Schwerpunkt „Krieg im Iran“: ARTE zeigt drei Dokus am 7. Juli
- Irans heimliche Herrscher - Die Revolutionsgarden: Die zweiteilige Dokumentation beleuchtet die Rolle der Revolutionsgarde im Iran.
- Foto: ARTE G.E.I.E.
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TV-Tipp. ARTE bündelt am 7. Juli ab 20.15 Uhr drei Dokumentationen zum Schwerpunkt „Krieg im Iran“ und nimmt dabei Machtfragen, Alltag im Krieg und das Atomprogramm in den Blick.
Los geht es mit einer zweiteiligen Doku über die Revolutionsgarden, danach folgt ein Film über das Leben der Bevölkerung im Krieg. Zum Abschluss stellt ein weiterer Beitrag die Frage, ob der Zwölf-Tage-Krieg 2025 das iranische Atomprogramm empfindlich treffen konnte.
Irans heimliche Herrscher - Die Revolutionsgarden: Macht im Staat
„Irans heimliche Herrscher - Die Revolutionsgarden“ läuft am 7. Juli ab 20.15 Uhr auf ARTE und steht ab 30. Juni auch auf arte.tv bereit. In der zweiteiligen Dokumentation von Julie Lerat steht im Zentrum, wie die Revolutionsgarde zu einem Staat im Staat werden konnte.
Die erste Folge erzählt das unter anderem am Kampf von Richard Ratcliffe für die Freilassung seiner Frau, der iranisch-britischen Journalistin Nazanin Zaghari-Ratcliffe, sowie am Schicksal des Oppositionellen Ruhollah Zam. Die zweite Folge greift die Verhaftung Zams im Irak und die Freilassung Zaghari-Ratcliffes auf und zeigt, wie die Revolutionsgarde internationale Sanktionen umgeht und ihren Einfluss im Nahen Osten stärkt.
Alltag zwischen Hoffnung und Resignation
Um 21.55 Uhr folgt „Iran: Menschen im Krieg“, ab 6. Juli ebenfalls auf arte.tv . Die Dokumentation von Anne-Charlotte Gourraud setzt bei den ersten Luftangriffen der USA und Israels am 28. Februar 2026 an, die im Iran Hoffnungen auf einen Sturz des Mullah-Regimes auslösten.
Drei Monate später beschreibt der Film eine Lage, in der Resignation dominiert: Das Regime wankte zwar kurz, blieb aber an der Macht. Seit den brutal niedergeschlagenen Protesten im Januar prägen laut Film Ängste und Enttäuschung den Alltag der Bevölkerung.
Was bleibt vom Angriff auf das Atomprogramm?
Zum Abschluss läuft um 22.50 Uhr „Irans Atomprogramm im Visier“, bereits online verfügbar unter arte.tv . Die Dokumentation von Sebastian Walker und Adam Desiderio fragt, wie es um das iranische Atomprogramm nach den amerikanischen und israelischen Luftschlägen im Juni 2025 steht.
Für den Themenabend wurde die Investigation um den Krieg im März 2026 erweitert. Möglich wurde sie durch einen außergewöhnlichen Zugang im Iran und die Analyse offener Quellen, in Zusammenarbeit mit der Washington Post, Evident Media und Bellingcat. [red]
Autor:Jens Vollmer aus Wochenblatt Kaiserslautern |