Alarm auf dem Acker: Schilf-Glasflügelzikade taucht in Rheinland-Pfalz auf
- Schilf-Glasflügelzikaden übertragen Krankheiten, die den Anbau von Kartoffeln und Zuckerrüben bedrohen. (Symbolbild)
- Foto: Boris Roessler/dpa
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Eich am Rhein. Ein kleiner Schädling könnte in Teilen von Rheinland Pfalz die Ernten wichtiger Feldfrüchte gefährden. Auf Versuchsflächen in Eich am Rhein sind Anfang Mai erste Schilf Glasflügelzikaden nachgewiesen worden.
Nach Angaben des Verbands der Hessisch Pfälzischen Zuckerrübenanbauer wurden die Insekten am Sonntag, 3. Mai, auf Leimtafeln entdeckt. Die Zikade gilt als problematischer Pflanzenschädling, weil sie bakterielle Krankheiten überträgt. Besonders betroffen sind Kartoffeln und Zuckerrüben. Auch andere Gemüsekulturen können geschädigt werden.
Krankheiten können Ernten stark schädigen
Der Verband erklärt, dass die Schilf Glasflügelzikade zwei Erreger überträgt.
- Bei Zuckerrüben verursacht er das sogenannte „Syndrom niedriger Zuckergehalte“.
- Bei Kartoffeln kann die „Bakterielle Kartoffelknollenwelke“ entstehen.
Die Folgen können laut Fachleuten erheblich sein. Erträge sinken deutlich. Im Extremfall wird die Ernte vollständig unverwertbar.
Besonders kritisch sind Qualitätsverluste bei Kartoffeln. Steigende Zuckergehalte und Welkeprozesse verschlechtern die Lagerfähigkeit. Auch die Verarbeitung zu Chips oder Pommes wird dadurch deutlich schwieriger.
Versuche sollen Ausbreitung besser verstehen
Um die Ausbreitung genauer zu untersuchen, setzt der Verband auf spezielle Schutz und Monitoringzelte auf Versuchsflächen. Dort wird getestet, wie unterschiedliche Kulturen und Zwischenfrüchte den Befall beeinflussen.
Die Ergebnisse sollen Landwirten helfen, Anbau und Pflanzenschutz künftig besser anzupassen. dpa/red
Autor:Cornelia Bauer aus Speyer |
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