Wegen Blumenkübeln? Herrenknecht bringt Umzug von Unternehmensteilen ins Spiel
- Martin Herrenknecht droht der Gemeinde Schwanau. (Archivbild)
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Schwanau. In der Ortenau sorgt ein Streit um Blumenkübel erneut für Unruhe am Wirtschaftsstandort. Unternehmer Martin Herrenknecht stellt wegen der Auseinandersetzung mit der Gemeinde sogar eine Verlagerung von Teilen seines Unternehmens in Aussicht.
Der 83 Jahre alte Gründer der Herrenknecht AG erklärte laut „Badischer Zeitung“, dass er die Kübel diesmal nicht eigenmächtig entfernen lassen werde. Stattdessen kritisierte er die Gemeindeverwaltung deutlich. „Ich werde die Kübel kein zweites Mal wegschaffen lassen. Stattdessen frage ich: Haben Sie in der Gemeindeverwaltung wirklich nichts Wichtigeres zu tun?“
Konflikt um Verkehr und Sicherheit
Der Streit hatte bereits im vergangenen Jahr für Schlagzeilen gesorgt. Rund 20 große Blumenkübel waren auf Durchgangsstraßen in Richtung des Werksgeländes der Herrenknecht AG aufgestellt worden.
Ein Teil der Kübel wurde damals auf Veranlassung des Unternehmers entfernt. Begründung war laut Unternehmen eine mögliche Gefahr für Beschäftigte auf dem Weg zur Arbeit. Später brachte die Firma die Kübel wieder zur Gemeinde zurück.
Nach Darstellung des Landratsamts sollten die Elemente der Verkehrsberuhigung dienen. Die Möblierung der Straße solle das Straßenbild strukturieren und das Tempo senken. Ob und wann erneut Kübel aufgestellt werden, entscheidet die Gemeinde.
Unternehmer kritisiert Verwaltung
Herrenknecht wirft der Kommune vor, sich stärker mit wirtschaftlicher Entwicklung und guten Rahmenbedingungen befassen zu müssen. Stattdessen sei ein „völlig realitätsfernes Behörden-Theater“ entstanden.
Nach seinen Worten seien die massiven Holzkübel im Oktober aufgestellt worden. In der dunklen Jahreszeit seien sie kaum sichtbar gewesen. Zudem habe es keine ausreichende Abstimmung mit der Polizei gegeben.
Teile des Geschäfts könnten verlagert werden
Der Unternehmer erwägt nach eigenen Angaben, bestimmte Bereiche seines Unternehmens aus dem Ortsteil Allmannsweier zu verlagern. Als möglicher Standort wird Rust genannt.
Betroffen sein könnten unter anderem
- das Servicegeschäft
- Aktivitäten im Bereich Tiefengeothermie
Beide Bereiche gelten im Unternehmen als wachsende Geschäftsfelder. Konkrete Planungen bestätigte ein Sprecher jedoch nicht. Grundsätzlich stehe Herrenknecht zum Standort Deutschland sowie zu Baden und zur Ortenau. Die Gemeinde Schwanau war zunächst nicht für eine Stellungnahme erreichbar. dpa/red
Autor:Cornelia Bauer aus Speyer |
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