Audi-Werk Neckarsulm: Özdemir sieht Schließung noch nicht entschieden
- Aus Cem Özdemirs Sicht hat der Standort Neckarsulm eine Zukunft. (Archivbild)
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Neckarsulm. Für Beschäftigte, Zulieferer und Familien in der Region bleibt die Zukunft des Audi-Werks in Neckarsulm offen. Baden-Württembergs Ministerpräsident Cem Özdemir (Grüne) hält eine Schließung des Standorts nach aktueller Berichterstattung zur Lage bei VW nicht für entschieden. „Es ist noch nichts entschieden, aber die aktuelle Berichterstattung zur Lage bei VW erfüllt mich mit großer Sorge“, teilte er mit.
Özdemir sieht Chancen durch Nähe zu Heilbronn
Aus Sicht des Ministerpräsidenten hat Neckarsulm weiter eine Perspektive. Die Nähe zu Heilbronn und den dort entstehenden Themen rund um Künstliche Intelligenz eröffne Chancen, die über die klassische Automobilproduktion hinausgingen. Damit verbindet die Landesregierung die Hoffnung, den Standort auch im industriellen Wandel zu stärken.
Özdemir erklärte, er stehe seit seinem Amtsantritt in engem Austausch mit dem Unternehmen und mit Niedersachsens Ministerpräsident Olaf Lies (SPD). Mit Blick auf die schwierigen Verhandlungen der Sozialpartner beim Mutterkonzern VW betonte er, die Sicherung des Standorts und die Bereitschaft, sich aufeinander zuzubewegen, gehörten für ihn „untrennbar zusammen“.
Land fordert Bekenntnis zum Audi-Werk
Özdemir geht davon aus, dass Unternehmensführung, Aufsichtsrat und Arbeitnehmerseite jetzt aufeinander zugehen und eine gemeinsame Lösung suchen. Eine Eskalation helfe niemandem. Auch die Landesregierung werde alles in ihrer Macht Stehende tun, um den Standort zu stärken.
Wirtschaftsministerin Nicole Hoffmeister-Kraut (CDU) forderte ein klares Bekenntnis zum Werk in Neckarsulm. Die Beschäftigten hätten den industriellen Wandel bewiesen. Sparen allein sei keine Zukunftsstrategie.
Bereits Anfang Juli hatte Özdemir in einem Brief an Volkswagen-Chef Oliver Blume vor einem Rückzug von Audi aus Neckarsulm gewarnt. Ein solcher Schritt wäre aus seiner Sicht „ein fatales, politisches Signal“ und würde die Debatte über die Deindustrialisierung Deutschlands verschärfen. dpa/red
Autor:Cornelia Bauer aus Speyer |
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