Vier Milliarden Euro für Terminal 3: Kritik an Flughafen-Großprojekt
- Der Frankfurter Flughafen mit der Kennung FRA erhält ein neues Terminal. (Archivbild)
- Foto: Andreas Arnold/dpa
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Frankfurt am Main. Kurz vor der geplanten Inbetriebnahme von Terminal 3 am Frankfurter Flughafen wächst der Protest von Umwelt- und Anwohnerinitiativen. Kritiker sehen in dem Großprojekt ein „Symbol für Fehlplanung, Umweltzerstörung und Größenwahn“.
Die Initiative Klima-, Umwelt- und Lärmschutz im Luftverkehr kritisiert die Wachstumsstrategie der öffentlich kontrollierten Flughafenbetreiberin Fraport. Mehr Flugverkehr bedeute zusätzliche Belastungen für Klima und Umwelt sowie mehr Fluglärm, CO2 und Schadstoffe für Menschen rund um den größten deutschen Flughafen.
Kritik an Prognosen zum Passagierwachstum
Nach Einschätzung der Initiative basiert der Ausbau auf falschen Annahmen zur Entwicklung der Passagierzahlen. Früher seien für Frankfurt rund 90 Millionen Reisende pro Jahr prognostiziert worden. Für das laufende Jahr werden dagegen nur etwa 63 Millionen erwartet. Weitere Unsicherheiten wie möglicher Kerosinmangel oder internationale Krisen seien dabei noch nicht berücksichtigt.
Debatte über Kosten und Kapazität
Das neue Terminal 3 ist für bis zu 19 Millionen Passagiere jährlich ausgelegt. Kritiker argumentieren jedoch, dass zusätzlicher Bedarf vor allem dadurch entsteht, dass das bestehende Terminal 2 gleichzeitig für eine Sanierung geschlossen werden soll.
Auch die Kosten stehen in der Kritik. Der Bau von Terminal 3 wird inzwischen mit rund vier Milliarden Euro angegeben. Ursprünglich waren etwa 2,5 Milliarden Euro eingeplant.
Fraport will das neue Terminal am Mittwoch, 22. April, feierlich eröffnen. Der erste Flug mit Passagieren soll am Donnerstag, 23. April, starten. Verzögerungen beim Bau waren unter anderem auf die Corona-Pandemie zurückgeführt worden. dpa/red
Autor:Cornelia Bauer aus Speyer |
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