Vertiefung am Mittelrhein: Mehr Ladung trotz Niedrigwasser
- Gerade in diesem Sommer wurde die Binnenschifffahrt auf dem für die Branche so wichtigen Mittelrhein von niedrigen Wasserständen ausgebremst. (Archivbild)
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Rheinland-Pfalz. Für Betriebe, Häfen und Verbraucher in Rheinland-Pfalz soll der Rhein als Transportweg auch bei Niedrigwasser verlässlicher werden. Bund und Land haben sich zum gemeinsamen Vorantreiben der Mittelrhein-Vertiefung für die Binnenschifffahrt bekannt.
Nach einem Treffen mit der rheinland-pfälzischen Landtagsfraktion der Union in Berlin sagte Bundesverkehrsminister Steffen Bilger von der CDU: „Bund und Land ziehen bei der Bewältigung der Niedrigwassersituation an einem Strang.“
Landesverkehrsminister Achim Schwickert, ebenfalls CDU, betonte die Bedeutung des Flusses für die Versorgung und die Wirtschaft. „Der Rhein muss auch in Zeiten niedriger Wasserstände eine verlässliche Verkehrsachse bleiben“, sagte Schwickert. Entscheidend sei nun, dass die Planungen für die Vertiefung der Fahrrinne am Mittelrhein zügig vorankommen und der Bund bei der Umsetzung Tempo mache.
Warum die Vertiefung für Transporte wichtig ist
Das Projekt trägt den Namen Abladeoptimierung Mittelrhein. Es soll an dem Flussabschnitt mit seinen Engstellen durchgängig für einen bestimmten Tiefgang sorgen. Mehr Tiefgang bedeutet, dass Schiffe mehr Ladung aufnehmen können. Das ist vor allem bei niedrigen Wasserständen wichtig.
Konkret geht es um den Rheinabschnitt von Budenheim bei Mainz im Süden bis St. Goar im Norden. Nach Angaben des Landes stärkt das Vorhaben die Binnenschifffahrt, entlastet Straße und Schiene und sichert wichtige Transportketten für die Wirtschaft.
Für die Region sind vor allem diese Punkte wichtig:
- Schiffe sollen bei niedrigen Wasserständen verlässlicher fahren können.
- Unternehmen sollen Transporte auf dem Rhein besser planen können.
- Straße und Schiene sollen durch mehr leistungsfähige Binnenschifffahrt entlastet werden.
Die Landtagsfraktion betonte zugleich, dass ein dauerhaft leistungsfähiger Rhein mehr brauche als die Anpassung der Fahrrinne. Dazu gehörten auch starke Häfen, moderne Schiffe und leistungsfähige Verbindungen zu Schiene und Straße. dpa/red
Autor:Cornelia Bauer aus Speyer |
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