Große Unterschiede bei Einkommen

Die Spannweite reicht laut Branche von kleinen Familienweingütern bis zu international bekannten Spitzenbetrieben. Entsprechend stark unterscheiden sich auch die Einkommen.

Zum Vergleich nennt der Entgeltatlas der Bundesagentur für Arbeit ein mittleres monatliches Vollzeit Bruttoentgelt von 2895 Euro für Deutschland. Viele Winzer liegen nach Einschätzung von Branchenvertretern darunter oder gleichen schwächere Jahre nur durch besonders hohen Arbeitseinsatz aus. dpa/red

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Cornelia Bauer aus Speyer

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