Eintracht Frankfurt: Petra Roth spricht über Verein und Stadt

Eintracht Frankfurt steht im Interview mit Petra Roth auch als Imageträger der Stadt im Mittelpunkt. | Foto: Anouar Touir
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Frankfurt. Die frühere Frankfurter Oberbürgermeisterin Petra Roth hat in einem Interview mit Eintracht Frankfurt über ihre persönliche Verbindung zum Verein, dessen Bedeutung für die Stadt und ihren Wohnort Nieder-Erlenbach gesprochen. Anlass ist unter anderem der Blick des Vereins auf den nördlichsten Frankfurter Stadtteil vor dem Heimspiel gegen Freiburg.

Erinnerungen an frühere Eintracht-Zeiten

Roth berichtete von Begegnungen mit früheren Spielern in der Frankfurter Szene. Genannt wurden unter anderem Uli Stein, Bernd Hölzenbein und Bernd Nickel. Auch das Saisonfinale 1999 mit dem Tor von Jan Åge Fjørtoft zum Klassenerhalt blieb ihr nach eigener Darstellung besonders in Erinnerung. Das Gemeinschaftsgefühl habe sie damals stark beeindruckt.

Roth ordnete zugleich die frühere öffentliche Wahrnehmung der Eintracht ein. Der Verein sei nicht immer mit dem heutigen Selbstverständnis wahrgenommen worden. Inzwischen sei es deutlich üblicher geworden, sich offen als Fan eines Vereins zu zeigen. Die Eintracht zählt nach Angaben aus dem Vereinsinterview 160.000 Mitglieder.

Eintracht als Imageträger Frankfurts

Die ehemalige Oberbürgermeisterin betonte die Rolle des Profifußballs für das Ansehen einer Stadt. Sportler seien aus ihrer Sicht wichtige Botschafter. Sie verwies außerdem auf die Entwicklung der Eintracht in den vergangenen zehn Jahren und hob die Bedeutung des Vereins für die Region hervor.

Roth äußerte sich auch zur Arbeit der Vereins- und AG-Führung. Sportvorstand Markus Krösche beschrieb sie als geschäftstüchtigen Manager. Sportler für einen Verein zu gewinnen, verglich sie mit Wettbewerb in Kunst und Kultur.

Körbel, Fußballschule und Frauenfußball

Ein weiterer Schwerpunkt des Gesprächs war Karl-Heinz Körbel, Leiter der Eintracht Frankfurt Fußballschule. Roth schilderte, Körbel habe schon früh die Verbindung von Verein und Stadt gesucht und sich für Sportförderung, soziale Möglichkeiten und Jugend engagiert. Ihr Enkel werde in den Herbstferien erstmals an einem Camp der Fußballschule teilnehmen.

Zum Frauenfußball sagte Roth, die Förderung von Mädchen im Fußball sei ihr schon lange wichtig gewesen. Sie erinnerte an die Frauen-Weltmeisterschaft 2011 mit Spielen in Frankfurt. Damals war Körbel offizieller WM-Botschafter der Stadt. Roth verwies zudem auf Steffi Jones als Frankfurterin an der Spitze des Organisationskomitees.

Nieder-Erlenbach im Blickpunkt

Roth lebt seit Anfang der 1980er Jahre in Nieder-Erlenbach. Der Stadtteil liegt im Norden Frankfurts im Bereich Frankfurt-Wetterau-Hochtaunus. Im Vereinsinterview wird er als Ort mit großen landwirtschaftlichen Flächen beschrieben. Am Wochenende steht dort die 591. Zeltkerb an.

Als Vorzüge ihres Wohnorts nannte Roth die Anbindung an umliegende Orte mit U- und S-Bahn, die Nähe zu Bad Homburg und Bad Vilbel sowie den Charakter als grüne Idylle innerhalb einer Metropole. Ihr Lieblingsplatz sei am Erlenbach am Feldrand auf einer Bank. Von ihrem Wohnzimmer aus sei auch die Frankfurter Skyline sichtbar.

Roth wurde 1944 in Bremen geboren und war von 1995 bis 2012 Oberbürgermeisterin von Frankfurt. Sie war außerdem in mehreren Abschnitten Präsidentin des Deutschen Städtetages, seit 1972 in der Frankfurter Politik aktiv und acht Jahre Mitglied des Hessischen Landtages. Im Sport engagierte sie sich unter anderem im Vorstand des SC Frankfurt 1880, als Vizepräsidentin des Landessportbundes Hessen und als Vorsitzende des Sportausschusses der Frankfurter Stadtverordnetenversammlung.

Heute ist Roth nach Angaben des Vereins lebenslanges Mitglied der Eintracht; diese Mitgliedschaft habe sie zum 80. Geburtstag erhalten. Auf die Frage nach dem Spiel gegen Freiburg sagte Roth, ihr Herz schlage für die Eintracht; sie rechne mit drei Punkten.

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Fußball im Südwesten: Vereinsnachrichten & Ergebnisse aus Rheinhessen

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