Stellenabbau bei Zeiss in Oberkochen: 1000 Jobs weltweit auf dem Prüfstand

Der Medizintechnikkonzern will seine Kosten senken. | Foto: Bodo Schackow/dpa-Zentralbild/dpa
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Oberkochen. Beim Medizintechnikhersteller Carl Zeiss Meditec könnten weltweit bis zu 1000 Arbeitsplätze auf den Prüfstand kommen. Das Unternehmen mit wichtigen Standorten in Baden Württemberg reagiert damit auf wirtschaftliche Probleme, vor allem im wichtigen China Geschäft.

Der börsennotierte Konzern teilte am Dienstag, 12. Mai, mit, dass in den kommenden drei Jahren umfangreiche Sparmaßnahmen geplant sind. Ziel ist eine deutliche Verbesserung des Ergebnisses. Bis zum Geschäftsjahr 2028 29 soll der Gewinn im Vergleich zum aktuellen Zeitraum jährlich um mehr als 200 Millionen Euro steigen.

Carl Zeiss Meditec ist eine Tochter des Technologiekonzerns Zeiss mit Hauptsitz in Oberkochen im Ostalbkreis. Dort arbeiten rund 1100 Beschäftigte in Entwicklung, Fertigung und Vertrieb von Medizintechnik für Augenheilkunde und Mikrochirurgie. Produziert werden unter anderem Operationsmikroskope.

Ein Sprecher der Muttergesellschaft erklärte, dass konkrete Entscheidungen über einzelne Standorte oder Abteilungen noch nicht getroffen seien. Diese würden erst nach Gesprächen mit Arbeitnehmervertretungen und zuständigen Gremien fallen.

Verlagerung von Teilen des Geschäfts möglich

Nach Unternehmensangaben wird geprüft, einzelne Bereiche in Länder mit niedrigeren Kosten zu verlagern. Zudem sollen Lieferketten im Einkauf effizienter organisiert werden. Weniger profitable Produkte könnten aus dem Sortiment verschwinden.

Der Konzern hatte bereits zu Jahresbeginn schwächere Geschäfte gemeldet. Auch im zweiten Geschäftsquartal bis Ende März gingen Umsatz und Gewinn zurück. Für das laufende Geschäftsjahr erwartet Carl Zeiss Meditec nun einen Umsatz von etwa 2,15 bis 2,2 Milliarden Euro. Das wäre ein Rückgang von bis zu 3,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Carl Zeiss Meditec zählt zu den größten Industrieunternehmen in Ostdeutschland. Weltweit beschäftigt das Unternehmen rund 5800 Menschen, mehr als 2400 davon in Deutschland. Zum Produktportfolio gehören Lasergeräte, Operationsmikroskope sowie künstliche Linsen zur Behandlung von Augenerkrankungen. dpa/red

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Cornelia Bauer aus Speyer

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