Neues Gaskraftwerk in Ensdorf geplant: Anlage auch für Wasserstoff
- Laut Jürgen Barke entstehen derzeit die Voraussetzungen für ein Zukunftsprojekt mit großer Bedeutung im Saarland. (Archivbild)
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Ensdorf. Ein neues Energieprojekt für das Saarland rückt näher. Auf dem ehemaligen Kraftwerksgelände in Ensdorf soll ein modernes Gas und Dampfturbinen Kraftwerk entstehen, das künftig auch mit Wasserstoff betrieben werden kann.
Den Zuschlag für eine rund acht Hektar große Teilfläche erhält das Energieunternehmen ENGIE Deutschland. Das teilte die Gesellschaft für Wirtschaftsförderung Saar mit. Geplant ist eine Anlage, die zunächst mit Erdgas laufen kann und später auf Wasserstoff umgestellt werden soll.
Bundes Ausschreibung entscheidet über Bau
Ob das Projekt umgesetzt wird, hängt von einem geplanten Ausschreibungsverfahren der Bundesregierung ab. Im Rahmen der Kraftwerksstrategie will der Bund neue wasserstofffähige Gaskraftwerke fördern. Erst bei einer erfolgreichen Teilnahme von ENGIE kann das Vorhaben realisiert werden.
Für das Projekt soll ein Erbbaurechtsvertrag über die Fläche unterhalb des Umspannwerks auf dem Gelände geschlossen werden.
Bedeutung für Strukturwandel im Saarland
Saarlands Wirtschaftsminister Jürgen Barke sieht in der Entscheidung einen wichtigen Schritt für den Standort. „Mit dieser Entscheidung schaffen wir die Voraussetzungen für ein Zukunftsprojekt mit großer Bedeutung für das Saarland“, erklärte der SPD Politiker.
Nun müsse der Bund die Ausschreibungen zügig starten. Ziel seien Investitionen, neue Wertschöpfung und Arbeitsplätze in der Region. Laut Minister ist das Projekt ein Beispiel für den Strukturwandel nach dem Ende klassischer Kraftwerksstandorte.
- Standort: ehemaliges Kraftwerksgelände in Ensdorf
- Fläche: rund acht Hektar
- Technik: Gas und Dampfturbinen Kraftwerk
- Zukunftsoption: Betrieb mit Wasserstoff möglich
ENGIE Deutschland gehört zur international tätigen ENGIE Gruppe. Das Unternehmen entwickelt, baut und betreibt unter anderem Anlagen für erneuerbare Energien und Energiespeicher und sieht sich als Partner der Energiewende in Deutschland. dpa/red
Autor:Cornelia Bauer aus Speyer |
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