Mittwochmorgen bei der Bahn: Betrieb läuft wieder an, Verspätungen bleiben
- Mit Kaffee oder Koffer in der Hand geht es in Berlin am Morgen entspannt zu.
- Foto: Michael Ukas/dpa
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Deutschland. Nach der bundesweiten Bahn Störung am Dienstagabend läuft der Zugverkehr seit Mittwochmorgen wieder schrittweise an. Viele Reisende erreichten ihre Ziele jedoch erst mit stundenlanger Verspätung.
Ursache war eine deutschlandweite Störung des digitalen Bahnfunksystems GSM R am Dienstag, 23. Juni. Für rund zwei Stunden standen zahlreiche Züge still. Nach Angaben aus Sicherheitskreisen gilt ein fehlerhaftes Software Update als wahrscheinliche Ursache. Hinweise auf einen Cyberangriff gibt es nach dpa Informationen nicht.
Kurz nach Mitternacht wurde das Problem behoben. Gegen 0.30 Uhr rollten die ersten Züge wieder. Seit den frühen Morgenstunden normalisiert sich der Betrieb schrittweise.
Teilweise stundenlange Verspätungen
Für viele Reisende bedeutete die Störung eine lange Nacht. Ein Fahrgast berichtete am Berliner Hauptbahnhof von einer mehr als elf Stunden dauernden Fahrt. Gestartet war die Reise am Dienstagabend in Mannheim. Geplant war die Ankunft um 1.54 Uhr. Tatsächlich kam der Zug erst um 7.38 Uhr in Berlin an.
Das Zugpersonal habe die Reisenden zwar regelmäßig informiert. Details zur Ursache hätten viele Fahrgäste jedoch selbst im Internet recherchiert.
Morgens an vielen Bahnhöfen wieder normaler Betrieb
Am Mittwochmorgen war die Störung an vielen großen Bahnhöfen kaum noch spürbar. In Berlin herrschte am Hauptbahnhof ein ruhiger Betrieb ohne größere Menschenmengen. Nur vereinzelt wurden noch Ausfälle angezeigt.
Auch in Nordrhein Westfalen lief der Verkehr wieder weitgehend normal. In Köln und Düsseldorf meldeten Reporter nur wenige Verspätungen von etwa 15 Minuten. In Dortmund waren einzelne ICE aus der Nacht noch mit mehreren Stunden Verspätung unterwegs.
Viele Regionalzüge starteten dagegen planmäßig in den Morgenverkehr. Für zahlreiche Pendler blieb die nächtliche Störung daher weitgehend unbemerkt.
Für einige Reisende blieb vor allem die ungewöhnlich lange Fahrt in Erinnerung. Ein Fahrgast zog nach seiner verspäteten Ankunft in Berlin eine gelassene Bilanz. Die elfstündige Reise sei "interessant auf jeden Fall" gewesen. dpa/red
Autor:Cornelia Bauer aus Speyer |
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