Bahn-Störung mit Folgen: Reisende aus Mannheim 11 Stunden im ICE

Mit Kaffee oder Koffer in der Hand geht es in Berlin am Morgen entspannt zu. | Foto: Michael Ukas/dpa
  • Mit Kaffee oder Koffer in der Hand geht es in Berlin am Morgen entspannt zu.
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Berlin. Viele Bahnreisende starten am Mittwoch, 24. Juni, mit Verspätungen und langen Nächten in den Tag. Nach der bundesweiten Störung bei der Deutschen Bahn erreichten einige Züge ihre Ziele erst Stunden später. Ein ICE mit Reisenden aus Mannheim kam in Berlin erst nach mehr als elf Stunden Fahrt an.

Ein Fahrgast berichtet, er sei am Dienstag, 23. Juni, am Abend mit Freunden in Mannheim eingestiegen. Die Ankunft in Berlin war ursprünglich für 1.54 Uhr geplant. Tatsächlich erreichte der Zug den Berliner Hauptbahnhof erst um 7.38 Uhr.

„Wir waren jetzt mehr als elf Stunden in dem Zug drin“, sagt der Reisende nach dem Aussteigen. Das Zugpersonal habe die Fahrgäste informiert. Viele Details zur Ursache hätten Reisende jedoch selbst im Internet nachgeschlagen.

Störung im digitalen Bahnfunksystem

Auslöser der Probleme war nach Angaben aus Sicherheitskreisen eine deutschlandweite Störung des digitalen Bahnfunksystems GSM R am Dienstagabend. Der Bahnverkehr kam dadurch für rund zwei Stunden weitgehend zum Stillstand.

Nach ersten Erkenntnissen könnte ein fehlerhaftes Software Update die Störung ausgelöst haben. Hinweise auf einen Cyberangriff gibt es nach Informationen der Deutschen Presse Agentur nicht.

Kurz nach Mitternacht war das Problem behoben. Gegen 0.30 Uhr rollten die ersten Züge wieder. Der Verkehr stabilisierte sich anschließend Schritt für Schritt.

Am Morgen vielerorts wieder normaler Betrieb

Am Mittwochmorgen war an vielen großen Bahnhöfen kaum noch etwas von der Störung zu spüren. Auch wenn einzelne Züge verspätet unterwegs waren, lief der Betrieb weitgehend normal.

Am Berliner Hauptbahnhof herrschte am frühen Morgen ruhiger Betrieb ohne große Menschenmengen. Einige wenige Züge fielen aus. Ein Mitarbeiter am Serviceschalter berichtete, in der Nacht habe es viele Nachfragen gegeben. Seit dem frühen Morgen sei es deutlich ruhiger.

Auch in Nordrhein Westfalen meldeten Bahnhöfe weitgehend normalen Verkehr. In Köln und Düsseldorf fuhren die Züge laut Beobachtungen von Reportern fast planmäßig. In Dortmund waren noch einzelne ICE aus der Nacht mit mehreren Stunden Verspätung unterwegs.

Für viele Reisende ging die Fahrt am Morgen dennoch weiter. Der Mann aus Mannheim etwa war trotz der langen Nacht gelassen. Seine Bilanz nach der ungewöhnlich langen Zugfahrt. „War interessant auf jeden Fall.“ dpa/red

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Cornelia Bauer aus Speyer

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