Neuzulassungen in Rheinland-Pfalz: Schon 27 Prozent E-Autos
- In Rheinland-Pfalz wurden mehr E-Autos neuzugelassen. (Symbolbild)
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Rheinland-Pfalz. Wer derzeit ein neues Auto kauft, entscheidet sich immer häufiger für einen Elektroantrieb. Im ersten Quartal lag der Anteil reiner E Autos bei den Neuzulassungen im Land bereits bei knapp 27 Prozent.
Nach Zahlen des Statistischen Landesamts hatte damit mehr als jedes vierte neu zugelassene Fahrzeug einen batterieelektrischen Antrieb. Zwei Jahre zuvor lag der Anteil noch bei rund 13 Prozent. Zusammen mit Plug in Hybriden entfällt inzwischen gut ein Drittel aller neuen Pkw auf Fahrzeuge mit zumindest teilweise elektrischem Antrieb.
Insgesamt wurden von Januar bis März rund 26.700 Autos neu zugelassen. Das sind etwa vier Prozent mehr als im gleichen Zeitraum zuvor. Gleichzeitig verlieren klassische Verbrenner deutlich an Bedeutung.
- Benziner kommen nur noch auf rund 24 Prozent der Neuzulassungen
- Diesel erreichen etwa 13 Prozent
- 2019 lag der Anteil noch bei 62 Prozent für Benziner und 31 Prozent für Diesel
Aktuelle Zahlen des Kraftfahrt Bundesamts zeigen, dass sich der Trend fortsetzt. Bis einschließlich April stieg der Anteil reiner Elektroautos bei Neuzulassungen auf 27,7 Prozent. Gleichzeitig wurden insgesamt rund 35.600 neue Pkw zugelassen.
E Mobilität wird alltagstauglicher
Verbände und Politik sehen darin ein Zeichen, dass Elektromobilität zunehmend im Alltag ankommt. Der ADAC Mittelrhein nennt vor allem eine größere Modellvielfalt, geringere Betriebskosten und wachsendes Vertrauen in die Technik als Gründe.
Dennoch bleiben Vorbehalte. Viele Käufer schrecken noch vor den höheren Anschaffungskosten zurück. Im laufenden Betrieb können E Autos jedoch Vorteile haben. Niedrigere Energiepreise und weniger Wartung gelten als wichtige Faktoren.
Auch internationale Krisen und schwankende Energiepreise beeinflussen die Entscheidungen. Nach Angaben des Verkehrsministeriums in Mainz steigt dadurch das Interesse an alternativen Antrieben.
Ladeinfrastruktur wächst weiter
Zum Dienstag, 1. April, gab es laut Bundesnetzagentur 7.630 öffentlich zugängliche Ladepunkte in Rheinland Pfalz. Darunter waren 2.849 Schnellladepunkte. Seit Anfang 2025 kamen etwa 600 Normalladepunkte und mehr als 750 Schnellladepunkte hinzu.
Vor allem in größeren Städten wie Mainz wurde die Infrastruktur zuletzt deutlich ausgebaut. Nach Einschätzung des ADAC ist das Land an Autobahnen und in Städten inzwischen vergleichsweise gut versorgt.
Probleme sehen Experten weiterhin in kleineren Gemeinden und Wohngebieten ohne private Stellplätze. Gerade Pendler auf dem Land sind auf ein dichtes und verlässliches Netz öffentlicher Ladepunkte angewiesen.
Für Bewohner von Mehrfamilienhäusern startete der Bund im April ein Förderprogramm für private Ladepunkte. Der ADAC fordert zudem breitere Fördermodelle. Auch der Gebrauchtwagenmarkt sollte stärker einbezogen werden, damit Elektromobilität für mehr Menschen erreichbar wird.
Umweltschützer fordern umfassende Verkehrswende
Die Deutsche Umwelthilfe bewertet die Entwicklung als Beleg dafür, dass sich das Elektroauto am Markt etabliert hat. Bundesgeschäftsführer Jürgen Resch erklärte: „Die Behauptung, der Markthochlauf der E Mobilität sei nicht zu schaffen, wird durch die Realität widerlegt.“
Kritik äußert die Organisation am steigenden Anteil von Plug in Hybriden. Diese seien aus ihrer Sicht keine wirklich klimafreundliche Lösung.
Gleichzeitig fordert die Umwelthilfe eine breitere Verkehrswende. Neben dem Ausbau der Elektromobilität brauche es mehr Bahnstrecken im ländlichen Raum sowie einen zuverlässigen und bezahlbaren öffentlichen Nahverkehr. dpa/red
Autor:Cornelia Bauer aus Speyer |
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