Umbau bei Bosch in Gerlingen: Fischer will schneller entscheiden
- Bosch soll schneller und dezentraler werden. (Archivbild)
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Gerlingen. Für Beschäftigte bei Bosch bleibt weiterer Personalabbau möglich: In Gerlingen plant der neue Konzernchef Christian Fischer einen grundlegenden Umbau des Technologiekonzerns.
Fischer will Entscheidungen schneller treffen und stärker in die einzelnen Bereiche verlagern. Innovationen müssten zügiger auf den Markt kommen und wirtschaftlich erfolgreich werden, sagte er dem „Handelsblatt“. Dazu solle auch eine neue Fehlerkultur beitragen. Der Konzern brauche ein verbessertes Betriebssystem, so Fischer.
Acht Zukunftsfelder bis Mitte kommenden Jahres
Bosch will bis Mitte kommenden Jahres acht Felder festlegen, in denen das Unternehmen wachsen soll. Fischer nannte unter anderem Robotik, Medizintechnik und Quantentechnologie. Wachstum soll durch eigene Entwicklungen und gezielte Zukäufe entstehen. Konkrete Entscheidungen erwartet der Konzernchef erst im kommenden Jahr.
Kapazitäten sollen weiter angepasst werden
Im europäischen Autozuliefergeschäft ist die Nachfrage rückläufig. Deshalb müsse Bosch seine Kapazitäten weiter anpassen, sagte Fischer. Dies könne auch andere Geschäftsfelder betreffen. Der Konzern suche nach Lösungen, die wirtschaftliche Vernunft und gesellschaftliche Verantwortung verbinden.
Bosch hatte zuletzt angekündigt, am Standort Nürnberg die Hälfte von rund 1800 Stellen abzubauen. Diese Kürzung kommt zu den bereits bekannten Plänen hinzu, in Deutschland konzernweit etwa 25.000 Arbeitsplätze zu streichen.
Im ersten Halbjahr stieg der Umsatz um 3,6 Prozent auf 46,4 Milliarden Euro. Das Plus beruhte vor allem auf Zukäufen, darunter das Geschäft für Heizung, Lüftung und Klimatisierung von Johnson Controls und Hitachi. Der bereinigte Gewinn vor Zinsen und Steuern sank dagegen von 2,3 auf 2,2 Milliarden Euro. [dpa/red]
Autor:dpa content aus Ludwigshafen |