Handel mit WM-Gegnern: Rheinland-Pfalz exportiert Millionen
- Handel mit Maschinen, pharmazeutischen Erzeugnissen sowie Nahrungs- und Futtermitteln gibt es zwischen Rheinland-Pfalz und den Ländern Ecuador, Elfenbeinküste und Curaçao. (Archivbild)
- Foto: Sam Corum/PA Wire/dpa
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Rheinland-Pfalz. Die Fußball-WM bringt sportliche Gegner. Für die Wirtschaft im Land sind einige dieser Nationen zugleich Handelspartner. Rheinland-Pfalz exportiert Waren im Millionenwert in Länder wie die Elfenbeinküste und Ecuador.
Nach Angaben der IHK-Arbeitsgemeinschaft Rheinland-Pfalz bestehen mit den deutschen WM-Gruppengegnern Curaçao, Elfenbeinküste und Ecuador unterschiedliche wirtschaftliche Verbindungen. Besonders wichtig sind dabei die Märkte in Westafrika und Südamerika. Der Handel mit Curaçao ist dagegen noch klein, wächst aber.
Elfenbeinküste
Die rheinland-pfälzischen Exporte in die Elfenbeinküste erreichten im Jahr 2025 mehr als 57 Millionen Euro. Damit lagen sie über dem Wert von rund 39 Millionen Euro im Jahr zuvor. Das Niveau von 2023 mit 79,7 Millionen Euro wurde jedoch nicht erreicht. Die Importe aus der Elfenbeinküste blieben mit rund 3,1 Millionen Euro vergleichsweise gering.
Zu den wichtigsten Exportgütern gehörten Getränke im Wert von rund 37 Millionen Euro sowie Maschinen mit etwa 14 Millionen Euro. Weitere Waren aus Rheinland-Pfalz waren unter anderem:
- Nahrungs und Futtermittel
- Chemische Erzeugnisse
- Bekleidung
- Pharmazeutische Produkte
- Papier und Pappe
- Elektrische Ausrüstungen
Importiert wurden vor allem landwirtschaftliche Produkte im Wert von rund 2,2 Millionen Euro sowie weitere Nahrungs und Futtermittel.
Ecuador
Der Handel mit Ecuador entwickelte sich anders. Die Exporte aus Rheinland-Pfalz sanken von 52,9 Millionen Euro im Jahr 2023 auf 40,8 Millionen Euro im Jahr 2025. Gleichzeitig nahmen die Einfuhren deutlich zu. Sie stiegen von 2,8 Millionen auf rund 8,3 Millionen Euro.
Wichtige Exportgüter waren chemische Erzeugnisse mit etwa 19,8 Millionen Euro. Hinzu kamen Kraftwagen und Autoteile, Maschinen sowie Metalle. Auch pharmazeutische Produkte, Kunststoffwaren, elektrische Ausrüstungen sowie Nahrungs und Futtermittel spielten eine Rolle.
Bei den Importen aus Ecuador dominierten landwirtschaftliche Erzeugnisse. Sie erreichten 2025 einen Wert von rund 7,6 Millionen Euro. Weitere Waren waren Nahrungs und Futtermittel, chemische Produkte sowie Leder und Lederwaren.
Nach Einschätzung der IHK entstehen zudem neue Kooperationen über den Warenhandel hinaus. Ecuador gewinnt etwa bei Fachkräftegewinnung, Bildung und Qualifizierung an Bedeutung. Denkbar sind Austauschprogramme, Hochschulkooperationen und berufliche Qualifizierungswege.
Curaçao
Der Außenhandel mit Curaçao ist deutlich kleiner, zeigt aber Wachstum. Die Exporte aus Rheinland-Pfalz stiegen von 450000 Euro im Jahr 2023 auf 1,1 Millionen Euro im Jahr 2025. Die Importe lagen mit rund 3000 Euro weiterhin auf sehr niedrigem Niveau.
Exportiert wurden unter anderem Maschinen, Tabakerzeugnisse, Nahrungs und Futtermittel, chemische Erzeugnisse sowie Metallerzeugnisse. Auch elektrische Ausrüstungen, pharmazeutische Produkte sowie Kraftwagen und Autoteile gehörten zum Sortiment. Trotz des geringen Volumens zeigt sich damit eine breite industrielle Struktur der Lieferungen. dpa/red
Autor:Cornelia Bauer aus Speyer |
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