Neue Verluste bei Bertrandt in Ehningen: Umsatz bricht deutlich ein
- 16,42 Millionen Euro Verlust machte das Unternehmen aus Ehningen laut seinem Halbjahresbericht. (Archivbild)
- Foto: Bernd Weißbrod/dpa
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Ehningen. Schwache Zahlen in der Autobranche treffen erneut einen großen Entwicklungsdienstleister im Südwesten. Der Ingenieurdienstleister Bertrandt mit Sitz in Ehningen im Kreis Böblingen hat im vergangenen Halbjahr einen deutlich höheren Verlust verbucht.
Nach Angaben des Unternehmens lag das Minus bei 18,483 Millionen Euro. Im gleichen Zeitraum des Vorjahres hatte der Verlust noch rund 14 Millionen Euro betragen.
Auch beim Umsatz zeigt sich die schwierige Lage der Branche. Die Erlöse sanken auf rund 455 Millionen Euro. Das entspricht einem Rückgang von etwa zwölf Prozent. Bertrandt entwickelt und testet unter anderem Technik für Autohersteller. Am Unternehmen ist der Sportwagenbauer Porsche mit 28,97 Prozent beteiligt.
Als Gründe nennt Bertrandt mehrere Faktoren. Dazu zählen Projektverschiebungen einzelner Kunden sowie die anhaltende Krise im Automobilsektor. Zusätzlich sieht das Unternehmen Risiken durch den Iran Konflikt und durch internationale Handelskonflikte.
Nach Einschätzung des Unternehmens könnte die wirtschaftliche Schwächephase länger anhalten. Auch für das Jahr 2026 sei nicht ausgeschlossen, dass die Wirtschaftsleistung erneut zurückgeht.
Stellenabbau an deutschen Standorten
Parallel zu den schwachen Geschäftszahlen hat Bertrandt auch Personal reduziert. Weltweit beschäftigte das Unternehmen zuletzt 11.744 Menschen. Das sind 1.437 weniger als im Vorjahreszeitraum.
Der Stellenabbau betrifft nach Unternehmensangaben insbesondere deutsche Standorte. Wie viele Arbeitsplätze genau in Deutschland betroffen sind, wurde zunächst nicht mitgeteilt. Bertrandt betreibt Niederlassungen in Europa, den USA, Afrika und China. dpa/red
Autor:Cornelia Bauer aus Speyer |
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