VfB Stuttgart zieht Bilanz zum Umweltgroschen

Der VfB Stuttgart berichtet über Projekte, die in der Saison 2025/2026 über den Umweltgroschen unterstützt wurden. | Foto: Anouar Touir
  • Der VfB Stuttgart berichtet über Projekte, die in der Saison 2025/2026 über den Umweltgroschen unterstützt wurden.
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Nachhaltigkeit. Der VfB Stuttgart hat eine Bilanz zum sogenannten Umweltgroschen in der Saison 2025/2026 vorgelegt. Nach Angaben des Vereins wurden damit Projekte in den Bereichen Mobilität, Klimaschutz, Kreislaufwirtschaft und Umweltbildung finanziert oder weiterentwickelt.

Der Umweltgroschen ist ein freiwilliger Aufschlag auf Tickets und Dauerkarten. Das Geld soll laut VfB dazu dienen, den ökologischen Einfluss von Heimspielbesuchen zu verringern, Emissionen zu kompensieren und Maßnahmen zur Klimaanpassung zu unterstützen. Bei der Auswahl der Themen wird der Verein nach eigenen Angaben von einem unabhängigen Expertenrat begleitet.

Fanbus und Fahrradstellplätze als Bausteine

Ein Schwerpunkt lag erneut auf der Anreise zu Heimspielen in Stuttgart. Seit Oktober 2025 fährt bei allen Heimspielen ein weiß-roter Fanbus auf vier Routen zur MHP Arena. In der vergangenen Saison gab es laut Verein rund 100 Fahrten, bei denen mehr als 3.000 Fans transportiert wurden. Die Fahrten wurden über den Umweltgroschen bezuschusst.

Auch die Mobilitäts-App „ummadum“ wurde nach Vereinsangaben weiter ausgebaut. Das Belohnungssystem für emissionsärmere Anreiseformen habe sich etabliert. Zudem verweist der VfB auf zusätzliche Ladeinfrastruktur am Clubzentrum in Zusammenarbeit mit den Stadtwerken Stuttgart sowie auf das E-Moped-Sharing-Angebot „stella“.

Als fester Bestandteil der Spieltagsmobilität bezeichnet der Club außerdem die Bikegarage im Parkhaus P5. Dort standen bei Heimspielen erneut kostenlose und überwachte Fahrradstellplätze zur Verfügung.

Neues Trennsystem in der Arena

Auch beim Abfallmanagement meldet der Verein Fortschritte. Im Publikumsbereich der MHP Arena wurde demnach erstmals ein flächendeckendes Trennsystem für Restmüll und Papier mit 99 Standorten eingeführt. Hinzu kamen neue Beschilderungen sowie zusätzliche Sammelmöglichkeiten für Verpackungsfolien und Papierhandtücher. Nach Angaben des VfB soll damit die Restmüllmenge sinken und mehr Material in den Wertstoffkreislauf gelangen.

Veganes Angebot und Projekte mit Schulen und Einrichtungen

Am Spieltag war nach Vereinsangaben bei 17 Heimspielen ein veganer Foodtruck im Einsatz. Angeboten wurden pflanzenbasierte Speisen von Heaven’s Kitchen und Vhy!. Durch die Konzentration auf zwei Gerichte sei die Ausgabe effizienter geworden.

Über den Umweltgroschen wurde laut VfB außerdem erneut die sogenannte VfB-Erde gefördert. Insgesamt seien 3.500 Säcke Pflanzenerde an soziale und ökologische Einrichtungen verteilt worden. Weitere 25.000 Liter aufbereiteten Arenarasens gingen demnach an Stuttgarter Schulen und Gemeinschaftsgärten.

Fortgesetzt wurde auch das Projekt „VfB-Moor“ im württembergischen Allgäu. Dort wurden laut Verein gemeinsam mit dem NABU, Mitarbeitenden des Clubs und Mitgliedern des Expertenrats Maßnahmen zur ökologischen Aufwertung umgesetzt.

Auszeichnung für Lieferketten-Projekt

Ein weiteres Projekt betrifft die Lieferkette im Fanshop. Die Initiative „Vom Feld in den Fanshop“ wurde im Juni 2026 nach Vereinsangaben mit einem Fairtrade Award in der Kategorie „Projektkooperationen“ ausgezeichnet. In der laufenden Phase bis 2028 sollen 1.650 Baumwollproduzenten in Indien unterstützt werden. Zudem profitierten rund 3.000 Kinder und Jugendliche von Bildungs- und Förderangeboten vor Ort.

Darüber hinaus hat der VfB gemeinsam mit dem Öko-Institut nach eigenen Angaben erstmals eine umfassende Klimarisikoanalyse erstellt. Die Ergebnisse sollen helfen, Folgen des Klimawandels besser einzuschätzen und künftige Anpassungsmaßnahmen vorzubereiten.

Autor:

Ralf Vester aus Kaiserslautern

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