Nach Hitzerekorden: Verbände fordern Krisengipfel gegen extreme Temperaturen
- Mehrere Organisationen fordern von der Bundesregierung einen nationalen Hitzeschutzplan.
- Foto: Simon Blieske/ Fridays for Future
- hochgeladen von Charlotte Basaric-Steinhübl
Hitze. Nach den extrem heißen Sommerwochen fordern zahlreiche Organisationen in Deutschland einen bundesweiten Hitzeschutzplan und einen Krisengipfel zur Klimaanpassung. Ein breites Bündnis aus Umweltverbänden, Sozialorganisationen, Gewerkschaften, Kirchen und Rettungsdiensten wirft der Bundesregierung Untätigkeit angesichts der Folgen der Klimakrise vor.
Zu den Unterstützern gehören unter anderem der BUND, Greenpeace, NABU, die Deutsche Umwelthilfe, Fridays for Future sowie der Deutsche Mieterbund und mehrere Sozialverbände.
Die Organisationen verweisen auf Hitzetote, Waldbrände, Wasserknappheit und zunehmende Belastungen für Pflegeeinrichtungen und Rettungskräfte. Besonders ältere Menschen, Kinder und Personen mit Vorerkrankungen litten unter den Folgen extremer Temperaturen.
Fünf Forderungen an die Bundesregierung
Das Bündnis hat einen gemeinsamen Fünf-Punkte-Plan vorgestellt. Gefordert werden:
- ein nationaler Hitzegipfel,
- ein bundesweiter Hitzeschutzplan,
- mehr Geld für Klimaanpassung,
- eine stärkere Zusammenarbeit von Bund, Ländern und Kommunen,
- sowie eine schnellere Abkehr von fossilen Energien.
Nach Ansicht der Organisationen müsse Hitzeschutz künftig ähnlich ernst genommen werden wie andere Katastrophenschutzmaßnahmen.
„Hitze zählt bereits heute zu den größten klimabedingten Gesundheitsrisiken“, heißt es in der gemeinsamen Erklärung.
Bildstarke Protestaktion vor Kanzleramt
Mit einer Aktion vor dem Bundeskanzleramt machten die Beteiligten am Donnerstag auf ihre Forderungen aufmerksam. Sie warnen davor, dass Hitzewellen durch den Klimawandel künftig häufiger und intensiver werden könnten.
Die Organisationen fordern deshalb konkrete Maßnahmen zum Schutz von Städten, Pflegeeinrichtungen, Rettungsdiensten und besonders gefährdeten Bevölkerungsgruppen.
Autor:Charlotte Basaric-Steinhübl aus Ludwigshafen |
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