Metall-Tarifrunde: Ab 1. November drohen Warnstreiks in Nordrhein-Westfalen
- Die Kampfbereitschaft der IG Metall ist laut NRW-Chef Giesler «deutlich höher» als in früheren Jahren. (Symbolbild)
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Düsseldorf. Für Beschäftigte der Metall- und Elektroindustrie in Nordrhein-Westfalen könnten ab Sonntag, 1. November, Warnstreiks folgen. Die IG Metall betont vor dem Start der Tarifverhandlungen ihre hohe Bereitschaft zur Eskalation.
Die Verhandlungen für bundesweit rund 3,7 Millionen Beschäftigte in der größten deutschen Industriebranche beginnen am Mittwoch, 7. Oktober, zunächst in Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg. In NRW arbeiten nach Angaben der Gewerkschaft rund 650.000 Menschen in der Branche.
IG Metall fordert fünf Prozent mehr Geld
Die Gewerkschaft verlangt fünf Prozent mehr Geld bei einer Laufzeit des Tarifvertrags von zwölf Monaten. Außerdem will sie eine Gewinnbeteiligung für Beschäftigte in „Boom-Unternehmen“ erreichen und über den Schutz von Arbeitsplätzen und Standorten sprechen.
Der NRW-Bezirksleiter und Verhandlungsführer Knut Giesler bezeichnete die Forderung als „maßvoll“. Die Kampfbereitschaft sei deutlich höher als in den Jahren zuvor. Innerhalb der IG Metall seien die Fristen für mögliche Eskalationsschritte verkürzt worden.
Friedenspflicht endet am 31. Oktober
Bis zum Ablauf von Samstag, 31. Oktober, gilt die Friedenspflicht. Erst danach sind Warnstreiks rechtlich möglich. Laut Giesler sind in Nordrhein-Westfalen knapp 60 Prozent der Betriebe tarifgebunden, bei den Beschäftigten sei der Anteil höher.
Die Metallarbeitgeber in Nordrhein-Westfalen weisen die Forderung zurück. Verbandspräsident Arndt G. Kirchhoff nannte sie „eindeutig zu hoch und völlig unrealistisch“. Eine annähernde Umsetzung könne den bereits beschleunigten Personalabbau weiter verschärfen. [dpa/red]
Autor:dpa content aus Ludwigshafen |