Neue IHK-Umfrage in Rheinland-Pfalz: Firmen werden skeptischer
- An der Konjunkturumfrage der IHK-Arbeitsgemeinschaft Rheinland-Pfalz haben 1.027 Unternehmen aller Größen und Branchen mit insgesamt rund 190.000 Beschäftigten teilgenommen. (Symbolbild)
- Foto: Bernd Wüstneck/zb/dpa
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Rheinland Pfalz. Viele Unternehmen im Land blicken deutlich pessimistischer auf die kommenden Monate. Das zeigt eine neue Konjunkturumfrage der Industrie und Handelskammern. Besonders die Erwartungen der Betriebe haben sich spürbar verschlechtert.
Nur noch 11 Prozent der Unternehmen rechnen mit einer besseren Geschäftslage. Dagegen erwarten 38 Prozent eine Verschlechterung. An der Umfrage im April beteiligten sich 1027 Betriebe.
Die aktuelle Lage wird etwas stabiler bewertet. Rund jedes fünfte Unternehmen bezeichnet seine Situation als gut. 29 Prozent sprechen von einer schlechten Lage. Etwa die Hälfte beschreibt die Situation als befriedigend.
Warnung vor stärkerer Rezession
Der Hauptgeschäftsführer der IHK Arbeitsgemeinschaft Rheinland Pfalz, Arne Rössel, sieht dringenden Handlungsbedarf für die neue Landesregierung aus CDU und SPD. Die Ergebnisse zeigten eine Vielzahl an wirtschaftlichen Belastungen für die Betriebe.
Rössel warnt. „Ohne klare Impulse droht eine weitere Verschärfung der Rezession.“
Energiepreise bleiben größtes Risiko
Als größte Gefahr nennen die Unternehmen die Entwicklung der Energie und Rohstoffpreise. 77 Prozent bewerten diese Kosten als geschäftskritisch. Gründe sind unter anderem der Nahost Konflikt und Turbulenzen auf den Energiemärkten. Steigende Spritpreise verteuern Transport und Produktion.
Weitere Belastungen sehen viele Firmen in folgenden Punkten:
- Hohe Arbeitskosten
- Schwache Inlandsnachfrage
- Unsichere wirtschaftspolitische Rahmenbedingungen
62 Prozent der Betriebe bewerten die politischen Rahmenbedingungen als problematisch.
Unternehmen planen weniger Investitionen
Die wirtschaftliche Unsicherheit wirkt sich bereits auf Investitionen und Jobs aus. 37 Prozent der Firmen wollen ihre Investitionen senken. Nur 23 Prozent planen höhere Ausgaben.
Auch bei den Beschäftigten halten sich viele Betriebe zurück. 65 Prozent wollen ihre Mitarbeiterzahl stabil halten. Nur etwa jedes zehnte Unternehmen plant zusätzliche Stellen. dpa/red
Autor:Cornelia Bauer aus Speyer |
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