Kartoffelanbau in Rheinland-Pfalz: 21 Prozent weniger Betriebe
- Drahtwürmer haben 2026 in Rheinland-Pfalz auf rund zwei Dritteln der Kartoffelanbaufläche Schäden verursacht. (Symbolbild)
- Foto: Malin Wunderlich/dpa
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Rheinland-Pfalz. Der Anbau regionaler Kartoffeln wird für die Betriebe schwieriger: Höhere Kosten, stark schwankende Erzeugerpreise und Schädlinge setzen die Branche unter Druck. Das geht aus der Antwort des Landwirtschaftsministeriums auf eine Kleine Anfrage des AfD-Landtagsabgeordneten Jürgen Klein hervor.
Deutlich weniger Kartoffelbetriebe
Die Zahl der Betriebe mit Kartoffelanbau ist rückläufig. Nach Daten des Statistischen Landesamtes bauten 2021 noch rund 1.560 Betriebe Kartoffeln an. 2025 waren es etwa 1.230. Das ist ein Minus von rund 21 Prozent. Angaben zur Zahl der Betriebe im Jahr 2026 liegen dem Ministerium noch nicht vor.
Kosten steigen, Preise schwanken
Die Produktionskosten sind nach Angaben des Ministeriums in den vergangenen Jahren stark gestiegen. Als Ursachen nennt es vor allem teurere Düngemittel und Agrardiesel sowie den gesetzlichen Mindestlohn. Zugleich schwanken die Preise, die Erzeuger für Kartoffeln erhalten, deutlich.
Drahtwurm verursacht große Schäden
Besonders belastend ist der Drahtwurm. Nach einer Schadenserfassung der Dienstleistungszentren Ländlicher Raum gab es 2026 auf rund 4.780 Hektar Schäden durch den Schädling. Das entspricht etwa zwei Dritteln der Kartoffelanbaufläche im Land.
Auch die Schilf-Glasflügelzikade breitet sich laut Ministerium aus. Sie kann Bakterien übertragen, die Kartoffelknollen krank machen. Die Qualität kann dadurch so stark sinken, dass die Ware nicht mehr vermarktet werden kann. Für die Bekämpfung wichtiger Schädlinge und Krankheiten stehen nach Darstellung des Ministeriums nicht genügend wirksame Pflanzenschutzmittel zur Verfügung. [dpa/red]
Autor:dpa content aus Ludwigshafen |