Kritik in Rheinland-Pfalz: Grüne sehen Ökolandbau ausgebremst
- Die Grünen werfen der schwarz-roten Landesregierung vor, den Ökolandbau aufzugeben. (Symbolbild)
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Mainz. Für Ökobetriebe und Winzer in Rheinland-Pfalz bleibt nach Darstellung der Grünen offen, welche Rolle der ökologische Land- und Weinbau in den kommenden Jahren noch spielt. Die Oppositionsfraktion wirft der schwarz-roten Landesregierung vor, den Ökolandbau politisch nicht mehr voranzutreiben.
Auslöser ist die Antwort von Umweltministerin Christine Schneider auf eine Kleine Anfrage des Grünen-Landtagsabgeordneten Paul Bunjes. Darin heißt es laut Ministerium, dass der Koalitionsvertrag für die Jahre 2026 bis 2031 keine eigenen Ausbauziele für den ökologischen Land- und Weinbau oder andere bestimmte Wirtschaftsweisen in Rheinland-Pfalz vorsieht.
Keine neuen Ausbauziele im Koalitionsvertrag
Die Verpflichtungen aus der laufenden Förderperiode bis 2027 würden nach Angaben der Ministerin erfüllt. Für die Zeit danach wolle sich die Landesregierung bei der künftigen Gemeinsamen Agrarpolitik für eine auskömmliche Finanzierung des ökologischen Landbaus und anderer nachhaltiger Wirtschaftsweisen einsetzen.
Bunjes wertet das als falsches Signal. Der Landtagsabgeordnete sagte der Deutschen Presse-Agentur, wer Ziele streiche, den Öko-Aktionsplan beerdige und Formate wie die Öko-Aktionstage einstelle, habe den Ökolandbau abgeschrieben.
Grüne fordern mehr Verlässlichkeit für Betriebe
Der agrarpolitische Sprecher der Grünen bezeichnete den Ökolandbau als aktiven Klima- und Naturschutz. Mit Blick auf Hitze, Dürre und Artensterben sei es aus seiner Sicht problematisch, den Bereich auszubremsen. Zugleich verwies er auf die anstehenden Verhandlungen zur Gemeinsamen Agrarpolitik in Europa. Aus Sicht der Grünen brauchen landwirtschaftliche Betriebe und Weingüter in Rheinland-Pfalz vor allem verlässliche politische Rahmenbedingungen. dpa/red
Autor:Cornelia Bauer aus Speyer |
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